Fitnessstudio: Unterschied zwischen den Versionen

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225 Bytes hinzugefügt ,  15. Oktober 2007
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[[Bild:Wellnesstempel.jpg|right|thumb|280px|Wellness der Luxusklasse für Körper und Geist.]]
Studios dieser Klasse sind sozusagen die Bentleys unter den Fitnessstudios. Sinn und Zweck einer Mitgliedschaft ist das '''Sehen und gesehen werden''' und wer etwas auf sich hält und die finanziellen Mittel dazu hat, trainiert seinen Manager- oder Jet-Set-Körper in diesen Etablissements. Es herrscht eine strenge Kleiderordnung, proletarische Muskel-Tshirts sind verpönt, da die Zurschaustellung übermäßig geschwollener Muskelberge die reichlich vorhandene ältere Kundschaft desillusionieren bzw. frustrieren könnte. Der Eingangsbereich gleicht der Lobby eines 5-Sterne Hotels und uniformierte Hostessen begrüßen die Kundschaft überschwenglich freundlich und gut gelaunt. Mit dem Aufzug geht es in die verschiedenen, nach Problemzonen gegliederten Etagen des Wellness-Tempels, überall schwirren Diplom-Trainer durch die Gegend und beraten die Trainierenden bei der Ausführung ihrer Trainingseinheiten. Betritt man den Raum mit den State-of-the-Art-Kardiogeräten, schlägt einem der Duft von teurem Channel-Parfum und Boss-Rasierwasser entgegen. Auf den Laufbändern, Steppern, Rudergeräten und Cross-Trainern bewegen sich durchgestylte Menschen mit Gucci-Stirnbändern und Dior-Röckchen und trainieren gerade so viel, dass ihnen der Schweiß nicht zu sehr über die [[botox]]geschwängerte Stirn läuft. Der Freihantelbereich in diesen Studios ist relativ klein gehalten, denn die wenigsten Mitglieder wollen sich übermäßig belasten, sondern ganzheitliches Wellness-Training praktizieren. Der ein oder andere ältere Herr versucht sich zwar gelegentlich an dillettantisch ausgeführten Freihantelübungen, doch die dabei verwendeten Gewichte würde ein waschechter Body-Builder nicht mal sehen, geschweige denn spüren. Der Gerätepark ist ansonsten auf dem neusten Stand der Fitnesstechnik, die Maschinen werden täglich gewartet und lassen keine Muskelgruppe unberücksichtigt. Die angebotenen Kurse tragen dem gehobenen Ambiente angemessene Namen wie ''"Ganzheitliche Körpererfahrung mit Nathalie"'' beeinhalten aber letztendlich die gleichen Übungen, wie die ''"Bauch Beine Po-Kurse mit Uschi"'', die in normalen Fitnessstudios angeboten werden.
[[Bild:Sauna.jpg|left|280px|thumb|In der finnischen Sauna kommen sich die Wellness-Menschen näher und so manch einer trinkt sich hier mit Büchsenbier den nötigen Mut für Annäherungsversuche ans weibliche Geschlecht an.]]
 
Die Wellness-Bereiche dieser Luxusstudios gleichen altrömischen Lustbädern. Es gibt eine Frauensauna, zwei finnische Saunen mit unterschiedlicher Temperatur, eine Biosauna, einen blubbernden Whirlpool, einen Kneipp-Gang und ein Dampfbad mit funkelnden Sternchen an der Decke und selbst unbekleidet sieht man den illustren Gästen ihren gesellschaftlichen Stand noch an. In der Wellness-Bar, die man nur bekleidet betreten darf, gibt es sündhaft teure, frischgepresste Fruchtsäfte und kleine kalorienbewusste Snacks, die an geschmackvollen Bistrotischen bei einem gepflegten Smalltalk über Aktienkurse oder Luxusurlaube verzehrt werden. Um auch den vom Dauershopping gestressten Luxusmüttern das Trainig zu ermöglichen, haben viele dieser Oasen Kinderhorte eingerichtet, in denen die Luxuskinder für die Zeit des Trainings umsorgt werden, so dass sich die Mütter ganz auf ihre narzisstische Betätigung konzentrieren können.
 

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