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einen jeden nach seiner Art, und werde vor dem Abend nicht zurück sein.“}}
[[Bild:Baum der erkenntnis.jpg|thumb|Damit nahm das Unglück seinen Anfang...]]So dauerte es nicht lange, bis Adam für seine Gefährtin eine Räuberleiter bildete und diese trotz des ausdrücklichen göttlichen Verbots den Apfel vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen pflückte. Vor Schreck über ihre Tat purzelte Eva aus der Krone und wurde so das erste Opfer eines Sündenfalls. Sie hinkte noch wochenlang.
Dies tat ihrer Attraktivität für Adam jedoch keinen Abbruch: Nicht lange nach dem Ausspruch des ewigen Zutrittsverbots zum Garten Eden wurden Kein und Aber geboren, die aufmüpfigen Zwillinge, die ununterbrochen miteinander und mit ihren Eltern im Streit lagen. Als besondere Stichelei entwickelten sie eine noch unvollendete Frühform der [[Uncyclopedia|Satire]], den Keinwitz und den Aberwitz. Da Kein immer stärker bewusst wurde, dass er die Kunst der Satire weit weniger gut beherrschte als Aber, ging er sogar so weit, diesen im Zorn zu erschlagen.
*Du sollst dir von amerikanischen Wissenschaftlern nichts weismachen lassen.
*Du sollst jeder deiner Geliebten denselben Spitznamen geben, auf dass du sie nicht verwechselst.
*Du sollst dich nicht erwischen lassen beim Ehebruch, bei der Börsenmanipulation und mit Alkohol oder Drogen am Steuer.[[Bild:versteckspiel.jpg|thumb|Der Sündenbock, Inkarnation der Verfehlung, sucht seiner Strafe durch Rückzug in ein Versteck zu entgehen.]]
*Du sollst ein Bild von einem Fisch an deinen Kofferraum kleben, damit andere Verkehrsteilnehmer gewarnt sind.
*Du sollst nicht schlecht von anderen sprechen, ohne deine Aussage als Hörensagen zu tarnen.
===Mittelalter und Frühe Neuzeit===
[[Bild:sündenkatalog.jpg|thumb|Hier ein Ausschnitt aus dem Verzeichnis der käuflichen Sünden.]]Damit die Kirche eine möglichst umfassende Erforschung der Sünde betreiben und ihre Deutungshoheit aufrecht erhalten konnte, gaben die [[Untertan|Gläubigen]] freiwillig ein [[Steuer|Zehntel ihres Einkommens]]. Angesichts der Größe der Aufgabe und der Behörde reichten diese Zahlungen bald nicht mehr aus. Ein Dominikanermönch namens Johann Tetzel wurde daher mit dem Fundraising beauftragt. Als vorbereitende Maßnahme ließ er detaillierte Schauergeschichten über das jenseitige Schicksal von Sündern verbreiten und beauftragte den Maler Hieronymus Bosch mit den entsprechenden Illustrationen. Da der Mensch von Natur aus sündig ist (was sich auch in der reflexhaften Angst vor der Polizei äußert, obwohl man genau weiß, ''dass man nicht gefilmt wurde''), verbreitete sich Unruhe im Volk. Als ein ausreichendes [[Klimagerät|Klima]] der Angst geschaffen war, präsentierte er einen Ausweg: Gegen einen nicht besonders kleinen Geldbetrag konnte man sich von Sünden freikaufen, und zwar im Voraus. Er zog durch die Lande und vertrieb Gutscheine für einen umfassenden Katalog festgelegter Sünden. Wahlweise konnten Einzel- oder Zehnerkarten oder auch Flatrates erworben werden. Die so Freigekauften mussten von der Sünde also nicht ablassen, weshalb sich auch der verkürzte Begriff „Ablassbrief“ einbürgerte. So entstand der Vorläufer der Luxussteuern, die Friedrich der Große später zur Vollendung führte, indem er Steuern, Akzisen und Zölle für alles nicht unbedingt Lebensnotwendige einführte, etwa den Mehrwert, Gardinen oder Kleidung. Tetzel war so erfolgreich, dass der Kirchenstaat nicht nur seinen Behördenapparat und seinen [[Bestechung|politischen Einfluss]] erheblich ausweiten, sondern außerdem sämtliche Hypotheken abzahlen konnte.
===Spätere Entwicklungen===
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