Anachronismus: Unterschied zwischen den Versionen

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5 Bytes hinzugefügt ,  26. Februar 2007
* Die plumpen, von Dilettantismus geprägten Ausdrucksmittel der [[Aktionskunst|Aktionskünstler]] und modernen Maler sind aus der Mode gekommen. Heute wird wieder vermehrt auf gegenständliche Malerei bzw. Bildhauerei gesetzt, weil viele Kunstinteressierte die intellektuellen Auswürfe der Aktionskünstler und ihre eigenen, an den Haaren herbeigezogenen Interpretationsversuche satt haben.
* Die verstörenden musikalischen Gebilde der [[Zeitgenössische Musik|zeitgenössischen Kunstmusik]], die nach dem [[Zweites Weltwettessen|Zweiten Weltwettessen]] längere Zeit absolut ''en vogue'' waren und nicht schräg genug klingen konnten, gelten als überholt und sind einem minimalistischen Musikstil gewichen, der keinem mehr weh tut. Die sogenannten Serialisten bleiben heute unter sich und führen ihr kleines, staatlich subventioniertes Nischen-Dasein unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
* Viele Theaterinszenierungen im späten 20. Jahrhundert waren darauf ausgelegt, das Publikum möglichst massiv zu schockieren und den Sinn des dargebotenen Stücks so zu verzerren, dass keiner mehr wusste, worum es eigentlich ging. Fäkalien auf der Bühne, kopulierende Leiber, eine verrohte Sprache und verwirrende Regieeinfälle gaben dem Publikum den Rest und vertrieben das Theaterpublikum in Scharen. Dieser Anachronismus besteht zwar auch heute noch in einigen Schauspielhäusern fort, wurde aber weitgehend abgelöst durch leichter goutierbare Theaterkost, die keinemkeinen mehr wehtutverschreckt und den unterhaltenden Aspekt des Thaters hervorhebt.
* Die synthetiklastige Popmusik der 1980-er Jahre, die fast jedes herkömmliche Instrument durch schlechte Samples und maschinell klingende Artefakte ersetzte, klingt in den Ohren heutiger Hip Hop- und Grunge-geschädigter Jugendlicher altbacken und anachronistisch. Doch immer wieder schwappen Retrowellen durch die Musikbranche und schwemmen Klanggebilde aus dieser Zeit auf die Plattenteller der DJs und MP3-Player der Musikkonsumenten.
 

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