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# Die Aussagen Jesu im Neuen Testament werden gundsätzlich als vom historischen Jesus stammend angenommen.
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'''Die potentiell-humoristische Exegese geht von zwei grundlegenden Annahmen aus:'''
1. Jesus hatte Humor (sonst wäre diese Art der Exegese überflüssig)
2. Die Aussagen Jesu im Neuen Testament werden gundsätzlich als vom historischen Jesus stammend angenommen.
'''Aufgabe der potentiell-humoristischen Exegese'''
Aufgabe der potentiell-humoristischen Exegese ist es, eben jene Tatsache, dass Jesus Humor hatte, anhand biblischer Texte einwandfrei nachzuweisen. Als Basis gehen die Vertreter dieser Methode der Bibelexegese von Mk 6,10 ("''Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein
Anhand der Arbeit der potentiell-humoristischen Exegese lässt sich auch leicht feststellen, welcher der biblischen Autoren der lustigste war. So rangiert derzeit ein Buch der alttestamentlichen Apokryphen auf diesem Ranking sehr weit oben: Das Buch Tobit (vgl. Tobit 6,3b: "''O Herr, er will mich fressen!''").
== Methodenschritte ==
Natürlich bedient sich auch die potentiell-humoristische Exegese wissenschaftlicher Methodenschritte, von denen sich bisher 4 als konsensfähig erwiesen haben:
'''1. Humorkritik'''
Zunächst einmal gilt es zu erörtern, um welche Art von Humor es sich handelt. So unterscheidet man zwischen verschiedenen grundlegenden Arten des Humors: Ironie, Sarkasmus, Zynismus, Galgenhumor, Situationskomik und trockener Humor. Die Aufgabe der Humorkritik ist also die Zuordnung zu einer bestimmten Humorart durch die erörterung des jeweiligen Kontextes.
'''2. Pointengeschichte'''
Notwendiger Schritt für das potentiell-humoristische Verstehen biblischer Texte ist die Forschung nach der Pointengeschichte. Wie wirkte die Pointe auf Zeitgenossen der Autoren? Welche Reaktionen rief sie hervor? Wie können wir die Pointe in ihrer ''historischen Situation'' richtig verstehen?
'''3. Intentionskritik'''
Eng mit der Humorkritik verwoben ist der Methodenschritt der Intentionskritik - deshalb wird unter führenden Exegeten heiß diskutiert, ob nicht die Intentionskritik in der Abfolge der Methodenschritte eigentlich ''vor'' der Humorkritik kommen müsse, und somit als erster Methodenschritt zu gelten habe. Die Intentionskritik forscht - wie der Name schon sagt - nach der Intention des Autors. Warum bringt er genau an dieser Stelle Sarkasmus, Ironie, Galgenhumor, etc... ein? Was möchte er damit bezwecken?
'''4. Assimilation'''
In der Assimilation geht es nun darum, den Humor in unsere heutige Zeit zu übertragen, sodass er für den postmodernen Leser und die postmoderne Leserin verständlich wird. Hierbei gilt es vor allem, Vergleichspunkte zu erörtern und zeitgenössische Witze/ zeitgenössischen Humor, die gewissermaßen als Analogie zu dem Humor des zu exegesierenden Textes gelten können, als Beispiele heranzuführen.
Ein kurzes Beispiel sei hier angeführt:
Man könnte in Erwägung ziehen ob folgende Aussage von Eike Immel (Fussballprofi):
''«Im Grossen und Ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte laufen können.»''
In Analogie zu Mk 6,10 (oben schon erwähnt):
''«Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, dort bleibt, bis ihr von dort weggeht!»''
steht. Natürlich müsste dies ausführlich untersucht und begründet werden.
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