Axel Schulz: Unterschied zwischen den Versionen

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350 Bytes hinzugefügt ,  2. April 2008
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===Gegen den Mann "der Tyson schlug"===
Aber Spaßsender [[RTL]] ließ sich so schnell nicht unterkriegen und setzte weitervoll auf den "sanften Riesen" (riesenhafter Wuchs, sanfte Synapsentätigkeit). Sauerland matchte ihn in den USA gegen einen gewissen ''Kimmuel Odum'' , 15 Siege, 9 Niederlagen, fünf seiner Pleiten durch KO, irgendwie schwer vermarktbar, wenn man ganz ehrlich ist. Lassen wir also diesen die menschliche Freiheit nur unnötig einschränkenden Halbsatz mal außen vor, dachte man sich in der RTL-Redaktion und brachte ohne mit der Wimper zu zucken den Vermarktungsspruch "der Mann, der Tyson schlug".
Nun, Odum hatte tatsächlich gegen Tyson irgendwann mal gewonnen, als Amateur hatte er 10 Jahre vorher den 17-jährigen Tyson im Dezember 1983 bei den US Meisterschaften besiegt, aber nur durch Disqualifikation, Odum war aber von diesem Zufallserfolg abgesehen keineswegs ein guter Amateur gewesen, von den Profischlappen ganz zu schweigen. Aber die neun Niederlagen mussten ja nicht unnötig betont werden, mit dem kreuzehrlichen ''Werner Schneyder'' am Mikrophon, dem beliebtesten Österreicher in Deutschland in den letzten 60 Jahren, wurde das Event etwas auf Hochglanz poliert, fertig, eiskalt.
 
Schulz gewann knapp nach Punkten.
 
Jetzt war er voll angekommen in der Welt des Glitzerfernsehens und wurde gegen den "Ex-Weltmeister" James Smith gematcht (Smith war nie die Nummer 1 in unabhängigen Fachzeitschriften gewesen, hatte aber 7,5 Jahre vorher für 3 Monate den WBA Titel gehalten, bevor ihn WBC-Titelträger Mike Tyson in einem vollkommen einseitigen Kampf geschlagen hatte ) mit dem furchterregenden Kampfnamen "Bonecrusher".
Jetzt war er fürs Glitzerfernsehen rehabilitiert und wurde gegen den "Ex-Weltmeister"
James Smith gematcht (Smith war nie die Nummer 1 in unabhängigen Fachzeitschriften gewesen, hatte aber 7,5 Jahre vorher für 3 Monate den WBA Titel gehalten, bevor ihn WBC-Titelträger Mike Tyson in einem vollkommen einseitigen Kampf geschlagen hatte ) mit dem furchterregenden Kampfnamen "Bonecrusher".
 
DessenSmith trug den furchterregenden Kampfnamen "Bonecrusher" und sein letzter Kampf war tatsächlich überaus furchteinflößend gewesen, da bekam es manch einer schon mit der Angst zu tun, wie der von Lionel Butler umgenietet worden war, Mann, Mann. Aber in Europa wussten das viele nicht, so dass er als leidlich bekanntes Opfer noch vermarktbar war. Daher hatte er auch in England an keinen geringeren als Europameister Akinwande verfüttert werden sollen. Das Dumme an der Sache war, dass die Engländer mit ihm einen Brainscan durchführten und die Aufnahmen mit denen verglichen, die bei einem früheren Kampf gemacht worden waren, derSmiths Hirnzustand hatte sich klar verschlechtert, und ihm wurde keine Lizenz erteilt.
 
Also gegen Schulz in Deutschland, wo die Presse nicht über die Gesundheitsgefährdung berichtete. Smith war ein reiner Puncher und 41 Jahre alt, hatte 13 Niederlagen auf dem Buckel, in der IWBR Rangliste war er nutrnur noch knapp Top 50 und Schulz gewann hauchdünn, der größte Sieg, der ihm auch tatsächlich zugesprochen wurde, er gewann nie gegen einen etablierten Fighter unter 40.
 
===Die Welttitelchance===
Jetzt interessierte sich das Management des ebenfalls hoch dubiosen 45jährigen Zufallsweltmeisters George Foreman für ihn. Sein Promoter Bob Arum und Sauerlands amerikanischer Partner Cedric Kushner bestachen die IBF, um für den Stümper Schulz ein Rating in deren Rangliste zu erwirken (nein, die IBF war nicht wirklich der Ansicht dass Schulz zu den besten 10 der Welt gehört). Sie wurden später hauptsächlich deswegen zu einer sechsstelligen Geldstrafe verurteilt, IBF -Gründer Bob Lee wanderte hauptsächlich deswegen für zwei Jahre in den Bau,. dieDie deutschen Medien schwiegen die Sache tot, wie gehabt.
 
Als der Kampf Foreman gegen Schulz verkündet wurde, debattierten die deutschen Journalisten konsequent pseudo"kritisch" die angeblich kleinen Chancen von Schulz, wollten aber nicht ergründen, wie er überhaupt an ein IBF Rating gelangt sein könntewar und der alte Sack Foreman zuman den Titel.
 
Schulz war dann im Ring gegen den 45jährigen Foreman der etwas weniger schlechtere, die Punktrichter hatten Foreman knapp vorn, zwar ein Fehlurteil, aber kein Skandal wie das Rating von Schulz. Oder vorher das von Foreman, der vor seinem glücklichen Titelgewinn haushoch gegen Holyfield und Tommy Morrison verloren und dann 15 Monate pausiert hatte.
 
===Der "sympathische" Schulz, ein Opfer...das eine weitere Chance verdient !===
Schulz wurde von der Bertelsmann-Maschinerie jetzt zum "Opfer" übler Machenschaften und sympathischen Schmeling-Nachfolger stilisiert, der eine weitere Chance nun wirklich verdient habe. Foreman wurde der Titel aberkannt, um den vakanten WM-Gürtel durfte Schulz jetzt gegen den obskuren Francois Botha ran, der das Wesen des Sports begriffen hatte wie kein zweiter. Er hatte im Ring genau so viel geleistet wie Schulz, also nichts, aber dann beim mehrfach vorbestraften [[Don King]] unterschrieben und fand sich flugs auf Psition 1 der IBF-Rangliste wieder.
 
Foreman wurde der Titel aberkannt, um den vakanten WM-Gürtel durfte Schulz jetzt gegen den obskuren Francois Botha ran, der das Wesen des Sports begriffen hatte wie kein zweiter. Er hatte im Ring genau so viel geleistet wie Schulz, also nichts, aber dann beim mehrfach vorbestraften [[Don King]] unterschrieben und fand sich flugs auf Position 1 der IBF-Rangliste wieder (wie, das dürfte klar sein).
Und es kam dann mal wieder wie es kommen musste.
 
Botha wurde nach 12 Runden grottigen Gewurstels zum Sieger erklärt. Auch als seine Dopingprobe positiv zurück kam, zuckte die IBF nur mit den Achseln, sie führte ihn trotz positiven Befunds dennoch als "Weltmeister", erst als Schulz-Promoter Sauerland sie aber verklagte, wurde Botha der Titel dann doch aberkannt.
Und es kam dann mal wiederabermals wie es kommen musste.
(Sauerland nahm diese Spirenzchen aber nicht weiter persönlich und ließ seine Boxer weiterhin vorwiegend um IBF-Titel boxen, wo sie dann ihrerseits dubiose Punktentscheidungen gewannen. Im Schwergewicht versuchte er nie wieder gegen Don King zu bescheißen, Nikolai Valouev wird co-promotet)
Botha wurde nach 12 Runden grottigen Gewurstels zum Sieger erklärt. Auch als seine Dopingprobe positiv zurück kam, zuckte die IBF nur mit den Achseln, sie führte ihn trotz positiven Befunds dennoch als "Weltmeister", erst als Schulz-Promoter Sauerland sie abervor einem ordentlichen amerikanischen Gericht verklagte, wurde Botha der Titel dann doch aberkannt.
(Sauerland nahm diese Spirenzchen aber nicht weiter persönlich und ließ seine Boxer wie "Saubermann" [[Henry Maske]] weiterhin vorwiegend um IBF-Titel boxen, wo sie dann ihrerseits dubiose Punktentscheidungen gewannen. Im Schwergewicht versuchte er nie wieder, seine Boxer gegen Don King-Leute kämpfen zu bescheißenlassen, [[Nikolai Sergejewitsch Walujew|Nikolai Valouev]] wird von beiden co-promotet und gewinnt seine knappen Entscheidungen)
 
Schulz durfte RTL nach solch üblen Machenschaften gegen ihn nicht in die Röhre kucken lassen und er erhielt daher 1996 die "Chance", zur Abwechslung mal um den IBF Titel zu boxen, diesmal gegen Glaskinn Michael Moorer, der es vorher geschafft hatte, gegen einen 45-jährigen Foreman zu verlieren. Moorer gewann, sensationellerweise sogar verdient und noch sensationellerweise erhielt Axel Schulz ''keine'' weitere unverdiente WM Chance mehr.
 
===Tolles Comeback===
Jahre später dämmerte dem „Donald Duck des Boxens»" (Süddeutsche Zeitung) aber unterm Fackelmannkäppi, dass er den zurückgebliebenen deutschen Fans noch den ein oder anderen Euro abluchsen könnte und machte ein Comeback gegen die Oberpflaume Brian Minto (mit ach und Krach Top 100), die von Schulz-Berater Nartz den gutgläubigen Journalisten als erweiterte Weltklasse verkauft wurde (steht bei der Wikipedia heute noch so drin). Minto hatte in seinem einzigen Kampf gegen einen bekannten Gegner gegen den 46-jährigen schwer drogensüchtigen Tony Tubbs nach Punkten den kürzeren gezogen.
 
Schulz erzählte derweilen frohgemut dem ''Stern'', „es gibt im Moment nicht die Typen, die es mal gab. Wie Tyson oder Lewis.“ und erläuterte dann ein neues intellektuelles Konzept, ein Aufsmaulbekomm-Guthaben: „Die Schläge, die ich in den letzten sechs Jahren nicht habe einstecken müssen, könnte ich gut in einem Comeback-Fight wegstecken."
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