Helge Schneider

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"Die schlimmste Zeit im Leben ist die Pubertät, die zweitschlimmste ist die Zeit danach."

"Der einsame Hirsch streift nutzlos durch die Brombeeren."

Raab :"In welcher Zeit hast du die Reise hinter dich gebracht?" - Schneider "In letzter Zeit."


Helge Schneider (* 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr) ist ein eigenartiger Kerl. In Merry Old England nennt man solche Typen a bit of a nutter. Bei uns Knilch, Kauz, komischer Macker, alter Spacken, Sonderling. Der Wirrkopf ist das Vorbild von Millionen, da er sein Wirrsein in klingende Münze verwandelt hat. Großer Künstler. Fast schon ein Beuys. Zumindest für die Verhältnisse seiner Heimatstadt, deren Theater ansonsten nur von einer reichen alten Dame besucht wird.

Das Phänomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meister.jpg

Schneider ließ bereits im Alter von sieben Lenzen mit seinem künstlerischen Talent aufhorchen. Heute lässt die Koryphäe sein erstes Konzert so Revue passieren: "Die Atmosphäre hat mir einen Thrill gegeben, sie war so wie bei einem Konzert von Vladimir Horowitz. Andächtige Stille wie in einer Kirche. Ja und in diese Stille hinein habe ich mich natürlich sofort vertan. Ich habe dann geschrien, "Scheiße hier" und habe dann immer so auf dem Klavier rumgehauen, "Kacke, Scheißklavier." Da wurde ich dann abgeführt."

Das hyperbegabte Wunderkind ( = Klavier spielender Rotzlöffel ) eilte zunächst immer schnellen Schrittes zur Schule, aber der Unterricht war so beschissen, dass er es irgendwann nicht mehr aushielt und massenweise Drogen in sich reinschaufelte. Da ging's ihm zwar zunächst besser, er ging auch wieder gern hin, sang frohe Lieder und beteiligte sich rege, aber als er im Werkunterricht eines Tages Bonbons aus Wurst bastelte, flog sein Drogenkonsum auf und er musste die Lehranstalt verlassen.

In der folgenden Zeit versuchte er sich erfolglos in verschiedenen Berufen wie Landschaftsgärtner, Deutsche Bank Vorstandssprecher, Gigolo, Repo Man, Rewemann, Sackrattenpfleger, Rausschmeißer und Ranschmeißer. Der Abgang beim größten deutschen Finanzinstitut verlief ganz besonders dramatisch, als er eine Vorbereitungssitzung zur anstehenden Bilanzpressekonferenz mit "Kameraden, jetzt mal Butter bei de Fische, was ist das eigentlich, ein Cash Flow?" eröffnete.

Inspiration Kaffeehaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andererseits hatte er jetzt die Zeit, seinem Hobby zu frönen, alte Menschen bei Eduscho zu beobachten („Eduscho-Studium“), er hatte das dringende Bedürfnis zur trendigen Eduscho-Oppaszene dazuzugehören, "weil ich die so witzig fand" , er war also schon früh voll der fertige Typ ("Ich habe da bei Eduscho eine Lebensweisheit gefunden, von alten Leuten, die irgendein Zeug reden. Wie der eine zum anderen sagt: "Ja, Wetter ne." Und der andere sagt: "Hm, hast Recht. Ja aber geht, ne. Nee, also gestern da war doch wirklich sehr kalt. Ja. Ja." Und fertig. Gespräche über Verstorbene finde ich auch immer gut: "Was macht die Hiltrud?" "Die ist gestorben." "Oh, ja. Ja." "Und sonst, geht es gut?" "Ja, ja, ich koche so aus der Tiefkühltruhe.".... Konversation. Finde ich unheimlich wichtig im Leben.")

Er fand Mülheim extrem langweilig und wollte anfangs ständig weg, lebt aber heute immer noch da, weil er irgendwann mal feststellen musste, dass eigentlich jede Stadt wie Mülheim ist.

Nach der prägenden Eduschophase folgten Auftritte in Filmen von Christoph Schlingensief, ebenfalls ein großer Kaffeetrinker und Wirrkopf.

Post Eduschismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datei:Helge Schneider als Studienrat und Major (1 of 2)

Darum ging der Krieg verloren, zu wenig Gesang, DCTP klärt auf

1985 bis 1991 war Schneider neben Evi Seibert und Reinhold Beckmann Co-Moderator in der Fernseh-Musik-Sendung Offshow des WDR, in der er Sketche aufführte und Musiker interviewte. Nach einiger Zeit geriet er ins Visier der Drogenfahnder, niemand mit klarem Kopf würde sich freiwillig mit Beckmann abgeben und man zwang ihn zum Entzug Cold Turkey.

Ab 1990 stieg seine Bekanntheit durch skurille Auftritte unter seinem Beinamen „Die singende Herrentorte“. Er trat mit seiner Band Hardcore mit Buddy Casino und Peter Thoms auf, die er in der Spielbank kennen gelernt hatte, als er den Coolen raushängen ließ und "einen auf Doppelnullagent" machte. "Wollt ihr mir folgen" fragte er seine Jünger in spe "und alles auf die Null setzen?" Wollten sie eigentlich nicht, aber es war spät und Eduscho hatte schon zu.
Die Torte verwirrte fortan als Musikclown sein Publikum mit einer eigenartigen Karl Valentin-Mischung aus absurden Geschichten, parodistischen Schlagern und Jazzmusik. Helge ist Jazzer und daher ständig offbeat, Rock lehnt er ab, er ist ohne Zweifel off the rocker.

1994 wurde Schneider durch einen TV-Auftritt bei Wetten, dass..? einem Millionenpublikum bekannt und das Stück Katzenklo platzierte sich in den deutschen Charts. Nach dem Wetten, dass..?-Auftritt krallte ihn allerdings die Drogenfahndung ein zweites Mal, mit Gottschalk würde niemand mit klarem Kopf sich freiwillig abgeben und man zwang ihn zum Entzug Cold Kitty.

Der früh vergreiste Lustmolch brachte es trotz abstoßendem Äußeren irgendwie immer wieder fertig, junge Wurstfachverkäuferinnen in seine Wohnung zu locken, etwa indem er ihnen Reismahlzeiten versprach. So verfügte der Erotomane stets über eine geputzte, aufgeräumte Wohnung und zeugte mit seinem Hobby "Maus drücken" (siehe Link) vier Sprösslinge mit fünf Frauen oder andersrum.

Helge liebt Kinder, er liebt sie fast so sehr wie Scheiße zu labern, er liebt sie ungeheuer. Er verbringt jetzt seine Zeit damit, die Normen der Gesellschaft durch künstlerische Improvisationen in Frage zu stellen, stellt der kleinkarierten Spießigkeit seiner Umgebung seine Welt der kreativen Freiheit und kindlichen Güte gegenüber ("Es gibt zum Beispiel Spielzeug, das können Erwachsene nicht begreifen: Ich habe schon mehrmals so ein Ding mit drei Löchern gekauft, dazu gibt es drei Kugeln, da haust du mit dem Hammer drauf und dann fallen die Kugeln rein. Genauso gut ist ein Frosch, den man hinterherziehen kann und der macht „Quak“.").

Entschlüsselt. Sein wahres Wesen.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Kritiker haben Schwierigkeiten, das Phänomen Helge richtig einzuordnen ( Genie? Fitzefatziger Kretin? Oder am Ende beides, man denke nur an Gore Vidals Satz über Andy Warhol "Das einzige Genie mit einem IQ von 60"? ), was durchaus ein Problem ist, denn das richtige Einordnen der Zeiterscheinungen ist ja das, was einen guten Kritiker ausmacht, sonst wird ihm irgendwann von den Kollegen das Etikett "guter Kritiker" auch wieder abgesprochen und dann hat er den Salat.

Für all diejenigen, die Schwierigkeiten mit der Einordnung haben: Er ist im Grunde nichts weiter als ein alter Hippie....

Aber eben ein alter Hippie, der den Drogen abgeschworen hat ( "nie wieder Beckmann" ), und somit anfällig, schutzlos, nackt ( siehe sein autobiografisches Buch: "Zieh dich aus, du alter Hippie" ) einer lieblosen Welt ausgeliefert.
Schneider kann es nicht verknusen, genervt zu werden von einer in seinen Augen überall lauernden Repression.
Dies allein wär nun nicht weiter aufsehenerregend, "genervt sein" fängt bei ihm allerdings auf einem extrem niedrigen Niveau an, es fängt schon da an, wo man von einem Regisseur so etwas wie ein Drehbuch sehen will, von Büchern Handlung und von Witzeerzählern Pointen. Man könnte sein Motto als "Sinn korrumpiert" umschreiben.

Mit einem Publikum, das für Eintrittsgeld unverständlicherweise auch noch unterhalten werden will, kann er nun gar nichts anfangen, das geht ihm ja so was von auf die Nüsse, er musste jahrelang radikal dagegen halten: "Ich habe es endlich geschafft, dass die Leute nichts erwarten."
So kommt es, dass der Mann mit dem humoristischen Wackelkontakt zuweilen brilliert und überragende Komikpotenz zur Schau stellt ( so zu einem jungen Schachspieler in einer Talkshow: "Wenn du jetzt mal n Mädchen kennen lernst, dann sagst du, ich kann Schach, und du findest eine, die auch gern Schach spielt, dann habt ihr doch n super Hobby." ), um kurz darauf wieder grenzdebil rumzuspacken. Vor allem wenn es notwendig wäre, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren (Filme!), gerät regelmäßig alles zum kompletten Fiasko.

Was ihm aber völlig am Arsch vorbei geht.

Es ist ihm ebenso komplett Hekuba, ob das, was er so verzapft, nun "Kunst" ist oder nicht, es soll bloß tunlichst stressfrei vonstatten gehen. Solange er von Mutter oder guten Freund Reinhold Messner Butter bekommt ("Reinhold!" - "Helge!" - "Reinhold! Gib mal Butter." - "Helge! Gib doch selbst." - "Nee, Reinhold! Ich frag dich!"), ist für ihn alles im grünen Bereich.
Er ödet sein Publikum also nicht vorsätzlich an, Herrje, er ist ja kein Unmensch, er unterhält es durchaus gern, das hat nur keinerlei Priorität. Somit ist die Frage, was der skurill-neodadaistische Kaffeehausavantgardepopscheißtattergreis mit anarchistischen Flashbackliedchen wie dem über das Huhn "Kartoffelsalat Dachlatte die 16." nun eigentlich (positiv ausgedrückt) will, falsch gestellt. Captain Starbucks Rogers auf interplanetarischer Bullshitmission will gar nichts außer so vor sich hin zu daddeln.

Und wenn sich sein Feind, der Stress doch mal meldet, dann muss er halt mal auf die Zähne beißen, ein tapferer Oppa sein. Und dann seufzt er eben "aber muss ja, muss..... Jajajajaja!"

Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Eintopfgericht „Schnieder's Courage“ ist wahrscheinlich auf ihn zurückzuführen. Die falsche Abfolge von „e“ und „i“ im Namen ist wahrscheinlich einer Panne bei der Deutsch-Englisch-Deutschen Übersetzung geschuldet.
  • Seine Bücher sind in Argentinien in allen Volksschulen Unterrichtsstoff. Seine Kleidung wird in Schneiderschulen nachgeschneidert.
  • Früher war er Milchbauer, jetzt ist er auf Alpakas umgestiegen.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FAZ: Wie wollen Sie im Gedächtnis bleiben?
  • Schneider: Für mich wäre es ein starkes Stück, wenn man eines Tages, so in 150 Jahren, denkt, ich wär' Atze Schröder, beispielsweise, das wär' doch was. Oder Hans-Joachim Fuchsberger. Blacky! Dann heißt es: Wir haben die Noten von Blacky Fuchsberger gefunden! Katzeklo! Wahnsinn, der Fuchsberger.
  • Sie beschreiben in Ihrem Buch, wie Sie sich auf 7000 Meter am Mount Everest mit Ihrer Zigarette gewärmt haben. Andere Bergsteiger sagen, es sei physikalisch unmöglich, da oben eine Zigarette anzuzünden, geschweige denn, sie zu rauchen.
  • Also man muss schon diese Kraft haben. Da ich Saxophonist bin und Trompeter, habe ich natürlich von der Lungenkapazität mehr Kapazität wie andere Menschen. ...Aber letztendlich geht es, es geht alles, man muss nur wollen. Man muss rauchen wollen. Ich schwöre also hier, so wahr mir Gott helfe: Ich habe geraucht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]