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Das Wort bieder ist, bei korrekter grammatikalischer Betrachtung der Komparativ des Wortes bied. Der Komparativ wird aber der Grundform bied vorgezogen, da dies dem sprachlichen Gehör der deutschsprachigen Bevölkerung weniger auffällig erscheint.
Aufgrund dieser Unauffälligkeit ist das Wort bieder ein, selten verwendetes, jedoch omnipresentes Adjektiv. Personen, Sachverhalte, oder Gegenstände, die mit dem Wort bieder zu würdigen wären, sind gerade wegen ihrer Biederkeit nur schwer auszumachen. Sie sind, wie erwähnt, omnipresent, charakterisieren sich aber durch Zurückhaltung und verschwinden unter dem Deckmantel der Biederkeit, wodurch sie ihr Ziel, die absolute Unauffälligkeit, erreichen. In anbetracht dieses Prinzips der Unauffälligkeit sind Adjektive wie unauffällig, profillos oder uninteressant, passende Synonyme des Wortes bieder.
'''Komparation'''▼
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Die Komparation beruht teilweise auf der allgemeingültigen deutschen Grammatik:
'''Positiv''' bied
''''''Komparativ''' bieder
Superlativ''' am biedesten
Im Gegensatz zur üblichen Komparation eines Adjektives, wie oben angeführt, kann das Wort bied in eine vierte, absolute Form "bert" gesteigert werden. Die Steigerung bert wird allerdings selten, bis nie in Form eines Adjektives verwendet, sondern bietet die Grundlage für die Substantivierung zu "[[Bert]]", welches die Grundprinzipien des Adjektives bieder in vollkommener Weise verkörpert.
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