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*[[Einsamkeit|Einsame]] Menschen benutzen ihr Tagebuch als einzigen Gesprächspartner und vertrauen ihm Dinge an, die sie sonst mit niemandem teilen können. Das können Aufzeichnungen über die eigenen [[Minderwertigkeitskomplex]]e ebenso sein, wie seltsame [[sex]]uelle Phantasien, Träume, suizidale Gedanken oder intime Details über Krankheiten, Missetaten und sonstige Fehltritte.
*Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und befürchten müssen, dass ihr Tagebuch spätestens nach ihrem Ableben an die Weltöffentlichkeit gelangt, verwenden ihr Tagebuch für geschönte und vorab von ihnen selber zensierte Aufzeichnungen. Dabei unterstützen diese Aufzeichnungen das Bild, das der Prominente von sich zeichnen möchte, persönliche Fehltritte und Todsünden werden dabei soweit ausgespart, dass man dem Verfasser keinen Strick daraus drehen kann oder das Andenken an ihn dunkle Flecken bekäme. Berühmte Künstler hingegen vertrauen ihrem Tagebuch durchaus ihre persönliche Zerissenheit an und achten gewissenhaft darauf, dass ihr Tagebuch ihre
*Korrupte und kriminelle Menschen achten penibel darauf, dass sie ihre kriminellen Handlungen nicht in ihrem Tagebuch aufzeichnen, da sie sonst befürchten müssten, diese Aufzeichnungen würden bei laufenden Ermittlungen vom zuständigen Staatsanwalt gegen ihre Person verwendet werden. Dieses Phänomen kann besonders gut bei der lebenden Apotheke [[Jan Ullrich]] beobachtet werden, der seinem öffentlichen, als Tagebuch definierten Web-[[Blog]] nur [[Lüge]]n und Euphemismen anvertraut. Insofern kann ein Tagebuch auch als Mittel zum Selbstbetrug und der Autosuggestion eingesetzt werden.
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