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Natürlich war Alexander nicht von Natur aus freundlich, sondern hatte einfach eine Nase für [[Public Relations]]. Kurz nach der genannten Episode nahm er einen seiner PR-Berater zur Seite und bat ihn darum, sich einen knackigen Werbespruch für die nächste Feldzugsaison auszudenken. Der Berater schlug nach reiflicher Überlegung den Slogan ''[[ebay|Drei - zwei - eins - meins!]]'' vor. Aber Alexander war mit diesem Text noch nicht zufrieden. ''„Welches Jahr haben wir heute?“'' fragte er den Berater, und dieser antwortete: ''„333 vor Christus, mein Fürst.“'' - ''„Und wie heißt die Stadt, die ich gerade erobert habe?“'' - ''„Issos, mein Fürst.“'' - ''„Ach du Scheiße, da reimt sich ja gar nichts. Na gut, wir nehmen deinen blöden Spruch.“''
=== Eroberung der Perserreichs ===
Nun ging Alexander ernsthaft auf die Suche nach den Massenvernichtungswaffen, die Dareios irgendwo versteckt haben musste, und verfolgte den persischen Großkönig durch sein halbes Reich. Doch statt Konterbande fand er in den Lagern, aus denen Dareios eilends geflüchtet war, stets nur Gold, Geschmeide, und liegengelassene Familienangehörige des Persers. Diese verwertete er so gut es ging, musste seine Suche aber jedes Mal wieder von vorne beginnen.
Im Zuge dieser Expeditionen eroberte Alexander noch eine ganze Reihe von Städten. Wie es sich bei den Griechen bewährt hatte, stellte er auch die orientalischen Städte jeweils vor die Wahl, sich friedlich zu ergeben oder niedergebrannt zu werden. Die orientalischen Völker verstanden zwar nichts von Wahlrecht, kamen aber zumeist von allein auf die richtige Lösung. Nur die Stadt Tyrus protestierte gegen diese eingeschränkten Wahlmöglichkeiten und verlangte weitere Optionen. Daraufhin fügte Alexander seinem Wahlzettel noch zwei weitere Auswahlmöglichkeiten hinzu, nämlich Versklavung und Massaker. Auch die Stadt Gaza muckte auf, wurde aber von Alexander zügig eingenordet, so dass der Grieche sich nicht ohne Stolz als erfolgreicher [[Vorlage:Nahost|Friedensvermittler im Nahen Osten]] darstellen konnte - wie sich später herausstellte, so ziemlich der letzte solche.
Wenn Alexander an eine Stelle kam, an der gerade keine Stadt zum Erobern stand, dann gründete er kurzerhand selber eine. Und weil er ein schlechtes Gedächtnis hatte, benannte er jede dieser Neugründungen nach sich selbst, Alexandria. Der Name wurde ihm niemals langweilig. Das Ganze hatte aber auch praktische Vorteile, so konnten zum Beispiel die erforderlichen Ortsschilder in größerer Auflage und damit billiger produziert werden.
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