Fehlschlag

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Das Wort Fehlschlag (engl. nicht ganz bdtngsgl. fail, dt. erstnlchrws. dito Fehlschlag) bezeichnet ein Unterfangen, dessen Ausgang nicht seiner ursprünglichen Intention entspricht.

Fehlschläge (pl. von Fehlschlag) zeichnen sich außerdem dadurch aus, in allen erdenklichen Lebenssituationen und -lagen aufzutreten - insbesondere dann, wenn man sie am wenigsten erwartet oder gebrauchen kann. An Fehlschlägen unmittelbar beteiligte Lebewesen werden wissenschaftlich korrekt als Trottel, vulgo aber auch als Verpeiler, (Voll-)Honks, Idioten, Deppen, Nullchecker, Kackboons, unfähiges Pack oder auch - mit bewusst sehr negativer Konnotation - als Politiker bezeichnet. Ein Fehlschlagender ist in der Regel, und dies völlig zurecht, von Hochnotpeinlichkeit berührt und tiefster Scham getroffen. In besonders extremen Fällen wird jedoch ein Fehlschlag nicht als Fehlschlag wahrgenommen und mit einer ausgeprägten Realitätsverweigerung verarbeitet - und manchmal sogar als das genaue Gegenteil vom Verursacher eingestuft. In solchen Fällen spricht man vom sog. Golf-Syndrom.

An Fehlschlägen unbeteiligte Dritte, so genannte Zuschauer (wissenschaftlich: Betrachter), zeichnen sich hingegen durch ein hohes Maß an Freude (siehe Hauptartikel Schadenfreude) aus. Ein Fehlschlag sorgt also häufig nur bei Unbeteiligten, nicht beim Verursacher selbst, für Erheiterung.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Exemplarische Fälle sind der anschaulichste Weg, um dieses Phänomen besser verstehen zu können. Außerdem lockern viele Bilder einen wissenschaftlichen Artikel derart auf, dass auch lesefaule Leser geneigt sind, den Text bis zum Ende zu verfolgen.

Beispiel 1: Äußeres Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Die Kleidung ist völlig unangemessen. Eigentlich sollte man über ausreichend Selbstkritik verfügen, um solche Entgleisungen zu vermeiden. Spätestens wenn man vor dem heimischen Spiegel steht sollte man bemerken: Blonde, zum Zopf gebundene Haare, ein pinkes Top, schwarze halblange Hosen und Flip-Flops ohne Strümpfe passen einfach nicht zusammen! Hat die Frau keine Familie oder Freundinnen, die sie von sowas abhalten?


Beispiel 2: Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Stellen sie sich folgende Situation vor: Sie stehen morgens auf und haben Augen, rot wie Nebelschlussleuchten. Sie zünden sich trotzdem direkt einen ersten Joint an und fahren, mit diesem im Mund, zur Arbeit, während sie in der einen Hand ihr Konterbier halten und mit der anderen masturbieren. Natürlich wollen sie vermeiden, von der Polizei dabei gesehen zu werden. Der Winter mit all seinem Schnee kommt ihnen hier irgendwie gelegen - doch die Herren von der Exekutive dürften genau deswegen ein Auge auf sie geworfen haben. Haben sie eine Idee, warum?


Beispiel 3: Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Sie sind stolzer Besitzer eines in Boden verankerten Metallbogens in bester Lage, mitten in der Fußgängerzone. Leider sind sie latent paranoid und haben zudem Angst vor Dieben. Sie entscheiden sich, den Metallbogen mit einem Fahrradschloss zu sichern. Damit niemand das Schloss selbst klaut, befestigen sie daran zur Ablenkung ein kunststoffummanteltes Metallkabel. Sie scheinen jedoch leider nicht bedacht zu haben, dass notorische Diebe dieses Kabel lediglich an einer Anhängerkupplung befestigen müssen und mit Vollgas ihren kostbaren Metallbogen klauen und auf dem kürzesten Weg auf die Schwarzmärkte Osteuropas verfrachten können.


Beispiel 4: Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Sie sind US-Präsident, wenn auch kein gewählter, und führen einen Krieg um Rohstoffe im Nahen Osten unter dem Vorwand, Massenvernichtungswaffen zu suchen. Nachdem die technisch und moralisch unterlegene Feindarmee innerhalb weniger Wochen zerschmettert wurde, verkünden sie stolz: Mission accomplished! Sie möchten dadurch suggerieren, der Krieg sei sowohl gewonnen als auch überhaupt kein richtiger gewesen. Vergessen haben sie jedoch in diesem Zusammenhang, dass sie Präsident eines Landes mit letzten Resten einer kritischen, freien Presse sind. Außerdem lässt sich nicht jedes soziale Problem im Inland durch das Entsenden ebendieser sozialen Problemfälle als Soldaten in ein fremdes Land lösen. Dass diese zum eigenständigen Denken unfähigen Individuen in dortigen Gefängnissen Einheimische zum Spaß foltern, das haben sie aus ihrer Sicht nun wirklich nicht zu verantworten. Und der Ölpreis ist durch die sukzessive Destabilisierung der arabischen Welt seitdem seltsamerweise auch nicht gefallen.


Beispiel 5: Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Sie sind deutsche Bundeskanzlerin und somit ranghöchste Vertreterin der deutschen Regierung. Sie werden nicht nur in ihrem eigenen Land, sondern auch auf der ganzen Welt und von ihrem eigenen Mann als völlig asexuell wahrgenommen - und halten sich selbst wahrscheinlich auch dafür. Sie besuchen eine Oper in Norwegen und entscheiden sich, ein dekolletiertes Abendkleid das Dinge ans Tageslicht befördert, die besser für immer verborgen geblieben wären. Groupies fallen reihenweise nicht in Ohnmacht, der Fotograf bekommt für einen solchen Schnappschuss keinen Cent und muss fortan zur Strafe auf der Straße leben. Und sie denken, ihnen wäre ein PR-Coup gelungen? Ohje.


Beispiel 6: Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fehlschlag! Bundespräsident (auf dem Foto in der Mitte. Weiterhin v.l.n.r.: intelligent aussehender Erste-Reihe-Claquer, irgendeine Ministerin in schrecklichem Kostüm, alte Frau mit gefärbten Haaren und zuviel Schminke, Quoten-Schnurrbartträger) sein ist voll toll. Sie stehen an der Spitze eines von Siegermächten oktroyierten semidemokratischen Systems - ohne tatsächliche poltische Einflussnahme. Wenn sie eine Rede halten, lächelt immer jeder fein und stimmt ihnen zu, weil sie sowieso nichts ändern können. Sie sind höchster Repräsentant und werden zu jeder noch so debilen Schnarchveranstaltung eingeladen. Sie müssen ständig Staatschefs aus irgendwelchen uninteressanten Drittweltländern treffen, deren Hauptstadt sie nicht kennen und deren Namen sie nicht aussprechen können. Und trotzdem: Sie leben in einem Schloss und bekommen Geld, ohne wirklich richtige Arbeit zu verrichten. Allerdings möchte keiner sie allzuoft sehen und jeder redet mit ihnen, als seien sie ein Märchenonkel, den man nicht ernst nehmen muss. Es ist irgendwie wie Rentner sein! Ist dies aber erstrebenswert? Vielleicht sollten man einen undotierten Preis erfinden und den Herrn Bundespräsidenten als Top-Gastredner dazu einladen. Er hat bestimmt dazu etwas Unbequemes zu sagen.

Und jetzt?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste der Fehlschläge ist lang. Vielleicht sogar länger als die der Nicht-Fehlschläge (Antonym dem Autor gerade entfallen, die Redaktion). Gerne hätten wir die Liste der Beispiele noch erweitert. Einschlägige Studien amerikanischer Wissenschaftler belegen jedoch, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des ebenso durchschnittlichen Internetusers gerade einmal 326 Sekunden beträgt. Leider schon viel zu kurz, um dieses Schlusswort erreichen zu können. Schade!

Dieser Artikel ist Artikel der Woche 52/2008
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