Alkoholismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Keine Änderung der Größe ,  11. März 2007
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===Entzug und Entwöhnung===
Sollte sich ein Alkoholiker entschließen, trocken zu werden, ist ihm erst einmal ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer Entzugsstation eines dafür spezialisierten [[Krankenhaus]]es zu empfehlen. Die eingeschmugelten Flaschen mit Hochprozentigem sollte er an der Rezeption unbedingt abgeben, da der Entzug sonst keinen Sinn hat. Je nach Schwere seiner Abhängigkeit wird der Entziehende in den ersten Tagen seines Aufenthalts in der Suchtstation in einen '''Delirium Tremens''' verfallen, einer Bewusstseins-, Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsstörung, die nicht selten von epilleptischenepileptischen Anfällen und Störungen des Schlaf- Wachrhythmus begleitet wird und in ca. 15% der unbehandelten Fälle zum Todes führen kann. Alkoholiker, die noch nicht ganz so tief gesunken sind, bekommen durch die Beobachtung ihrer zitternden Leidensgenossen in der SuchstationSuchtstation anschaulich demonstriert, wie tief sie noch sinken können und vergessen diesen Aufenthalt ihr ganzes Leben nicht mehr. Andere Trinker sind Stammgäste in diesen Stationen und lassen sich immer dann einweisen, wenn ihr Organismus streikt und sie mal wieder etwas Ruhe, Schlaf und feste Nahrung brauchen.
 
Danach sollte sich der von seinen primären Entzugssymptomen befreite Säufer in eine viermonatige ambulante oder stationäre Entwöhnungstherapie begeben, je nach Labilität und der Notwendigkeit, ihn von seinem „nassen“ sozialen Umfeld fernzuhalten. Dort wird er in kleinen Schritten lernen, wieder die Wahrheit zu sagen, zu fühlen und zu denken und seine auf dem Weg der Sucht verloren gegangenen sozialen Kompetenzen peut a peut wiederfinden. In Kochkursen wird er erlernen, wie man eine Rotweinsauce ohne Rotwein zubereitet und in der '''Rückfallprophylaxe''' werden ihm die Thearpeuten klar machen, welche alkoholische Fettnäpfchen auf seinem zukünftigen Lebensweg bereit stehen werden. Dem Süchtigen wird in der Therapie auch eingetrichtert, dass er an einer Rückfallkrankheit leidet, was viele Patienten umgehend zu einem Rückfall animiert, um die These der Therapeuten in der Praxis zu untermauern.
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