UnBooks:Reisetagebuch Kiel: Unterschied zwischen den Versionen

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== Experience Day (Dienstag) ==
Heute auf dem Programm steht die Besichtigung des Stadtteils Mettenhof. Man erreicht es mit nur 20 Minuten Schwarzfahren vom Stadtzentrum aus. Es liegt also nicht weit vom pulsierenden Leben der Innenstadt entfernt, jedenfalls nicht so weit wie Russland. Man kann bei allen Dönerbuden mit Euro bezahlen, sollte aber beachten, dass der verlangte Preis ein Schutzgeld beinhaltet. Unsere anfänglichen Verständigungsprobleme diesbezüglich konnte die etwas zugeknöpft wirkende anatolische Schönheit durch einen Wink mit dem Dönermesser aus dem Weg räumen. Wir nahmen dann auch gerne das gefälschte Wechselgeld entgegen, welches aufgrund der sorgfältigen Kinderhandzeichnungen sicherlich einen beachtlichen Sammlerwert besitzt.
 
Mettenhof gilt als Problemviertel der Stadt. Viele Menschen leben dort unter so schlechten Bedingungen, dass sie amerikanische und deutsche Flaggen verbrennen müssen um nicht zu erfrieren. Andere versuchen sich mit Gewaltsportarten warm zu halten.
 
Man kann bei allen Dönerbuden mit Euro bezahlen, sollte aber beachten, dass der verlangte Preis ein Schutzgeld beinhaltet. Unsere anfänglichen Verständigungsprobleme diesbezüglich konnte die etwas zugeknöpft wirkende anatolische Schönheit durch einen Wink mit dem Dönermesser aus dem Weg räumen. Wir nahmen dann auch gerne das gefälschte Wechselgeld entgegen, welches aufgrund der sorgfältigen Kinderhandzeichnungen sicherlich einen beachtlichen Sammlerwert besitzt.
 
Die Bushaltestellen überzeugen durch ein robustes Design und erinnern entfernt an zu einer Seite offene Container. Das metall-artige Material versprüht passend zum sozialen Umfeld eine gewisse Ästethik von Härte, was sicherlich ungemein zur Haltbarkeit der Wartehäuschen beiträgt und auch potentielle Fahrgäste wissen den kugelsicheren Unterstand zu schätzen.
 
Kurz vor unser Weiterfahrt kommt es an einer Straßenkreuzung zu einer interkulturellen Begegnung verschiedener Randgruppen. Die Stimmung und die Fäuste sind recht locker. Die Menschen sind hier entgegen allen Vorurteilen sehr tolerant und für andere Kulturen durchaus offen. „Mir ist das nicht wichtig, ob jemand Deutscher, Türke, Russe, Kurde oder so ist“ sagt eine junge Polin und fährt fort: „Wenn er es mit mir will, muss der Preis stimmen.“ Leider können wir das interessante Gespräch nicht weiter vertiefen, denn uns läuft bereits die Zeit davon.
 
[[Bild:Subway_in_Kiel.jpg|right|thumb|250px|Kein Subway gleicht dem anderen.]]
Anonymer Benutzer

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