1.155
Bearbeitungen
Howdy (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Howdy (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
|
===Gegen den Mann "der Tyson schlug"===
Aber Spaßsender [[RTL]] ließ sich so schnell nicht unterkriegen und setzte
Nun, Odum hatte tatsächlich gegen Tyson irgendwann mal gewonnen, als Amateur hatte er 10 Jahre vorher den 17-jährigen Tyson im Dezember 1983 bei den US Meisterschaften besiegt, aber nur durch Disqualifikation, Odum war aber von diesem Zufallserfolg abgesehen keineswegs ein guter Amateur gewesen, von den Profischlappen ganz zu schweigen. Aber die neun Niederlagen mussten ja nicht unnötig betont werden, mit dem kreuzehrlichen ''Werner Schneyder'' am Mikrophon, dem beliebtesten Österreicher in Deutschland in den letzten 60 Jahren, wurde das Event etwas auf Hochglanz poliert, fertig
Schulz gewann knapp nach Punkten.
Jetzt war er voll angekommen in der Welt des Glitzerfernsehens und wurde gegen den "Ex-Weltmeister" James Smith gematcht (Smith war nie die Nummer 1 in unabhängigen Fachzeitschriften gewesen, hatte aber 7,5 Jahre vorher für 3 Monate den WBA Titel gehalten, bevor ihn WBC-Titelträger Mike Tyson in einem vollkommen einseitigen Kampf geschlagen hatte )
▲James Smith gematcht (Smith war nie die Nummer 1 in unabhängigen Fachzeitschriften gewesen, hatte aber 7,5 Jahre vorher für 3 Monate den WBA Titel gehalten, bevor ihn WBC-Titelträger Mike Tyson in einem vollkommen einseitigen Kampf geschlagen hatte ) mit dem furchterregenden Kampfnamen "Bonecrusher".
Also gegen Schulz in Deutschland, wo die Presse nicht über die Gesundheitsgefährdung berichtete. Smith war ein reiner Puncher und 41 Jahre alt, hatte 13 Niederlagen auf dem Buckel, in der IWBR Rangliste war er
===Die Welttitelchance===
Jetzt interessierte sich das Management des ebenfalls hoch dubiosen 45jährigen Zufallsweltmeisters George Foreman für ihn. Sein Promoter Bob Arum und Sauerlands amerikanischer Partner Cedric Kushner bestachen die IBF, um für
Als der Kampf Foreman gegen Schulz verkündet wurde, debattierten die deutschen Journalisten konsequent pseudo"kritisch" die angeblich kleinen Chancen von Schulz, wollten aber nicht ergründen, wie er überhaupt an ein IBF Rating gelangt sein
Schulz war dann im Ring gegen
===Der "sympathische" Schulz, ein Opfer...das eine weitere Chance verdient !===
Schulz wurde von der Bertelsmann-Maschinerie jetzt zum "Opfer" übler Machenschaften und sympathischen Schmeling-Nachfolger stilisiert, der eine weitere Chance nun wirklich verdient habe
Foreman wurde der Titel aberkannt, um den vakanten WM-Gürtel durfte Schulz jetzt gegen den obskuren Francois Botha ran, der das Wesen des Sports begriffen hatte wie kein zweiter. Er hatte im Ring genau so viel geleistet wie Schulz, also nichts, aber dann beim mehrfach vorbestraften [[Don King]] unterschrieben und fand sich flugs auf Position 1 der IBF-Rangliste wieder (wie, das dürfte klar sein).
Und es kam dann mal wieder wie es kommen musste.▼
Botha wurde nach 12 Runden grottigen Gewurstels zum Sieger erklärt. Auch als seine Dopingprobe positiv zurück kam, zuckte die IBF nur mit den Achseln, sie führte ihn trotz positiven Befunds dennoch als "Weltmeister", erst als Schulz-Promoter Sauerland sie aber verklagte, wurde Botha der Titel dann doch aberkannt. ▼
(Sauerland nahm diese Spirenzchen aber nicht weiter persönlich und ließ seine Boxer weiterhin vorwiegend um IBF-Titel boxen, wo sie dann ihrerseits dubiose Punktentscheidungen gewannen. Im Schwergewicht versuchte er nie wieder gegen Don King zu bescheißen, Nikolai Valouev wird co-promotet)▼
▲Botha wurde nach 12 Runden grottigen Gewurstels zum Sieger erklärt. Auch als seine Dopingprobe positiv zurück kam, zuckte die IBF nur mit den Achseln, sie führte ihn trotz positiven Befunds dennoch als "Weltmeister", erst als Schulz-Promoter Sauerland sie
▲(Sauerland nahm diese Spirenzchen aber nicht weiter persönlich und ließ seine Boxer wie "Saubermann" [[Henry Maske]] weiterhin vorwiegend um IBF-Titel boxen, wo sie dann ihrerseits dubiose Punktentscheidungen gewannen. Im Schwergewicht versuchte er nie wieder, seine Boxer gegen Don King-Leute kämpfen zu
Schulz durfte RTL nach solch üblen Machenschaften gegen ihn nicht in die Röhre kucken lassen und er erhielt daher 1996 die "Chance", zur Abwechslung mal um den IBF Titel zu boxen, diesmal gegen Glaskinn Michael Moorer, der es vorher geschafft hatte, gegen einen 45-jährigen Foreman zu verlieren. Moorer gewann, sensationellerweise sogar verdient und noch sensationellerweise erhielt Axel Schulz ''keine'' weitere unverdiente WM Chance mehr.
===Tolles Comeback===
Jahre später dämmerte dem „Donald Duck des Boxens
Schulz erzählte derweilen frohgemut dem ''Stern'', „es gibt im Moment nicht die Typen, die es mal gab. Wie Tyson oder Lewis.“ und erläuterte dann ein neues intellektuelles Konzept, ein Aufsmaulbekomm-Guthaben: „Die Schläge, die ich in den letzten sechs Jahren nicht habe einstecken müssen, könnte ich gut in einem Comeback-Fight wegstecken."
| |||
Bearbeitungen