Benutzer:Bambi/Labor: Unterschied zwischen den Versionen

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Artikel Ideen zur vervollständigung
[[Datei:C81fb62f-9ba0-47ed-b21b-6ad1e1c91c5e.png|thumb|]]
==Amerikanische Tradition==
{{Zitat|Während meiner Zeit als Kongressabgeordneter habe ich Treffen mit Lobbyisten bevorzugt, die zu meiner Kampagne beigetragen haben.|Mick Mulvaney (ehemaliger Direktor der US‑Finanzaufsicht CFPB, Ex‑Kongressabgeordneter)|}}
{{Zitat|Trump ist ein Präsident, der sich an keine Gesetze und keine Verfassung binden will und einen einheitlichen Angriff auf die amerikanische Tradition verübt.|Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien|}}
{{Zitat|Viele Menschen gehen hetero ins Gefängnis, und wenn sie rauskommen, sind sie schwul.|Ben Carson, Politiker, pensionierter Neurochirurg, Autor|}}
 
Die '''Amerikanische''' '''Tradition''' ist ein neues und dynamisch weiterentwickeltes [[Kultur|Kulturkonzept]]. Sie vereint altbewährte Werte wie Waffengewalt, soziale Ungleichheit, Rassismus mit neuen Werten wie frittiertes [[Fett]], Abschiebungen und Schulmassakern und ist damit einzigartig unter den postimperialen Demokratiesimulationen dieser [[Erde]]. Bisher wurde Sie öffentlich noch nicht als Tradition anerkannt, doch stellt sie jetzt schon ein Meilenstein in der [[Entwicklungshilfe|Entwicklung]] der Menschheit da.
 
Die Tradition ist weniger ein festgeschriebenes Wertesystem als ein spontan auftretender Rechtfertigungsreflex, der durch Worte wie „[[Freiheit]]“, „[[Verfassungskreislauf|Verfassung]]“, „[[Gott]]“ und „[[Bacon]]“ ausgelöst wird.
 
==Waffenkultur==
{{Zitat|Ich wünschte, sie hätte ein M4-Gewehr in ihrem Büro gehabt, eingeschlossen, sodass sie, wenn sie Schüsse hört, es herausnimmt … ihn ausschaltet und ihm den Kopf wegbläst, bevor er diese wertvollen Kinder töten kann.|Louie Gohmert, amerikanischer Richter und Politiker|}}Die [[Waffe|Waffenkultur]] ist das Herzstück der Amerikanischen [[Tradition]] – ein heiliger Bund zwischen Bürger und Büchse, der so unverrückbar ist wie das Recht, alles auf [[Twitter]] zu posten, was einem gerade in den Sinn kommt. Waffen sind hier nicht nur [[Werkzeuge]], sondern Statussymbole, Ersatzfamilienmitglieder und Liebesgeschenke in einem.
 
[[Amoklauf|Schulmassaker]] sind dabei kein trauriges Versagen, sondern vielmehr ein fest verankerter Bestandteil der nationalen Erzählung – fast schon ein jährliches Ritual, das von Medien, Politikern und Waffenlobbyisten gleichermaßen mit dem nötigen Abstand zelebriert wird. Jede Tragödie erzeugt einen Welleneffekt aus Forderungen nach noch mehr Waffen – schließlich macht Sicherheit nur mit mehr Knarren wirklich Spaß.
 
Das [[Recht]] auf Waffenbesitz wird fast religiös verteidigt, als wäre es die letzte Bastion der Freiheit gegen den [[Allmächtig|allmächtigen]] Staat. Selbstverständlich versteht jeder Amerikaner, dass eine halbautomatische Waffe in der Hand eines verantwortungslosen Bürgers besser ist als ein funktionierendes Gesundheitssystem oder präventive Sozialpolitik für die Allgemeinheit.
 
====Waffenhersteller====
Die Waffenhersteller gelten als nationale Helden und Steuerzahler, die die [[Wirtschaft]] stützen. Deren Marketingabteilungen verstehen es meisterhaft, [[Angst]] in Gold zu verwandeln: „Schützen Sie Ihre Familie vor imaginären [[Gefahr|Gefahren]], mit einer Waffe, die garantiert echte Unfälle produziert!“
 
====Waffengesetze====
Die Waffengesetze sind ein Flickenteppich aus Regulierungen, Ausnahmen und Schlupflöchern, die so komplex sind, dass selbst FBI-Agenten bei der Auslegung ins [[Schwitzen]] kommen. Hintergrundchecks? Optional. Altersgrenzen? Flexibel. Magazinbegrenzungen? Werden gekonnt ignoriert. In manchen [[Bundesstaaten]] kann man sich eine Waffe leichter kaufen als eine Flasche [[Bier]].
 
====Waffenkultur und Patriotismus====
DIe Waffenkultur und der Patriotismus sind untrennbar miteinander verwoben, je größer das Kaliber, desto größer die Liebe zur [[Nation]]. Waffen werden bei Paraden getragen, in [[Schule|Schulen]] heimlich transportiert und in [[Porno|Pornos]] glorifiziert. „The right to bear arms“ ist dabei nicht nur eine Phrase, sondern ein [[Mantra]], das den amerikanischen Mythos vom unbesiegbaren Helden am Leben erhält – auch wenn dieser Held häufig gegen imaginäre [[Feind|Feinde]] kämpft und dabei gelegentlich eigene Bürger trifft.
 
==Polizeigewalt & Aufstände==
{{Zitat|Waffen töten keine Menschen, Menschen töten Menschen.|National Rifle Association (NRA)|}}Aufstände und Proteste werden nicht als Ausdruck gesellschaftlicher Not oder politischer Beteiligung verstanden, sondern als Störung der öffentlichen Ordnung, die bevorzugt mit Gummigeschossen, Tränengas und Massenverhaftungen beantwortet wird. Wer demonstriert, wird schnell vom „besorgten Bürger“ zur „inneren Bedrohung“ umgedeutet – besonders dann, wenn das Anliegen mit Worten wie „Gleichberechtigung“, „Gerechtigkeit“ oder „Menschenwürde“ einhergeht.
 
Autorität, Macht und das gute Recht, zuerst zu Schießen und danach die Fragen zu stellen ist Tradition der Amerikanischen Polizei und ein wichtiger Standpunkt für die Gefahrenabwehr - besonders dann, wenn die Verdächtigen schwarz sind. Die Polizei wird nicht bloß als Ordnungshüter eingesetzt, sie ist ein paramilitärischer Ersteindrucksbeamter die selbst in manchen Kriegsgebieten als über bewaffnet gelten würde. Das Ziel ist nicht selten: Deeskalation durch Eskalation.
 
Darauf folgt das Kreative Feedback der Bevölkerung, durch Plünderungen und brennende Mülleimer oder Autos, denn ohne Schlagzeile bekommt man keine Aufmerksamkeit. Das Fenster eines Supermarkts ist leichter zu durchbrechen als die Mauern eines Systems, das sich gegen jede Form der Veränderung immunisiert hat.
 
Inmitten all dessen steht Amerika selbst, stolz, groß, und niemand kann sich nicht erklären, warum seine Bürger so wütend sind – wo doch alles so wunderbar funktioniert. Schließlich gibt es ja Gesetze, an die sich alle halten müssen. Außer, man trägt Uniform. Oder hat Geld. Oder beides.
 
==Soziale Ungleichheit==
{{Zitat|Ohne Wahlbetrug würde es Obamacare nicht geben.|Greg Abbott, Gouverneur von Texas|}}
[[Datei:Obdachloser-ai-generiert.png|thumb|Der Traum eines jeden Republikaners]]
 
Soziale Ungleichheit ist nicht nur ein Nebeneffekt sondern durch ihre wirkungsvolle Einschlagskraft sogleich zu einem der wichtigsten Kernpunkte der Amerikanischen Tradition aufgestiegen. Es ist wichtig das jeder Mensch die gleichen Chancen hat, ungleich behandelt zu werden. Der „American Dream“ ist dabei weniger ein erreichbares Ziel als ein Marketingkonzept mit schlechter Rückgabepolitik.
 
Während die einen in Gated Communities mit Pool, Golfplatz und privatem Sicherheitsdienst leben, dürfen die anderen wählen, ob sie heute Miete zahlen oder essen wollen. Gesundheitsversorgung ist ein Luxusgut, das man sich entweder leisten kann oder eben nicht – wie Champagner, Privatjets oder funktionierende Zähne. In vielen Fällen ist der Notruf 911 nicht für medizinische Hilfe gedacht, sondern um zu fragen, ob man die Rechnung auf Raten abbezahlen kann.
 
Armut wird traditionell nicht als strukturelles Problem verstanden, sondern als persönliches Versagen. Wer es nicht „geschafft“ hat, hat einfach nicht hart genug gearbeitet – oder zu wenig gebetet. Gleichzeitig wird Reichtum als moralische Überlegenheit interpretiert, was erklärt, warum Milliardäre als Heilige verehrt werden, selbst wenn ihre [[Bund der Steuerhinterzieher|Steuererklärung]] auf einen Bierdeckel passt und ihr Karma auf einem Cayman-Konto liegt.
 
== Ernährung==
{{Zitat|Die Leute mögen ihren Zucker. Wir werden ein Produkt, das den Menschen gefällt, nicht verteufeln.|Michael Kantor|}}
 
Die amerikanische Ernährungstradition basiert auf drei Grundpfeilern: Fett, Zucker und [[Patriotismus]]. Essen ist hier nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ein Ausdruck nationaler Identität – vorzugsweise in XXL. Die Portionen sind so groß, dass sie eigene [[Postleitzahl|Postleitzahlen]] brauchen, und die Zutatenliste liest sich wie ein [[Chemie|Chemiebaukasten]] für Fortgeschrittene.
 
[[Fast Food]] ist nicht nur beliebt, sondern ein Grundnahrungsmittel. Es gibt kaum einen Ort in den [[USA]], an dem man weiter als 500 Meter von einem Drive-Thru entfernt ist – selbst in [[Nationalparks]]. Frühstück besteht oft aus frittiertem Teig mit Sirup, Mittagessen aus frittiertem Huhn mit [[Käse]], und das Abendessen ist meist eine Kombination aus beidem – mit Bacon.
 
Die Lebensmittelpyramide wurde längst durch den Food Bucket ersetzt: ein Eimer voller Kalorien, der alles enthält, was der Körper nicht braucht, aber das [[Herzschrittmacher|Herz]] begehrt. Gemüse gilt als Beilage, [[Salatschleudern|Salat]] als Dekoration und [[Wasser]] als Getränk für Schwächlinge.
 
Ernährungsbildung in Schulen beschränkt sich meist auf das Erkennen von Markenlogos und das korrekte Aussprechen von „McDouble“. Wer sich gesund ernährt, gilt schnell als verdächtig – oder schlimmer: als Europäer.
 
==Bildung™==
{{Zitat|Ich sag Ihnen: Es gibt drei Ministerien, die ich abschaffen werde, wenn ich im Amt bin: Handel, Bildung und – was war das dritte nochmal? Mal sehen … Also, Handel, Bildung und das … Ich kann’s nicht. Das dritte … Entschuldigung. Hoppla.
 
|Rick Perry, Politiker|}}
 
In den Vereinigten Staaten ist [[Bildung]] kein Grundrecht – sie ist ein Geschäftsmodell. Und wie bei jedem guten Geschäftsmodell gilt: Wer nicht zahlt, bleibt dumm. Es gibt keine bessere Investition, als die in ein besseres Leben – außer vielleicht in Aktien von Waffenherstellern, [[Öl|Ölkonzerten]], verrückten reichen Menschen oder Fast-Food-Ketten. Je nachdem, wie eine Familie finanziell aufgestellt ist, stehen unterschiedliche Bildungswege offen. Dabei gilt: Bildung ist ein Privileg. Erst wenn man seine Seele an Sallie Mae verkauft, darf man sich Wissen in Raten aneignen – mit einem Zinssatz, der selbst Mafia-Buchhaltern Tränen in die Augen treibt.
 
===Privatschulen===
Wer genug zahlt, bekommt bessere Lehrer. Wer mehr zahlt, bekommt bessere Noten. Und wer richtig tief in die Tasche greift, erhält direkt einen Abschluss – ganz ohne jemals ein Klassenzimmer betreten zu haben. Bildung ist schließlich ein Produkt, und der Kunde hat immer recht. In besonders exklusiven Einrichtungen wird sogar das Denken ausgelagert – an externe [[B-Rater|Berater]] mit Ivy-League-Diplom und patriotischer Gesinnung.
 
===Hochschulen===
Amerikanische Universitäten gleichen einem Drive-In-Schalter: Man bestellt einen Abschluss, zahlt mit Schulden und hofft, dass man am [[Ende]] nicht nur einen eckigen [[Hut]] bekommt, sondern auch einen Job, der mehr als den [[Mindestlohn]] zahlt. Die Wahrscheinlichkeit liegt irgendwo zwischen Powerball-Gewinn und funktionierendem [[Gesundheitswesen|Gesundheitssystem]].
 
===Öffentliche Schulen===
Sind die klassische Bildungsstätte für den Durchschnittsamerikaner – ausgestattet mit jahrzehntealten Lehrbüchern, kaputten Heizungen und einem Budget, das irgendwo zwischen „symbolisch“ und „nicht vorhanden“ liegt. Lehrer arbeiten hier aus Überzeugung – oder weil sie ihren eigenen Studentenkredit noch abbezahlen müssen.
 
===Homeschooling===
Für Eltern, die der Meinung sind, dass sie es besser wissen als der Staat – oder zumindest besser als [[Wikipedia]]. Homeschooling ist besonders beliebt in Regionen, in denen [[Dinosaurier]] als „große [[Hund|Hunde]] Gottes“ gelten und Mathe als [[Kommunismus|kommunistische]] Verschwörung. Sehr praktisch ist jedoch das kaum kosten anfallen und die Chance das ein Kind stirbt deutlich geringer ausfällt.
 
===Militär===
Ein bewährter Bildungsweg für alle, die sich Wissen mit Disziplin, [[Uniform]] und gelegentlichem Auslandseinsatz verdienen wollen. Inklusive kostenlosem Studium – nach dem Dienst, versteht sich. Oder während, wenn man [[Multitasking]] beherrscht.
 
Je nach Bundesstaat variiert das Unterrichtsmaterial erheblich so ist es halt mit Traditionen. So ist die [[Evolution]] in manchen Regionen eine anerkannte wissenschaftliche Theorie – in anderen ein Gerücht, das von [[Echsenmenschen]] in Umlauf gebracht wurde. Auch der Klimawandel wird je nach politischer Wetterlage entweder als „dringende Herausforderung“ oder als „Laune der Natur“ behandelt.
 
In der Vermittlung von Wissen ist vor allem eines wichtig: die [[USA]] sind toll, und schön, und groß, und riesig, und überlegen, und gut, und beautiful, und groß, und mächtig, und das einzige Land auf der erde das von Aliens überfallen wird, und nochmal [[Potzblitzhagen|groß]]. Kritisches Denken gilt dabei als überbewertet – es könnte schließlich zu unangenehmen Fragen führen.
 
Und selbst wenn man es bis zum Abschluss schafft: Der [[Tod]] ist kein Ausweg. Manche Studentenkredite überleben ihre [[Schuld|Schuldner]] – ganz im Sinne amerikanischer [[Nachhaltig|Nachhaltigkeit]].
 
Die amerikanische Bildungstradition ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man mit viel [[Idealismus]], wenig Geld und einer Prise Nationalstolz ein System erschafft, das gleichzeitig unterhält, verwirrt und verschuldet. Sie ist nicht darauf ausgelegt, kritisches [[Denken]] zu fördern – sondern patriotisches Fühlen.
 
==Konzerne & Umwelt==
{{Zitat|In Kriegszeiten, in Konflikten, kann man diese Windräder sprengen, die fallen ganz schnell um … man kann eine Menge mit diesen Solarzellen machen, aber wissen Sie, was man nicht kaputtkriegt? Kohle. Mit Kohle kann man machen, was man will.|[[Donald Trump]], Präsident von Amerika|}}
 
Konzerne sind das Rückgrat der amerikanischen Tradition – kräftig, unbeugsam und steuerlich nahezu [[Unsichtbares rosafarbenes Einhorn|unsichtbar]]. Sie sind wie Götter: allgegenwärtig, unantastbar und ständig auf der Suche nach neuen Wegen, sich selbst zu verherrlichen. Vom Kinderbuchverlag bis zum Rüstungsgiganten folgt jedes Unternehmen dem Heiligen Dreiklang amerikanischen Unternehmertums: Profit, Einfluss, [[Steuerflucht]].
 
[[Lobbyismus]] ist dabei keine Randerscheinung, sondern ein verfassungsähnliches Grundprinzip. Es gilt: Wer zahlt, gestaltet mit – und wer genug zahlt, schreibt gleich den Gesetzestext selbst. [[Politiker]] sind hier keine Volksvertreter, sondern Saisonkräfte mit Sponsorvertrag. Die [[Grenze]] zwischen Konzernzentrale und Kongressbüro ist fließender als Öl in den vereinigten [[Arabisch|Arabischen]] Emiraten.
 
Besonders bewährt hat sich die Tradition der Selbstregulierung. Das bedeutet: Konzerne kontrollieren sich selbst – wie Schüler, die ihre eigenen Mathearbeiten benoten dürfen. Das Ergebnis sind Preisabsprachen, Steuerparadiese und CEOs, die gleichzeitig wegen Umweltverbrechen angeklagt und für Umweltpreise nominiert werden. Die amerikanische Kohleindustrie ist dabei nicht nur ein [[Energie|Energiesektor]] – sie ist ein emotionales Nationalerbe, ein nostalgisches Fossil für Menschen, die weder an Evolution glauben, noch an [[Emission|Emissionswerte]].
 
Erst mittendrin, zwischen Steuertricks und Aktienrückkäufen, begegnet einem beiläufig die [[Umwelt]] – meist in Form einer Klage. Umweltschutz gilt als Wachstumsbremse und wird entsprechend behandelt: mit Verachtung, PR-Kampagnen und symbolischen Pflanzaktionen vor laufender [[Kamera]]. Solarpanels gelten als Bedrohung für die nationale Identität, Windräder als massakrierer für [[Vögeln|Vögel]]. Und wenn dann doch mal etwas „grün“ gemacht wird, dann meistens der [[Dollar]].
 
Die Erde ist ein Geschäft – und solange der Profit stimmt, kann man sie ruhig weiter [[Brand|verbrennen]]. Immerhin wächst das Bruttoinlandsprodukt schneller als der Meeresspiegel.
 
==Rassismus==
{{Zitat|Wenn Mexiko seine Leute schickt, dann schicken sie nicht die Besten. … Sie bringen Drogen. Sie bringen Kriminalität. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Menschen.|Donald J. Trump, Antrittsrede zur Kandidatur, 2015|}}
 
[[Rassismus]] ist ein strukturell fest einbetoniertes [[Qualitätsmanagement|Qualitätsmerkmal]] nationaler Identität. In den USA ist Hautfarbe eine praktische Klassifizierung – ähnlich wie bei [[Hausmüll]]: je dunkler, desto schneller weg. Dabei geht es längst nicht mehr nur um persönliche [[Vorurteile]], sondern um ein effizientes System, das [[Diskriminierung]] mit Verwaltungsakten, Polizeiberichten und [[Immobilien|Immobilienpreisen]] umsetzt.
 
Der Amerikanische Rassismus ist dabei so raffiniert, dass er gleichzeitig [[Existenzialismus|existiert]] und geleugnet wird – ein quantenmechanisches Vorurteil, das in jedem Gerichtssaal entweder unsichtbar oder systemrelevant ist. Während People of Color mit Polizeikugeln erzogen werden, dürfen Weiße mit Maschinengewehren ins Kapitol spazieren – aus Liebe zur [[Demokratie]]. Außerdem folgt die Justiz dem Prinzip „Blindheit ist keine Ausrede“ – außer man ist [[Polizei|Polizist]]. Dann ist alles okay, solange man sich „bedroht gefühlt“ hat, selbst wenn die Bedrohung aus einem Spielzeug, einem Handy oder einem unsichtbaren Verdacht bestand.
 
Gleichzeitig wird das Prinzip des „erfolgreichen Einzelfalls“ gepflegt: Ein [[Schwarzer Mann|schwarzer Präsident]]? Rassismus vorbei. Ein asiatischer CEO? Problem gelöst. Ein indigener Schauspieler im Super-Bowl-Werbespot? Versöhnung durch [[Konsum]]. Das amerikanische Rassismus-Management funktioniert wie ein PR-Büro: Man zeigt Diversität – aber ohne [[Macht]], Einfluss oder Budget.
 
Die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten funktioniert nach dem Prinzip des „Color Sorting“: Wer bleich ist, wird eingebürgert. Wer Braun ist, wird zurück geschoben. Wer [[schwarz]] ist, wird erschossen. Wer indigene Wurzeln hat, lebt im [[Casino]]. Und wer asiatisch aussieht, darf Mathe unterrichten, aber bitte ohne [[Schweiz|Akzent]].
 
==Frauenrechte==
{{Zitat|Wenn es eine legitime Vergewaltigung ist, hat der weibliche Körper Wege, um das Ganze zu verhindern.|Todd Akin, republikanischer Kongressabgeordneter, 2012|}}
 
[[Frauenrechte]] sind dabei weniger ein [[Menschenrechte|Menschenrecht]] als ein Debattierclub für alte weiße [[Männer]] mit [[Bibel]] in der einen und Kontrollzwang in der anderen Hand.
 
Das Recht auf [[Abtreibung]] wurde vielerorts abgeschafft – nicht etwa, weil es unethisch wäre, sondern weil es [[Frauen]] die gefährliche Illusion von Selbstbestimmung vermittelt. Stattdessen setzt man auf Gebet, Enthaltsamkeit und die magische Kraft von Vergewaltigungsdefinitionen. So wird aus sexueller [[Gewalt]] ein biologisches Wunder – oder zumindest ein bürokratischer Ausnahmefall.
 
Frauen, die sich öffentlich für Gleichstellung einsetzen, werden liebevoll als „[[Hexenverbrennung|Hexen]]“, „[[Feminismus|Feminazis]]“ oder „Unruhestifterinnen“ bezeichnet – eine Form der zivilisierten Auseinandersetzung, die direkt aus dem [[15. Jahrhundert]] importiert wurde. Gleichberechtigung bedeutet in der Praxis, dass Frauen alles tun dürfen, was Männer tun – solange sie dabei nicht [[Menstruation|menstruieren]], sich Geld verdienen oder widersprechen.
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