Flohmarkt: Unterschied zwischen den Versionen

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404 Bytes hinzugefügt ,  8. Januar 2007
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[[Bild:Flohmarkt.jpg|thumb|Ein typischer Flohmarkt mit hohem Schrottumsatz]]
Ein '''Flohmarkt''' ist ein öffentlich zugänglicher [[Markt]], an dem Privatleute ihren aussortierten Müll und muselmanische [[Fliegende Händler]] Handyzubehör, billig produzierte [[Raubkopien]] von Ton- und Filmträger und gebrauchte Kleidung verkaufen.
 
Das Ende des Flohmarkts wird durch die sogenannte 50-Cent-Phase eingeläutet. Verkäufer, die besonders wertlosen Kram angeboten haben, fangen eine Stunde vor Ende an, ihren Krempel zu je 50 Cent zu entsorgen. Allenthalber hört man sie rufen: „Jede Teil nur funfsisch Sent! Egal wie groß.“ Der Erfahrene Flohmarktbesucher weiß nun, dass es langsam Zeit wird, die Veranstaltung zu verlassen.
 
[[Bild:Flohmarkt_ware.jpg|thumb|Ein typisch ausgelegter Verkaufstisch mit wertloser Ware]]
==Angebotene Ware==
Regelmäßig erschrecken Erstbesucher beim Betreten des Flohmarkts. Fassungslos stellen sie sich die Frage, ob sie sich bei der Adresse vertan haben und vielleicht auf eine [[Müllhalde]] gelandet sind. Erst bei genauerem Betrachten stellen sie fest, dass der Verkauf der abertausenden Zinnbecher, gammeligen Bücher und des kaputten Kinderspielzeugs aus Zeiten des Kalten Krieges tatsächlich ernstgemeint ist. Es gibt nichts, was es nicht gibt.<br>
Da gibt es zunächst die sozialhilfeempfangende [[Hausfrau]] und Mutter mit [[Integrationspotential]], die ihr karges Einkommen für das Überleben sehr genau planen muss und auf dem Flohmarkt Kriegsspielzeug für den Letztgeborenen kauft.<br><br>
Dann gibt es noch den anonymen [[Messie]], der an seinen zittrigen Händen und schlürfenden Gang zu erkennen ist. Er würde am liebsten den ganzen Flohmarkt aufkaufen, was ihm aber nicht möglich ist, da er zum einem nicht ausreichend Bargeld dabei hat, und zum anderem in seiner vom [[Sozialamt|Amt]] finanzierten Wohnung Platz schaffen müsste. Das würde aber bedeuten, er müsste etwas wegwerfen. Und das geht ja bekanntlich bei Messies gar nicht. So schlürft er also mit hängendem Kopf über den Flohmarkt; und wenn man ganz genau hinhört, kann man ein leises Wimmern hören.<br><br>
[[Bild:flohmarkt_müll.JPG|thumb|Selbst der Fachmann erkennt nicht immer, wann es sich um Müll oder um Ware handelt.]]
Daneben gibt es auch den gewöhnlichen unrasierten deutschen [[Arbeitslosigkeit|Hartz 4]]-Empfänger in 5-Euro-Jogginghose und mit der ganzen Sippschaft im Schlepptau, der der Meinung ist, die bekannte Redewendung lautete „Der Kunde ist Despot“. Entsprechend verhält er sich. Ihm sind z.B. die 50 Cent für das Kartenspiel ein persönlicher Angriff auf seine Ehre. Er schimpf dann mit seiner vom morgendlichen Schnaps aufgerauhten Stimme auf all die Halsabschneider und das ganze Ausländerpack.<br><br>
Außerdem sind die Fliegenden Händler in geheimer Einkaufsmission unterwegs. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Allerherrgottsfrühe dem aufbauenden Verkäufer zwischen den Kartons und dem Tapeziertisch dazwischenwuseln. Sie versuchen noch vor jedem anderen Interessent vermeintliche Schnäpchen klarzumachen. Diese Schnäpchen stellen sie anschließend gleich auf den eigenen Verkaufstisch auf, um sie zum vierfachen Preis weiterzuverkaufen.<br><br>
Um die Käuferschar bei Laune zu halten, bieten die meisten Flohmarktveranstalter ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Die einfachste Form ist eine lieblos hinplazierte [[Frittenbude]] mit unmotiviertem Würtschenverkäufer oder ein Eiswagen mit suboptimalen hygenischen Bedingungen und betrunkenem Verkäufer im Unterhemd. Engagierte Veranstalter bieten daneben noch unterhaltsame Vorführungen der hiesigen SoKo „Raubkopie“, die sich mit den Fliegenden Händler interessante Unterhaltungen und spannende Verfolgungsjagden liefern. Sehr beliebt ist auch das Kinderwagen-Hindernisrennen, bei dem junge Müttern versuchen, in möglichst kurzer Zeit möglichst vielen Mitmenschen den Kinderwagen in die Ferse zu rammen.
 
[[Bild:Flohmarkt_Verhandlung.jpg|thumb|left|Zum erfolgreichem Flohmarktbesuch bedarf es viel Verhandlungsgeschick]]
==Ablauf==
Beim Verkauf bzw. Kauf kommt es sehr auf das Verhandlungsgeschick beider Seiten an. Es beginnt zunächst damit, dass der Verkäufer jeden Passanten anspricht, der mehr als 1 Sekunde den Blick auf einen Artikel fallen lässt. Der Verkäufer geht gleich in die Offensive. Er spricht den potentiellen Kunden mit „nur fünf Euro!“ an. Noch bevor dieser reagieren kann, schleudert der Verkäufer gleich hinterher: „alle zusammen nur zehn Euro!“. Der Verkäufer erkennt sofort eine drohende Ablehnung des Kunden und fährt ihm gleich ins Wort: „Schauen Sie, ist noch gut und sauber. Habe ich selber noch von getrunken.“ Kaufinteressierte Kunden gehen nun ihrerseits in die Offensive: „Ja, aber diese Blütenzeichnung ist nicht 100% symetrisch und außerden ist da Staub drauf. Mehr als 50 Cent zahle ich nicht.“ Nicht interessierte Besucher gehen dagegen mit Schuldgefühlen und stummen Verwünschungsblicke des Verkäufers weiter.<br>
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