Fegefeuer

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Fegefeuer entsteht ...

  • ... beim übereifrig hastigen Fegen mit einem Besen, durch das sich dessen Borstenspitzen überhitzen und entzünden. Oft brennt der Besen dabei vollständig ab. Brennt dabei auch die gefegte Immobilie ab, folgt zwangsläufig ein posttraumatisches Fegefeuersyndrom, durch das der Betroffene der Bodenpflege für den Rest des Lebens vollständig entsagt, was in seinem neuen Heim eine höllische Hausstauballergie zur Folge haben kann.
  • ... als flammender Auspuffauswurf durch getunte Motoren von Rallye-Autos beim höllisch lautstarken Davonfegen auf der Straße.
  • ... beim Schwaben in der Kehrwoch im Kopf, wegen seiner Höllenangst vor der Kritik seiner peinlichst reinlichen Nachbarn.
  • ... oder vielmehr entstand damals, als es noch richtige Winter mit durchgängig zugeschneiter Schwäbischer Alb gab, im Kamin des Schwaben. Dem ging die rituelle Zersägung des von den Kehrwochen des vergangenen Kirchenjahres verbrauchten Besens in handliche Stücke voraus, welche im Kamin am ersten Advent im feierlichen Fegefeuer (Winter-Variante) in Rauch, Qualm und wohlige Wärme aufgingen. Auch heute gibt es noch vereinzelte Gebiete in Schwaben, etwa im östlichen Hochschwarzwald, wo im Winter nur Schnee geschippt und nicht mehr gekehrt wird, und daher am 1. Advent der Besen ausgedient hat. Ihn feierlich im Kamin zu verfegefeuern ist allerdings unmöglich, da Schwaben sparsam sind und daher heutzutage auch die billigen Kunststoffbesen mit billigen Kunststoffborsten benutzen, die man zwar auch in Stücke zersägen kann, aber diese im Kamin zu verbrennen würde höllisch stinken, was der Schwabe aus höllischer Angst vor dem frommen Nachbarn tunlichst vermeidet, wodurch dieser alte Brauch des Fegefeuers heute als vollständig ausgestorben gilt!