Minderwertigkeitskomplex: Unterschied zwischen den Versionen

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Viele [[Kind]]er werden von ihren [[Eltern]] und [[Lehrer]]n unterdrückt, kritisiert und gemaßregelt und bekommen so sehr früh ihre ersten Minderwertigkeitskomplexe über die Erziehung eingetrichtert. Ständige Nörgeleien der Eltern über die schulischen Leistungen des Sohnes (''Mensch Junge, nur 4 Einsen im Zeugnis. Du trittst die Familienehre in den Schmutz!'') oder die modischen Vorlieben der Tochter (''Aber Sabine, bei deiner Figur kannst du doch nicht so ein bauchfreies Top tragen, du siehst ja aus wie eine fette ukrainische Nutte'') führen bei den Kindern zu Verhaltensstörungen wie z.B. unkontrollierter Aggression oder [[Anorexie]] bzw. [[Bulimie]]. Aber auch die ständige Überhöhung der eigenen Kinder und deren Hochstilisierung zu Wunderkindern kann zu schweren Minderwertigkeitskomplexen führen, da die betroffenen Kinder ständig nach Lob und Anerkennung für ihr Tun suchen und zunehmend den unrealistischen Ansprüchen ihrer Eltern hinterherlaufen (''Also Pierre, beim nächsten Kindermarathon musst du aber die 3-Stunden Marke knacken. Das schaffst Du doch mit links!'').<hr>
 
[[Bild:Robbie_williams.jpg|right|thumb|180px|Von Komplexen geplagt, von den Fans vergöttert: Robbie Williams]]
Bei großen Künstlern führt dieses Wunderkind-Syndrom im Verlauf ihrer Karriere dazu, dass sie zunehmend unter ihren eigenen Perfektionsansprüchen leiden und ihre sozialen Kontakte nur nach dem Kriterium auswählen: ''Bei welchen Menschen finde ich bedingungslose, devote Bewunderung und Anerkennung'' bzw. ''Wer mich durchschaut und meine Schwächen erkennt, darf mir nicht zu Nahe treten''. Bei anderen Berühmtheiten führen die Komplexe zu einer Selbstabwertung, die sie nur durch den Konsum von Suchtmitteln aushalten können, denn nur im Vollrausch können sie sich selbst noch ertragen und die eigenen Ansprüche vergessen. Das überholte Klischee des ''leidenden Künstlers'' wird von vielen Kreativen übernommen und so lange gelebt, bis sie sich selbst und ihre Umwelt nicht mehr aushalten und ihre Kreativität versiegt. Spätestens dann ist der Gang zum [[Psychotherapie|Psychotherapeuten]] oder ein freiwilliges Scheiden aus dem Leben unabdingbar.
 
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