Brasilien: Unterschied zwischen den Versionen

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1.413 Bytes hinzugefügt ,  24. Juli 2007
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== Geschichte ==
 
===Entdeckung===
 
Brasilien wurde im Frühjahr 1500 entdeckt, als sich der portugiesische Süßwasserkapitän Caralho da Silva mit seinem Schiff zu weit vor die Algarveküste wagte. Nachdem er auf dem Atlantik Schiffbruch erlitten hatte, rettete er sich nach langer Irrfahrt mit einem Floß und fünf überlebenden Besatzungsmitgliedern an die südamerikanische Ostküste. Den Strand, an den er geschwemmt wurde, nannte er zynisch ''Boa Viagem'' (dt.: Gute Reise). Es dauerte Jahrzehnte, bis der Kapitän begriffen hatte, dass er sich nicht in [[Afrika]] befand, sondern ganz furchtbar verfahren hatte. Mit der Ankunft von Eroberern im Auftrag der portugiesischen Krone, die den verfeindeten Spaniern und Franzosen zuvorkommen wollten, erkannte da Silva seine Chance und rief sich spontan zum Vizekönig aus, beanspruchte Oberhoheit über alle Bodenschätze, forderte Kurtaxe für die Strände und legte astronomische Preise für seinen selbstgebrannten Kokosschnaps fest. Er nannte seine Hüttensiedlung in einer spontanen Eingebung Brasilien, hielt ihn aber immer noch für einen Teil von Afrika.
 
===Kolonialzeit===
 
Die geographisch richtige Einordnung erfolgte erst, nachdem der König von Portugal Berichte von unfassbaren [[Orgie]]n und tagelangen Saufgelagen an fremden Gestaden erfahren hatte, von denen seine Konquistadoren kaum je zurückkehrten. Hellsichtig erkannte er jedoch seine Chance und schwindelte im Vertrag von Tordesillas den ahnungslosen Spaniern erhebliche Teile bei der Aufteilung Südamerikas ab. Zum Dank ernannte er da Silva rückwirkend zum Vizekönig und neutralisierte ihn gleichzeitig, indem er ihn in seiner Residenz einschloss. Seine Gefolgsleute schifften Tausende Sklaven aus Afrika ein, die im vizeköniglichen Palais in der Gegend herumstehen sollten, um dem bereits im fortgeschrittenen [[Flaschengeist|Kokosschnapsdelirium]] befindlichen Abenteurer da Silva vorzugaukeln, dass er wirklich in Afrika sei.
 
Nach da Silvas Tod 1533 wurde in der Kolonie umgehend ein Terrorregime errichtet. Ein Kartell aus skrupellosen Kokospflanzern, eifernden Missionaren und blutrünstigen Militärs übernahm die Macht und zwang Indianer, Schwarze und mittellose Weiße zu [[Sklaverei|Sklavenarbeit]], [[Katholizismus]] und Obrigkeitsgläubigkeit. An diesem Zustand änderte sich über die folgenden Jahrhunderte nur wenig. Einzig die Kokosplantagen wurden zunehmend zu Bananen-, Zuckerrohr- und Kaffeplantagen umfunktioniert. Mit der Entdeckung von Bodenschätzen wurden Sklaven auch gerne in Minen eingesetzt, weitere Verwendungsfelder fanden sich in Kolonialkriegen als Kanonenfutter und als Prostituierte in [[Bordell|Großpuffs]].
 
=== Unabhängigkeit und Moderne ===
 
1822 begehrte Brasilien gegen Portugal als Kolonialherren auf. Das Korsett der Monarchie galt den Machthabern als zu eng; das Land wollte sich durch eine Vielzahl neuer Regierungsformen neu ausrichten. Man experimentierte mit Militärdiktaturen, präsidialen und parlamentarischen Demokratien, organisierter Kriminalität und Stammesstrukturen. Impulsgeber war aber weniger die Politik, als vielmehr die Wirtschaft, die durch das Erschließen immer neuer Moderessourcen Millionen und Abermillionen Menschen durch das Land scheuchte. Der Kautschukboom bescherte dem [[Amazonas|amazonischen Urwald]] die Megalopolis Manaus, die sich bis heute durch Prunkbauten, lebensgefährliche [[Slum]]s und Mutationsformen wie [[Klaus Kinski]] ins Weltgedächtnis einschreibt.
===Bevölkerungsentwicklung===
 
Die offizielle Zahl von unter 200 Millionen Brasilianern ist nach Schätzungen von Experten grob untertrieben: In dem unübersichtlichen Land, in dem zwei Drittel der Bevölkerung permanent auf der Suche nach [[Arbeit]] umhermarodiert, halten nie genügend Einwohner still, bis die Bürokratie mit Zählen fertig ist. Auf eine Dunkelziffer von weiteren 300 Millionen Brasilianern kommen Vertreter der [[UNO]] auch deshalb, weil es in den Favelas üblich ist, Zusatzkinder verschlossen bereit zu halten; entweder als Ersatz für erschossene Familienoberhäupter oder als Organlager und damit Lebensversicherung für die Familie. Überflüssige Zusatzkinder werden mit einer Tube Pattex bewaffnet und sich selbst überlassen.
 
=== Siedlungsverteilung ===
[[Bild:Favela_Bonfim.jpg|thumb|Auch an Brasiliens Traumstränden bieten Favelas Bauherrenmodelle für den kleinen Mann.]]
Außerhalb der großen Städte und Strände gibt es für einen Brasilianer keinen Grund zu wohnen, es sei denn, er hat mit Landwirtschaft zu tun. Seit der Abschaffung der Leibeigenschaft füllen sich die Städte daher immer weiter. Downtown Sao Paulo als Herzkammer der Haltung von Menschen in Dosen hat das Äquivalent aller Deutschen auf einem Raum von der Fläche von Gelsenkirchen zusammengezogen. Die Favelas umschließen solche Monolithen in eher lockeren, pittoresk errichteten Formationen, durch die fröhlich-farbige Abwasserkanäle rauschen. In der Hauptstadt Brasilia, die direkt nach [[Bern]] als die ödeste Hauptstadt der Welt gilt, fällt es dagegen schwer, Menschen auszumachen. Meist sitzen sie aus Sicherheitsgründen im [[Auto]], im [[Kino]] oder im [[Autokino]], wo sie den Sonnenuntergang in Rio auf Leinwand beobachten.
 
===Berühmte Brasilianer===
Das Kulturministerium unter Leitung von Gilberto Gil möchte in Zukunft darauf hinwirken, dass auch Nicht-Fußballer zu Berühmtheiten werden. Einige an Magersucht gestorbene Models haben in letzter Zeit zu Überraschungserfolgen geführt.
 
== Kultur ==
 
Als weltweit führende Kulturnation hat Brasilien ein reichhaltiges Angebot vorzuweisen. Monumentalbauten wie der Zuckerhut oder die Iguacu-Fälle, aus Millionen von Granitziegeln in mühevoller Kleinarbeit zusammengemauert und glattpoliert, stehen seit Langem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
 
=== Schöne Künste ===
 
Als bildende Künste gelten in Brasilien Musik, Kampfsport, Fußball und Geschlechtsverkehr. Der [[Karneval]] ist gerade in Rio die beste Gelegenheit, diese Künste konzentriert präsentiert zu bekommen, entweder im Rahmen offizieller Darbietungen oder zwei Seitenstraßen weiter in „Privatprogrammen“.
 
===Sehenswürdigkeiten ===
 
Rio versammelt bereits genügend Sehenswertes, um auf den Rest des Landes wenig neugierig zu sein. Gerade historische Bausubstanz fehlt nicht: Eine stattliche Anzahl [[Gesichtsbaracke]]n tummelt sich entlang der Strandpromenaden von Ipanema und Copacabana. Hinter ihnen reihen sich beeindruckende Großraumdiscos mit verzweifelten Drogenwracks in Hülle und Fülle. Hinter der Kulisse malerisch in den Hang gerammelter Favelas erheben sich der Zuckerhut und der von den Cariocas salopp „Betonarsch“ genannte ''Jesus zum weinenden Elend''.
 
[[Kategorie:Staat]]
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