Vater: Unterschied zwischen den Versionen

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13 Bytes hinzugefügt ,  19. Januar 2007
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Wenn der Vater einen Sohn hat, ist der Konflikt, der beim Heranwachsens des Sohnes durch die Ausprägung der eigenen Persönlichkeit entsteht, vorprogrammiert. Viele Väter versuchen, ihre Söhne durch [[Erziehung]], Gehirnwäsche und sublime Unterdrückung zu einem Abbild von sich selbst zu machen, was aber in den meisten Fällen total schief geht, da der Sohn geradezu fanatisch versucht, das Weltbild des Vaters zu zerstören und das Gegenteil von diesem Abbild zu sein. In den meisten Fällen folgt diesem Konflikt der Abnabelungsprozeß, durch den der Sohn versucht, ein selbstbestimmtes Leben ohne den Vater zu führen und erst wenn der Sohn total heruntergekommen und verarmt in der Gosse gelandet ist, findet er den Weg zurück zum Vater. In wenigen Fällen führt dieser Prozeß der Abnabelung zu einer lebenslangen [[Funkstille]] zwischen Vater und Sohn.
 
Bei Söhnen berühmter oder besonders angesehener Väter gestaltet sich die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit schwierig, besonders wenn der Sohn sich entschieden hat (oder für ihn entschieden wurde), im gleichen Metier wie sein Übervater zu wirken. ''"Ach, sind Sie nicht der Sohn von..."'' ist die häufigst gestellte Frage an diese Söhne, der Weg zur eigenen Identität fällt ihnen schwer und der ständige Vergleich mit dem [[Lebenswerk]] des Vaters treibt sie häufig in die Verzweiflung oder innere Immigration. Wenn der Übervater dann auch noch als Spielkarte in einem Prominenten-Memory der eigenen Kinder auftaucht und den Sohn eines Tages unverhofft aus der Spielbox heraus anlächelt, wird dem nicht weit vom Stamm gefallenen Apfel bewusst, dass er selbst es nie in ein Prominenten-Memory schaffen wird und sein Leben lang dazu verdammt sein wirdist, als der “Sohn von..." wahrgenommen zu seinwerden.
 
==Die Vater-Tochter-Beziehung==

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