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'''Manager''' (''man ager'' - "der Menschen (vorzeitig) altern lässt") ist die englische Bezeichung für einen [[Verwalter]] ohne erkennbare Pflichten gegenüber dem verwalteten Gut, allerdings mit deutlichen Rechten gegenüber den ver<strike>gewaltig</strike>walteten [[Resource]]n.
==Gesellschaftliche Einordnung==
Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie - abgesehen von ein paar hingeworfenen [[Aktie]]n - keinen eigenen Besitz am [[Unternehmen]] haben. Ohnehin haben die meisten Manager, wie der Rest der Bevölkerung auch, nur geringes Privatvermögen. Verglichen mit einem mittelalterlichen Gutshof sind [[Hochfinanz]] und [[Vorstand]] etwa auf der Stufe von [[König]] und Gutsherr, und der Manager auf der Ebene der leibeigenen Knechte.
==Studium der Betriebswirtschaftslehre==
Um von diesem Vergleich abzulenken, haben viele Manager ein [[Betriebswirtschaftslehre|BWL-Studium]] absolviert, wo sie mit [[Theorie]]n vollgestopft werden, die ihnen das Knechtdasein irgendwie bunt ausschmücken, die sie aber nicht wirklich durchgreifend verstehen. Höchstens in der Form, dass sie für die Wirtschaft wichtig sein müssen, denn sonst gäbe es ja solche Theorien nicht. Dass die Theorien (und damit sie selbst) aber überhaupt nicht wichtig sind, merkt man daran, dass davon in ihrem späteren Job nur ein Ausschnitt von ca. 0,3% zur Anwendung kommt (-> [[Praxisschock]]). Der eigentliche Sinn des Studiums ist der Beweis, dass seine Absolventen jeden noch so dämlichen Quatsch widerstandslos schlucken und systemkonform geschaltet sind. Anders ausgedrückt ist der Manager also der [[Gehirnwäsche|gehirngewaschene]] [[Soldat]] des [[Kapitalismus]].
==Historischer Hintergrund==
Intellektuell betrachtet ist der Manager ein Rückschritt gegenüber dem feudalen Knecht, da die Knechte immerhin wussten, dass ihnen als arbeitende und damit produktive Mitarbeiter eigentlich ein fairer Anteil am Boden und [[Kapital]] des Gutshofs zustünde, sie aber als Leibeigene unterdrückt werden. Aus diesem Grund gab es in der Geschichte bei zu starker [[Kapitalkonzentration]] auch immer wieder [[Revolution]]en. Der heutige Manager hingegen ist mit den Brosamen seines [[Arbeitgeber]]s zufrieden und wundert sich vor dem [[Fernsehen|Fernseher]] über den Unmut seiner noch ärmeren Mitbürger. Das rührt daher, dass der moderne Manager so prozessorientiert ist, dass er die Prozesse ausführenden einfachen Mitarbeiter nicht mehr wahrnimmt, geschweige denn deren [[mensch]]liche Natur.
==Zwanghaftes Verhalten und Glaubensmuster==
Manager ohne elektronische Spielzeuge, wie PDAs o.ä., erleiden Verlustängste, oftmals ist das Verhalten ähnlich wie bei Nachrichtenjunkies. Ihre Bibel besteht aus einer unüberschaubaren Anzahl an [[Excel]]-tabellen oder [[Powerpoint]]-Präsentationen, die sie im günstigsten Falle selber verfasst haben und verstehen. Die Altjunkies bedienen sich sogenannter „Makros“. Selbstverständlich will der Manager in seinem Bereich alles wunderbar geplant haben. Schreiben Sie sich also einen Generator, der beeindruckende [[Microsoft|MS]]-Project Plantapeten generiert und kleistern Sie die an die Bürowand. Sie werden sofort mindestens zum Messdiener, Adlatus, Eckermann oder so ernannt.
==Bonuslevel==
Aufgrund ihrer kärglichen Vergütung müssen viele Manager auch gewisse Geschäfte neben ihrer Hauptaufgabe tätigen. Die dabei anstehenden [[Steuern]] können direkt in die eigenen Tasche abgeführt werden. Dabei wird auch vom Staat ein Auge zugedrückt, denn die notwendigen repräsentativen Besitztümer haben immens hohe Unterhaltskosten, welche vom eigentlichen Managergehalt nicht finanzierbar sind. Man kann dies auch als ein Bonuslevel betrachten. Dieses Bonuslevel basiert auf einer Cheatkombination, die einen vor einem neuerlichen Spielbeginn bewahrt.
Der Cheatcode heisst "Ich [[Reue|bereue]] meine Taten" funktioniert aber nur ab dem Bonuslevel.
== Bekannteste Bonuslevelexperten==
* [[Klaus Zumwinkel]]
* [[Josef Ackermann]]
==Niedergang der Manager-Kaste==
Zunehmend finden sich Manager auf der Straße wieder. Arbeitslos? Nein, ganz im Gegenteil, ständig in neuen Projekten gefragt: Ein [[Outsourcing]] hier, eine Betriebsstillegung da, eine [[Umstrukturierung]] dort, ein Projekt an diese und das nächste an eine andere Wand fahren, und last not least hier und da und überall mal wieder eine Betriebsorganisation völlig auf den Kopf stellen zwecks Herstellung vollkommenster [[Ineffizienz]]. Headhunter sind auf den Fersen der unendlich in den Weiten des [[Internet]] vernetzwerkten rastlos hyperaktiven Manager, deren Spur dank verbrannter Erde leicht aufzufinden ist. Der Jahr für Jahr immer bonuslevel-geiler die eigenen Mitarbeiter raus [[Mobbing|mobbende]] Manager vom klassischen Typ [[Chef]] bringt sich zunehmend selbst in Gefahr, weil er, blind vom eigenen Mobbing gegen sein Team, selbst glaubt, nur professionelle Manager vom damit überreich gedeckten Arbeitsmarkttisch könnten es jetzt noch richten. So kommen die modernen '''Manager-[[Zigeuner|Nomaden]]''' nur allzu leicht an neues Material für ihr destruktives Umtreiben. Scheffe wird bald merken, dass seine Abteilung schon bald nicht mehr funktioniert, und wenn sein Vorstand nicht ohnehin das Geld der Firma xbeliebig verbrannt haben will (kommt auch vor!), dann ist Scheffe bald selbst "on the road". Oder aufgestiegen in den Vorstand.
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Beruf]]
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