Helge Schneider: Unterschied zwischen den Versionen

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8 Bytes hinzugefügt ,  10. August 2008
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<code>'''"Der einsame Hirsch streift nutzlos durch die Brombeeren."''' </code>
 
<code>''' [[Stefan Raab|Raab]] :"In welcher Zeit hast du die Reise hinter dich gebracht?" - Schneider "In letzter Zeit."</code>
 
 
'''Helge Schneider''' (* 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr) ist ein eigenartiger Kerl. In ''Merry Old England'' nennt man solche Typen ''a bit of a nutter''. Bei uns Knilch, Kauz, komischer Macker, alter Spacken, Sonderling. Der Wirrkopf ist das Vorbild von Millionen, da er sein Wirrsein in klingende Münze verwandelt hat. Großer Künstler.
 
==Das Phänomen==
Das hyperbegabte Wunderkind (Klavier spielender Rotzlöffel halt) eilte zunächst immer schnellen Schrittes zur Schule, aber der Unterricht war so beschissen, dass er es irgendwann nicht mehr aushielt und massenweise Drogen in sich reinschaufelte. Da ging's ihm zwar zunächst besser, er ging auch wieder gern hin, sang frohe Lieder und beteiligte sich rege, aber als er im Werkunterricht eines Tages Bonbons aus Wurst bastelte, flog sein Drogenkonsum auf und er musste die Lehranstalt verlassen.
 
In der folgenden Zeit versuchte er sich erfolglos in verschiedenen Berufen wie Landschaftsgärtner, Deutsche Bank Vorstandssprecher, DekorateurGigolo, Repo Man, Rewemann, Sackrattenpfleger, Rausschmeißer und Ranschmeißer. Der Abgang beim größten deutschen Finanzinstitut verlief besonders dramatisch, als er eine Vorbereitungssitzung zur anstehenden Bilanzpressekonferenz mit "Kameraden, jetzt mal Butter bei de Fische, was ist das eigentlich, ein ''Cash Flow''?" eröffnete.<br>
 
===Inspiration Kaffeehaus===
Andererseits hatte er jetzt die Zeit, seinem Hobby zu frönen, alte Menschen bei Eduscho zu beobachten („Eduscho-Studium“), er hatte das dringende Bedürfnis zur trendigen Eduscho-Oppaszene dazuzugehören, "weil ich die so witzig fand" , er war also schon früh einvoll echtder fertigerfertige Typ ("Ich habe da bei Eduscho eine Lebensweisheit gefunden, von alten Leuten, die irgendein Zeug reden. Wie der eine zum anderen sagt: "Ja, Wetter ne." Und der andere sagt: "Hm, hast Recht. Ja aber geht, ne. Nee, also gestern da war doch wirklich sehr kalt. Ja. Ja." Und fertig. Gespräche über Verstorbene finde ich auch immer gut: "Was macht die Hiltrud?" "Die ist gestorben." "Oh, ja. Ja." "Und sonst, geht es gut?" "Ja, ja, ich koche so aus der Tiefkühltruhe.".... Konversation. Finde ich unheimlich wichtig im Leben.")
 
Er fand Mülheim extrem langweilig und wollte anfangs ständig weg, lebt aber heute immer noch da, weil er irgendwann mal feststellen musste, dass eigentlich jede Stadt wie Mülheim ist.
Nach der prägenden Eduschophase folgten Auftritte in Filmen von [[Christoph Schlingensief]], ebenfalls ein großer Kaffeetrinker und Wirrkopf.
 
===Post Eduschismus===
1985 bis 1991 war Schneider neben Evi Seibert und [[Reinhold Beckmann]] Co-Moderator in der Fernseh-Musik-Sendung ''Offshow'' des WDR, in der er Sketche aufführte und Musiker interviewte. Nach einiger Zeit geriet er ins Visier der Drogenfahnder, niemand mit klarem Kopf würde sich freiwillig mit Beckmann abgeben und man zwang ihn zum Entzug Cold Turkey.
 
1994 wurde Schneider durch einen TV-Auftritt bei ''Wetten, dass..?'' einem Millionenpublikum bekannt und das Stück [[Katzenklo]] platzierte sich in den deutschen Charts. Nach dem ''Wetten, dass..?''-Auftritt krallte ihn allerdings die Drogenfahndung ein zweites Mal, mit Gottschalk würde niemand mit klarem Kopf sich freiwillig abgeben und man zwang ihn zum Entzug Cold Kitty.
 
Der früh vergreiste Lustmolch brachte es trotz abstoßendem Äußeren irgendwie immer wieder fertig, junge Wurstfachverkäuferinnen in seine Wohnung zu locken, etwa indem er ihnen Reismahlzeiten versprach. So hatteverfügte der Erotomane immerstets über eine geputzte, aufgeräumte Wohnung und zeugte mit seinem Hobby "Maus drücken" (siehe Link) vier Sprösslinge mit fünf Frauen oder andersrum.
 
Helge liebt Kinder, er liebt sie fast so sehr wie Scheiße zu labern, er liebt sie ungeheuer.
Er verbringt jetzt seine Zeit damit, die Normen der Gesellschaft durch künstlerische Improvisationen in Frage zu stellen, stellt der kleinkarierten Spießigkeit seiner Umgebung seine Welt der kreativen Freiheit und kindlichen Güte gegenüber ("Es gibt zum Beispiel Spielzeug, das können Erwachsene nicht begreifen: Ich habe schon mehrmals so ein Ding mit drei Löchern gekauft, dazu gibt es drei Kugeln, da haust du mit dem Hammer drauf und dann fallen die Kugeln rein. Genauso gut ist ein Frosch, den man hinterherziehen kann und der macht „Quak“.").
 
Viele Kritiker haben Schwierigkeiten, das Phänomen Helge richtig einzuordnen (Genie? Fitzefatziger Kretin? Oder am Ende beides, man denke nur an Gore Vidals Satz über Andy Warhol "Das einzige Genie mit einem IQ von 60"?), was durchaus ein Problem ist, denn das richtige Einordnen der Zeiterscheinungen ist ja das, was einen guten Kritiker ausmacht, sonst wird ihm irgendwann von den Kollegen das Etikett "guter Kritiker" auch wieder abgesprochen.
 
Für all diejenigen, die Schwierigkeiten mit der Einordnung haben: Kern des Helge'schen Wesens ist eine ausgeprägte Stressallergie, erEr ist im Grunde nichts weiter als ein alter Hippie, aber eben ein alter Hippie, der den Drogen abgeschworen hat ("nie wieder Beckmann"), und somit anfällig, schutzlos, nackt (siehe sein autobiografisches Buch: "Zieh dich aus, du alter Hippie") einer lieblosen Welt ausgeliefert.<br> Schneider kann es nicht verknusen, genervt zu werden von einer in seinen Augen bedrohlichüberall repressivenlauernden WeltRepression.<br> Dies allein wär nun nicht weiter aufsehenerregend, "genervt sein" fängt bei ihm allerdings auf einem extrem niedrigen Niveau an, es fängt schon da an, wo man von Regisseuren so komische Sachen wie Drehbücher sehen will, von Büchern Handlung und von Witzeerzählern Pointen. Man könnte sein Motto als "Sinn korrumpiert" umschreiben.<br>
Mit einem Publikum, das für Eintrittsgeld auch noch unterhalten werden will, kann er nun gar nichts anfangen, das geht ihm ja so was von auf die Nüsse, er musste jahrelang radikal dagegen halten: "Ich habe es endlich geschafft, dass die Leute nichts erwarten." <br> So kommt es, dass der Mann mit dem humoristischen Wackelkontakt zuweilen brilliert und überragende Komikpotenz zur Schau stellt (so zu einem jungen Schachspieler in einer Talkshow: "Wenn du jetzt mal n Mädchen kennen lernst, dann sagst du, ich kann Schach, und du findest eine, die auch gern Schach spielt, dann habt ihr doch n super Hobby." oder Frage [[Stefan Raab|Raab]] :"In welcher Zeit hast du die Reise hinter dich gebracht?" - Schneider "In letzter Zeit."), manchmal spackt er aber auch nur dumm rum, vor allem wenn es notwendig wäre, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren (Filme!), gerät alles zum kompletten Fiasko und er wirkt grenzdebil.
 
Mit einem Publikum, das für Eintrittsgeld idiotischerweise auch noch unterhalten werden will, kann er nun gar nichts anfangen, das geht ihm ja so was von auf die Nüsse, er musste jahrelang radikal dagegen halten: "Ich habe es endlich geschafft, dass die Leute nichts erwarten." <br> So kommt es, dass der Mann mit dem humoristischen Wackelkontakt zuweilen brilliert und überragende Komikpotenz zur Schau stellt (so zu einem jungen Schachspieler in einer Talkshow: "Wenn du jetzt mal n Mädchen kennen lernst, dann sagst du, ich kann Schach, und du findest eine, die auch gern Schach spielt, dann habt ihr doch n super Hobby." oder Frage [[Stefan Raab|Raab]] :"In welcher Zeit hast du die Reise hinter dich gebracht?" - Schneider "In letzter Zeit."), manchmalum spacktkurz erdarauf aberwieder auchgrenzdebil nur dumm rum,rumzuspacken. vorVor allem wenn es notwendig wäre, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren (Filme!), gerät regelmäßig alles zum kompletten Fiasko, undwas erihm wirktaber grenzdebilvöllig am Arsch vorbei geht.
Es ist ihm auch völlig egal, ob das, was er so verzapft, "Kunst" ist oder nicht, es soll bloß tunlichst stressfrei vonstatten gehen. Solange er von Mutter oder seinem guten Freund Reinhold Messner Butter bekommt ("Reinhold!" - "Helge!" - "Reinhold! Gib mal Butter." - "Helge! Gib doch selbst." - "Nee, Reinhold! ''Ich'' frag ''dich''!") , ist für ihn alles im grünen Bereich (siehe Link).<br>
Er ödet sein Publikum also nicht vorsätzlich an, er ist kein Unmensch, er unterhält es durchaus gern, das hat nur keinerlei Priorität.
Somit ist die Frage, was er nun eigentlich (positiv ausgedrückt) will, falsch gestellt und auch die oft verwendete Bezeichnung "[[Dada]]" unglücklich gewählt, denn Dadaisten wie Kurt Schwitters hatten ja ein Konzept und die Künstler des Cabaret Voltaire waren hochpolitisch und wollten durchaus etwas, bei Schneider ist das überhaupt nicht der Fall.<br> Er ist ein skuriller Tchibokaffeehausavantgardepopscheißtattergreis, der seine Zeit damit verbringt, übers Land zu mäandern und manieristische Undergroundweisen über das Huhn "Kartoffelsalat Dachlatte die 16." zu schmettern (Flashback?).
 
Es ist ihm auchebenso völligkomplett egalHekuba, ob das, was er so verzapft, nun "Kunst" ist oder nicht, es soll bloß tunlichst stressfrei vonstatten gehen. Solange er von Mutter oder seinem guten Freund Reinhold Messner Butter bekommt ("Reinhold!" - "Helge!" - "Reinhold! Gib mal Butter." - "Helge! Gib doch selbst." - "Nee, Reinhold! ''Ich'' frag ''dich''!") , ist für ihn alles im grünen Bereich (siehe Link).<br>
Nur wenn sich der Stress doch mal meldet, dann muss er auf die Zähne beißen, ein tapferer Oppa sein. Und dann seufzt er eben "aber muss ja, muss. Jajajajaja."
Er ödet sein Publikum also nicht vorsätzlich an, Herrje, er ist ja kein Unmensch, er unterhält es durchaus gern, das hat nur keinerlei Priorität.
Somit ist die Frage, was der skurill-[[Dada|neodadaistische]] Kaffeehausavantgardepopscheißtattergreis mit anarchistischen Flashbackweisen über das Huhn "Kartoffelsalat Dachlatte die 16." nun eigentlich (positiv ausgedrückt) will, falsch gestellt. Captain Starbucks Rogers auf interplanetarischer Bullshitmission will gar nichts außer so vor sich hin zu daddeln.
 
NurUnd wenn sich sein Feind, der Stress doch mal meldet, dann muss er halt mal auf die Zähne beißen, ein tapferer Oppa sein. Und dann seufzt er eben "aber muss ja, muss. Jajajajaja."
 
==Weblinks==
*[http://de.youtube.com/watch?v=-zdP74TLAxA&feature=related Helge gibt den Lindenberg]
*[http://de.youtube.com/watch?v=QZcxLb_93yo Reinhold! Helge!]
*[http://de.youtube.com/watch?v=Dnbq0iAPLnk Er drückt die Maus]
*[http://de.youtube.com/watch?v=V3RMjiEVFNs&NR=1 Darum ging der Krieg verloren, zu wenig Gesang, DCCPDCTP klärt auf]
*[http://de.youtube.com/watch?v=DS_HRxCClks&feature=related Audio-Interview mit sich selbst1]
*[http://de.youtube.com/watch?v=2nC4MluGXwY Audio-Interview mit sich selbst2]
*[http://de.youtube.com/watch?v=CmSo4xgw_so&feature=related Bei TV Total 1999]
*[http://de.youtube.com/watch?v=VBseCuZSVzc Bei TV Total 2006]
*[http://de.youtube.com/watch?v=QZcxLb_93yo Reinhold! Helge!]
*[http://de.youtube.com/watch?v=V3RMjiEVFNs&NR=1 Darum ging der Krieg verloren, zu wenig Gesang, DCCP klärt auf]
 
[[Kategorie:Komiker]]
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