Benutzer:Derschönejunge
Tim Manfred Weirauch, geboren 2015 in Hodenhagen, auch bekannt unter seinem Künstlernamen „Klein-Backe", ist in der Eisdeal-Szene eine große Nummer und erfolgreich durch seine Autobiografie „Mein Leben ist kalt, doch ich bin warm.“ geworden.
Er war in zahlreichen Dokumentationen zu sehen und bis zu seinem Haftantritt im Jahr 2025 einer der berüchtigtsten Eisverkäufer.
Werdegang
Tim wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Seine Familie bestand größtenteils aus Anwälten, Hobbygärtnern, Porsche-Fahrern oder Bänkern.
Das hat Tim W. schon in jungen Jahren zum Nachdenken gebracht. Er wusste: So will er nicht enden.
Tim überlegte, wie er das richtig große Geld machen konnte.
Im Alter von nur 8 Jahren lernte er beim Eisessen den großen Paul Chicago kennen. Er war direkt beeindruckt.
„Der Mann hatte alles – Geld, Autos, Kleingärten, Lego, Eisdielen und ganz viele Männer“, sagte Tim in einem Interview mit Stern TV.
Also wurde Klein-Backe Weihrauch klar: „Das will ich auch!“
Er begann, regelmäßig Praktika bei ToiToi-Dixie und in den verschiedensten Eisdielen zu machen, erkannte aber schnell die Schattenseiten.
Kenntnisse im Bereich Hygiene und Geschmack waren nicht alles.
Er dachte, Eis-dealen sei ein normales Geschäft, wusste aber nicht, wie viel Blut an seinen Händen kleben könnte.
Irgendwann war Tim Weirauch so weit und begann seine Ausbildung in einem lokalen Eisladen.
Tag für Tag schwang er seine Eiskelle wie kein Zweiter.
Die anderen beachteten ihn zuerst kaum: Brillengläser wie Aschenbecher, eine Statur wie Günther Jauch, einen von Opa geerbten Haarschnitt und einen Gesichtsausdruck wie ein Labubu – das ließ ihn unscheinbar wirken.
Auch sein stählerner, ausgeprägter 14er-Bizeps, den er seit acht Monaten mit Mutters Aerobikhanteln regelmäßig zum brennen brachte, ließ ihn neben Azubi-Kollegin Schwulbert-Maria wie eine zertretene Capri-Sonne aussehen.
Seine Mutter meinte immer:
„Kind, du bist zwar nicht sonderlich hübsch...“ (damit endete meist auch ihr Satz).
Einmal sagte der Chef gar zu ihm, er sei ein Schaden fürs Geschäft und würde die Kinder mit seinem lieblichen Silberblick und dem Gesicht wie Teller bunter Knete abschrecken und zum weinen bringen.
Das traf T. W. tief. Er war Anspannung und merkwürdige Regungen nach solchen Sätzen vom Chef gewohnt – doch für gewöhnlich stand er dabei hinter ihm und flüsterte solche Dinge sanft ins linke Ohr.
Diese direkte Aussage mitten ins Gesicht konnte er jedoch nicht auf sich sitzen lassen.
Er wischte sich die Mundwinkel ab, zog die Hose bis zum Bauchnabel und straffte seine Tigerenten-Hosenträger.
Genug war genug!
Er beschloss, am Folgetag in seine Eisdiele „Der rote Absatz“ zu fahren und seine Azubi-Kollegin mit Schimpfworten wie „Doofmann“ und „Tomate – deine Oma kann Karate!“ zu belegen.
Das verschaffte T. Weirauch zwar eine Abmahnung, aber auch den nötigen Respekt seiner Streuselhörnchen-Kollegen.
Endlich war er die Spitze auf dem Eishörnchen und bestimmte, welche Toppings nachgefüllt werden mussten.
Auch sein Chef hatte nun Respekt – wegen seiner miesen Punchlines, die er droppte.
Keine Oma war vor seinen deepen Disses sicher.
Keiner wollte mehr mit Klein-Backe Weihrauch „f*cken“.
Der Abstieg
Aus Herrn Klein-Backe Weihrauch wurde eine Art „Mann“.
Er sah abends in seinen Hello-Kitty Kosmetikspiegel, blickte auf die ersten Beinhaare, und aus seiner piepsigen Chipmunks-Stimme wurde endlich ein lieblicher Tenor.
Dagobert Duck auf Roids war geboren.
Er brauchte ein neues Image – irgendetwas, das ihm noch mehr Respekt einbringen würde.
Er nahm sich die lackroten Stiefel seiner Schwester, trank seinen laktosefreien Chai-Latte, klaute die von Rauch durchzogene Lederjacke seines Vaters, setzte sich vor seinen Hello-Kitty-Kosmetikspiegel und sagte sich:
„Ab heute bleib ich beim Pullern stehen. Ich bin jetzt erwachsen!“
Abends im Bett überkam ihn der Gedanke, wie er an mehr Geld für seine eigene Eisdiele kommen könnte.
Der Laden war ihm zu klein, und er hatte Großes vor.
Er schlief ein.
Am Morgen nach dem Frühstück erblickte er auf der Waschbeckenablage ein Feuerzeug und seine Paw-Patrol-Zahnbürste.
Er hatte es satt, der Underdog zu sein.
Als er neulich länger wach blieb und seine Hörspielkassette durchgelaufen war, schielte er heimlich durch den Türspalt seines Zimmers ins Wohnzimmer.
Sein Vater schaute regelmäßig Knast-Dokus, vor denen Timmi immer Angst hatte.
Er sah, wie ein Gefangener aus einer Zahnbürste, einem Feuerzeug und einem Stück Faden ein gefährliches Messer herstellte.
Das war die gewinnbringende Idee: Schutzgelderpressung!
Er nahm sich seine Zahnbürste und legte los.
Auf der Arbeit berichtete er seinen Kollegen von seinem Vorhaben.
Diese waren überzeugt, und den nötigen Respekt hatte er ja bereits.
Sie nannten sich fortan das „Karies-Trio“.
In den folgenden Wochen erpressten die Halbstarken eine Eisdiele nach der anderen.
Nicht einmal Limonadenstände waren mehr sicher.
Das sprach sich natürlich herum.
Eines Tages entdeckte Tim W. an seinen Stützrädern auf dem Heimweg einen merkwürdigen schwarzen Kasten.
Er konnte das nicht zuordnen, nahm ihn aber dankend an.
Er beklebte ihn mit Wackelaugen, gab ihm den Namen Winki-Blinki und trug ihn fortan bei sich.
Wir schreiben den 20. Januar 2024.
Ein gewöhnlicher Tag für das Trio – rein in den Eisladen, Geld abholen und wieder raus.
Mit einer Sache hatten sie jedoch nicht gerechnet:
Am letzten Stand auf ihrer Route gerieten sie in einen Hinterhalt.
Die Polizei erwartete das Trio vor der konkurrierenden Eisdiele.
Tim ergab sich. Er wusste, dass jemand sie verraten haben musste, denn die Route war geheim.
Er erinnerte sich an seinen neuen Buddy Winki-Blinki.
Konnte das sein?!
War er wirklich ein V-Mann?!
Die Polizei legte Tim Handschellen an – über seine aerobik-gestählten Unterarme.
Sie nahmen ihm alles: sein Geld, seine Freiheit, seine Zahnbürste und sogar Winki.
In diesem Moment wurde ihm alles klar:
Aus einem Bruder wurde ein Luder.
Winki arbeitete für die Polizei.
Wie konnte er das nur übersehen?!
Die Konsequenzen
Tim Manni Weihrauch wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Dort, wo er hinkam, war die Stimmung genauso kalt wie in der Eisdiele das Schokosorbet, das er so liebte.
Er wusste, dass sein Vater ihn abends in einer seiner geliebten Knastsendungen sehen würde, bevor er zu den Dauerwerbespots mit der Reifen-Beate umschaltete.
Einen Chef, der ihm sanft ins Ohr säuselte, gab es hier zwar nicht mehr –
doch sein Zellenkompane übernahm diese Aufgabe gern.
So fühlte sich Tim schließlich doch irgendwie wieder wie zu Hause...
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Irgendwann war Tim Weirauch soweit und hat seine Ausbildung in einen lokalen Eisladen gemacht. Die anderen haben ihn zuerst nicht beachtet. Einmal meinte der Chef zu ihn er ist zu Weich fürs Geschäft. Das hat was mit Tim gemacht also beschloss er sich in die konkurrierende Eisdeale "der rote stiefel" zu fahren und einen Azubi zu erschießen. Das verschaffte Weirach einen Namen in der Szene.