Radio: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Radio''' ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Hörfunk. Im angloamerikanischen Sprachraum wird mit dem Begriff '''radio-controlled''' im weitesten Sinne ein ganzes Spektrum technischer Anwendungen bezeichnet, deren Ziel die [[Fernsteuerung]] willenloser [[Maschine]]n mittels modulierter elektromagnetischer Wellen ist. Das Radio übernimmt in Deutschland per Staatsvertrag die Grundversorgung mit Meinungen, stellt mithin also ein wesentliches Element der [[Wehrhafte Demokratie|wehrhaften Demokratie]] dar.
===Bekannteste Sender===
Es gibt deutschlandweit nur einen einzigen '''Sender''', der unter verschiedenen Namen in Erscheinung tritt. Dieser '''Sender''' erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit - jeder Hörer ertappt sich über kurz oder lang dabei, wie seine Hand zur '''Sender'''suchlauftaste wandert. Wenig später erschallt dann der bewusste '''Sender''' aus den heimischen Klangmöbeln.
Weil der '''Sender''' mit den vielen Namen ein derart hervorragendes Programm produziert, leiden viele seiner Hörer unter dem Zwang, ständig die Sendersuchlauftaste zu drücken. Da nämlich der '''Sender''' auf sehr vielen Frequenzen ein vollkommen identisches Programm sendet, möchten die Hörer am liebsten auf allen Frequenzen gleichzeitig hören, was selbstverständlich technisch unmöglich ist. Dadurch kommt es zu dem beschriebenen, scheinbar absurden Verhalten. Besonders beschwerlich ist es für solche Hörer, wenn sie in ihrer Suchlaufmanie versehentlich die Power-Off-Taste drücken, und danach nicht mehr die Power-On-Taste finden. Die Auswirkungen der dann eintretenden stundenlangen Stille sind mit Worten nicht beschreibbar.
===Beliebteste Musikstile===
Bereits seit Jahren ist im Radioprogramm die beliebteste Musikrichtung bei alt und jung der [[Glitschiger Teenpopsoul|glitschige Teenpopsoul]]. Daneben wird dem kulturell überwältigten Hörer aber auch eine ganze Reihe anderer Musikstile präsentiert, wie zum Beispiel der [[Glitschiger Teenpopsoul|glitschige Teenpopsoul]], der relativ neue [[Glitschiger Teenpopsoul|glitschige Teenpopsoul]] oder der von den Strebern aus Klasse 7b bevorzugte [[Glitschiger Teenpopsoul|glitschige Teenpopsoul]]. Die Redakteure des '''Senders''' sind, wie aus diesen nur exemplarisch angeführten Beispielen hervorgeht, stets darum bemüht, ihrem gewogenen Publikum ein möglichst breites Spektrum an musikalischen Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten.
===Radio und Bildung===
Neben der musikalischen Unterhaltung seiner Hörer hat der '''Sender''' sich jedoch auch auf die Fahnen geschrieben, das allgemeine Bildungsniveau seiner Hörer substanziell zu erhöhen. Daher hat der '''Sender''' sein Programm durch allerlei informative Einlagen bereichert. So können die Hörer beispielsweise anrufen, wenn sie einen [[Verkehrsstau]] oder eine [[Radarfalle]] sehen, und gewinnen dann automatisch eine Reise zum großen diesjährigen [[Glitschiger Teenpopsoul|glitschigen Teenpopsoul]]-Open-Air auf dem Platz des Großen Bruders in [[Mannheim]].
Andererseits können die Hörer auch anrufen, und anderen interessierten Hörern erzählen, warum sie sich beim Bügeln oder Autowaschen wieder über die Politiker geärgert haben, woraufhin sie selbstverständlich sofort eine Reise nach [[Gran Canaria]] gewinnen.
Besonders gern gesehen sind Hörer, welche bekennen, dass das Radio ihr Leben ist und wie einsam sie ohne Radio wären. Solche Hörer gewinnen automatisch eine sofortige Reise nach [[Hawaii]] inclusive Gruppenzwang auf die Urlaubsplanung ihres Arbeitgebers.
===Moderatoren-Duos===
Der wahre Genießer unter den Hörern hat einen ganz besonderen Favoriten unter den allseits beliebten [[Moderatoren-Duo]]s, was für ihn der Grund ist, genau diesen '''Sender''' zu hören, und keinen anderen. Zu nennen wären da vor allem die kongenialen "Popelpuhler und Warzi" oder die auch sehr beliebten "Anja Schnabbelschnippe und Frank Sabbellippe". Alle diese Moderatoren-Duos des '''Senders''' überzeugen durch ihre brillianten Improvisationen charmanter Belanglosigkeit.
Der hochgradigen Qualität der präsentierten Dialoge kann man am ehesten durch den folgenden Vergleich Rechnung tragen: man stelle sich eine gebürtige Kölner Supermarktkassiererin, wohnhaft in [[Neukölln]], und belastet mit einer sehr langwierigen narzisstischen Persönlichkeitsstörung vor; man multipliziere den auf das belanglose "schönes Wochenende" an der Supermarktkasse folgenden erdrutschartigen Redeschwall mit einer dreistelligen Zahl; dann bekommt man in etwa einen Eindruck des geistigen Genusses, den ein durchschnittlicher Radiohörer bei seinem Lieblingsmoderatoren-Duo empfindet.
Trotz aller Vergleiche dürfte es dennoch für einen uninitiierten schwierig sein, in diese fremde Welt der Wortkaskaden einzudringen. Zur weiteren Veranschaulichung sei deshalb ein Mitschnitt des '''Senders''' vom 23.6.2003 zitiert. Es moderierten "Schnabbelschnippe und Sabbellippe":
::''[[Rhabarber]] rhabarberhabarber Rhabarberhabar ber rhabarberhabar berhabarber Rha barber ? Rhabarberhabarberhabar Barbarabarbarabar Bar Rhabar Rhabababarber Rhabar. Barabarar barbarar rha ba barberrhabarbar rhababar ! Rhabaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrrrrr
::Dideldi didi didel wurmel wurmel
::dideldi didi didel wu wu wurmel
::Dideldi didi didel wurmel wurmel
::dideldi didi didel wu wu wurmel
::Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Wurmel Kchrrchrchrkrkrkrkr
::Rhääähbar... RHAR RHAR RHAR RHAR !!! Rhabarberhabarberhabar Barbarabarbarabar Bar Rhabar Rhabababar babababa. Rha rha rhabar rhababar barar rhabarbarbarar...''
===Radio und psychosoziale Gesundheit===
Ob der Hörer nun wie gesagt mit Bügeln oder Autowaschen beschäftigt ist, ob er gerade die zehnmillionste [[Schraube]] in die tausendste Machtwasganzwichtiges-[[Maschine]] hineindreht, oder ob er gerade nach sechzehn Stunden Arbeit im fünfundzwanzigkilometerlangen Stau steht: immer salbt ihm das Radio seine geschundene Seele und sichert gleichzeitig seine informationelle Grundversorgung.
Das Radio erweckt in seinen Hörern ein Gefühl der Einigkeit. Jedem Hörer wird die Erfahrung zu Teil, ein Bestandteil einer ganz großen, über ihm stehenden Wesenheit zu sein. Für Menschen, die noch niemals in ihrem Leben Radio gehört haben, lässt sich kaum verdeutlichen, welches [[Glück]]sgefühl der Radiohörer empfindet bei dem Gedanken, eines von Millionen kleinen Rädchen in einem perfekt funktionierenden [[Uhrwerk]] zu sein. Das Radio lässt somit einen der größten Träume der Menschheit wahr werden, einen Traum an dem alle großen Religionen letztendlich gescheitert sind: die Steuerbarkeit der Bevölkerung in eine neue, glückliche und [[Frieden|friedvolle]] [[Zukunft]].
===Radio und Weihnachten===
An Weihnachten geht der '''Sender''' immer besonders intensiv auf die Präferenzen seiner Hörer ein. Ein sehr breites Repertoire von im weitesten Sinne weihnachtlichen Lieder ziert in dieser Zeit die Membranen. Dieses Repertoire, welches sich über Jahre hinweg aus akribischen Mikrozensus-Erhebungen herausgebildet hat, umfasst nahezu 4500 Lieder: 2000mal George Michael's "Last Christmas I fucked out my brain, but the very next day I got HIV" und 2500mal Bette Middler's "From a distance", den verzweifelten CD-Händlern auch bekannt unter dem Hausfrauennamen "God is watching us, god is watching us, with a sniper rifle".
[[Kategorie:Medien]]
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