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So mache Ehe oder Beziehung wird vor ihrem natürlichen Ende dadurch zunichte gemacht, dass einer der beiden Beziehungspartner heimlich die Tagebuchaufzeichnungen des anderen studiert. Die dabei zutage kommenden Geheimnisse, verschwiegenen Seitensprünge, morbiden Phantasien oder Suchtprobleme versetzen den spionierenden Partner oftmals derart in Rage, dass der Gang zum Scheidungsanwalt oder die sofortige Beendigung der Beziehung daraus resultiert. Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn ein ständig [[Ejaculatio praecox|zu früh kommender]] Ehemann aus dem Tagebuch seiner Frau erfährt, dass sie seit Jahren eine lesbische Beziehung zu seiner Schwester pflegt oder mit seinem besten Freund regelmäßige Liebesnächte im besten Hotel der Stadt verbringt.<br>
Tagebücher sollten deshalb von ihren Verfassern in Tresoren oder Schließfächern aufbewahrt werden, um den schönen Schein zu wahren und die Wahrheit nur mit sich selbst zu teilen. Alternativ dazu können Tagebücher heutzutage auch in digitaler Form mithilfe eines Computers geführt werden, der passwortgeschützt eventuelle Spione und Fremdleser von ihrem frevelhaften Tun abhält. Diese Methode ist aber nicht wirklich sicher, da Festplatten problemlos von Fahndern und Staatsanwälten ausgelesen und damit die auf ihnen enthaltenen Geheimnisse freigesetzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.
==Sonderformen==
Es gibt Personen des öffentlichen Lebens, die dazu übergegangen sind, zwei Tagebücher zu führen. Das eine für persönliche, schonungslos der Wahrheit entsprechende Aufzeichnungen, das andere für zusammengelogene, geschichtsklitternde Notizen. Im Zuge der Recherchen für diesen Artikel fielen der Uncyclopedia-Redaktion die beiden Tagebücher des Bundeskanzlers [[Helmut Kohl|Helmut ''Ich habe mein Wort gegeben'' Kohl]] aus der Zeit der [[CDU]]-Spendenaffäre in die Hände. Diese Aufzeichnungen wurden zum Behufe der Analyse miteinander verglichen, hier ein paar exemplarische Auzüge:
===Tagebuch 1 (persönlich)===
*18. April 1993 — Heute rief Kalle (der Waffenhändler Karl-Heinz Schreiber - die Redaktion) bei meinem Schnuckelhäschen (die Kohl-Geliebte Juliane Weber - die Redaktion) an und lud mich für den Abend zum Essen ein. Ich wollte zwar eigentlich heute fasten, da ich mich gestern so mit [[Saumagen]] gemästet habe, aber die Geschäfte mit Kalle laufen schlecht und müssen angeschoben werden. Also habe ich unter der Bedingung zugesagt, dass er einen Koffer gewaschenen Geldes mit zum Gasthaus bringt. Bald ist wieder Wahlkampf und diesmal wird es schwer, da die Wiedervereinigung nicht so läuft, wie ich das geplant habe. Zwei Millionen Mark kriege ich noch von Thyssen, den Rest werde ich mir bei der Telekom besorgen, dafür kriegen die halt Steuererlass und dürfen mal auf Staatskosten brasilianische Nutten vögeln.<br>
Hannelore wird immer lichtscheuer und hat heftige Depressionen. Jetzt hat ihr der Leisler-Kiep auch noch von Juliane und mir erzählt, er hat uns nämlich letzte Woche inflagranti unterm Schreibtisch in meinem Bonner Büro erwischt, als mein Häschen gerade meinen Kohl gesucht hat, tja, dumm gelaufen, jetzt weiß sie es. Ich glaube ich sollte ihr mal eine Höhensonne schenken, vielleicht kommt sie dann wieder auf hellere Gedanken.<br>
Max Strauss reif noch an und fragte, ob er etwas Schwarzgeld auf einem unserer Auslandskonten parken darf, ich muss das erst mit Kiep besprechen, dürfte aber eigentlich kein Problem sein.
===Tagebuch 2 (öffentlich)===
==Siehe auch==
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