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Wenn Alexander an eine Stelle kam, an der gerade keine Stadt zum Erobern stand, dann gründete er kurzerhand selber eine. Und weil er ein schlechtes Gedächtnis hatte, benannte er jede dieser Neugründungen nach sich selbst, Alexandria. Der Name wurde ihm niemals langweilig. Das Ganze hatte aber auch praktische Vorteile, so konnten zum Beispiel die erforderlichen Ortsschilder in größerer Auflage und damit billiger produziert werden.
Nach der Eroberung [[Palästina]]s ging das weitere Erobern fast von allein - die persischen Provinzfürsten standen geradezu Schlange danach, von Alexander erobert zu werden. Der Satrap von [[Ägypten]] besuchte Alexander und pries das Land am Nil als besonders gastfreundlich und eroberungswürdig an, so dass der Makedone die Einladung gar nicht ausschlagen konnte. Dazu verfügte Ägypten unter anderem über ein berühmtes [[Orakel]], das in der Oase Siwa ansässig war und Alexander die Auskunft erteilte, er sei ein [[Gott]]. Das hatte er sich zwar schon gedacht, aber er hörte es natürlich trotzdem gerne.
Das einzige, was ihn an Ägypten irritierte, war die Tatsache, dass es dort auch eine Stadt namens Theben gab. Dabei hatte er Theben, das griechische Theben, doch gerade auf eigenen Wunsch niedergebrannt! Er ließ beim ägyptischen Theben anfragen, ob die Stadt der Ordnung halber ebenfalls niedergebrannt zu werden wünsche. Allerdings konnte er die Antwort der lokalen Honoratioren nicht mehr abwarten, denn er war ein eiliger Eroberer und zog bereits nach wenigen Wochen wieder aus Ägypten ab.
Großkönig Dareios machte noch ein paar halbherzige Versuche, sein Reich vor der kompletten Eroberung zu bewahren. Er bot Alexander an, dass er die bereits eroberten Gebiete behalten könnte, wenn er in einen Frieden einwillige. Alexander entgegnete, er werde die Gebiete auch dann behalten können, wenn er nicht in einen Frieden einwillige. Es war schwer, mit jemandem zu verhandeln, der über eine unbesiegbare Armee verfügte und sicher war, ein Gott zu sein; Dareios gingen die Argumente aus. Auch die Idee, Alexander noch einmal mit einer zahlenmäßig gewaltig überlegenen Armee anzugreifen, war natürlich idiotisch, das hatte ja schon letztes Mal nicht funktioniert. Vielleicht hätte er es mit einer ''unterlegenen'' Armee versuchen sollen.
So oder so, bis zum Jahr 330 v. Chr. hatte Alexander auch das ganze persische Kernland eingenommen, und Dareios wurde irgendwann von einem persischen Verräter gemeuchelt. Alexander ließ in der Presse verkünden ''[[George W. Bush|We got him!]]'' und pro forma noch ein bisschen nach Massenvernichtungswaffen suchen, aber als er auch in Persien keine fand, begann er das Thema zu meiden und erklärte nur noch, Dareios sei in jedem Fall ein Schurke gewesen, das wisse doch jeder.
=== Alexander in [[Afghanistan]] ===
Nachdem Persien komplett erobert war, dachten sich seine Mannen, nun sei ein guter Zeitpunkt, die erbeuteten Reichtümer zu verteilen und sich zur Ruhe zu setzen. Alexander dachte anders. Er war Berufseroberer und hatte den Spaß noch lange nicht verloren. Allerdings rätseln [[Historiker]] bis heute über die Frage, was ihn geritten haben könnte, ausgerechnet Afghanistan als nächstes Ziel anzupeilen.
Welcher Grund es auch wirklich gewesen sein mag, gegenüber seinen Leuten behauptete er jedenfalls, Afghanistan sei ein schlimmes Nest von [[Taliban]] und [[Drogen]]banden, das man unbedingt ausräuchern müsse.
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Griechenland]]
[[Kategorie:Mann]]
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