Ziel: Unterschied zwischen den Versionen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
3.223 Bytes hinzugefügt ,  6. Februar 2007
keine Bearbeitungszusammenfassung
(-dylsexie etc)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Der Begriff '''Ziel''' bezeichnet einen in der [[Zukunft]] liegenden, gegenüber dem Gegenwärtigen im Allgemeinen verändertenverändert scheinenden, in der Substanz jedoch unveränderten, erstrebenswerten und angestrebten, aber noch nicht erreichten Zustand der Unzufriedenheit.
 
== Evolutionsbiologie ==
== Historischer Hintergrund ==
Mit der evolutionären Entwicklung ihres frontalen Kortex wurden Primaten dazu befähigt, Pläne zu schmieden, damit sie über einen möglichst langen Zeitraum hinweg zur sinnlosen Aktivität der verschiedenen Spezies auf diesem Planeten ihren Beitrag leisten konnten. Ziel des Ziels ist daher, dass es in der Welt möglichst viel wuselt, brummt und schmatzt.
Die Entstehung des Ziels lässt sich nur schwer datieren, da die Quellen hierzu unterschiedliche Aussagen treffen. Es gilt jedoch als weitgehend gesichert, dass das Ziel annähernd so alt ist wie die Menschheit (3000 Jahre).
 
== ErscheinungsformenFinalismus des Ziels ==
Das Ziel wird mit dem Zweck entworfen, möglichst auf dem direkten Weg dorthin zu gelangen, 2000 Euro einzuziehen, und dann wieder von vorne loszumachen, denn die eingesparte Zeit fördert die Verantwortung, jene mit einem neuen Ziel auszufüllen.
Ein Ziel kann in den mannigfaltigsten Formen und in den verschiedensten Lebenssituationen auftreten.
 
Meist jedoch werden die verfolgten Strategien zur Erreichung des Ziels im Laufe der Zeit geändert. So endet etwa das redliche Bemühen oft damit, dass man nicht über Los, sondern stattdessen auf direktem Weg in das Gefängnis kommt und nicht 2000 Euro einzieht, sondern erst mal zugucken darf.
<!-- Hier könnte man nun gewissen Dinge aufzählen...Ziele von Unternehmen etc pp -->
 
Die folgenden Schemata veranschaulichen den Entwicklungsprozess des Ziels.
* Anfangshypothese: <math>A \to Z</math>
* Korrekturen erster Ordnung: <math>A \to B\to C\to D\to \dots \to Z</math>
* Ergebnis des Experiments: <math>W \to P \to E \to S \to M \to G</math>
* Schlussfolgerung: <math>A \to A</math>
 
== Ziel und Geld ==
Ein vordringliches Ziel des Ziels ist es, in der Zukunft möglichst viele zukünftige Möglichkeiten für Ziele offen zu haben. Wenn man also tatsächlich einmal nicht über Los zu gehen genötigt sein sollte, und infolge dessen keine 2000 Euro einziehen können sollte, hat man sich diametral vom ursprünglichen Ziel entfernt, da die Zielführung gleich in zweifacher Hinsicht frustriert wurde:
* Die für das erreichen von Zielen notwendige physikalische Mobilität ist beschnitten
* Die Möglichkeit, Geld zu verleihen und aus den Zinserträgen ein Leben zu bestreiten, welches einem ein Aussuchen aus beliebig vielen Zielen erlaubt, ist beschnitten
 
== Ziel und Religion ==
Irgendwann hat man gemerkt, dass Ziele unzufrieden machen, da man sie immer erreicht. Schlaue Menschen haben sich daraufhin Ziele ausgedacht, die man nie erreichen kann, weil sie keinen wohldefinierten Endzustand besitzen. Dazu zählen
* Du sollst nicht ehebrechen
* Du sollst Vater und Mutter ehren
* Du sollst kein Filesharing betreiben
* Du sollst deine [[GEZ]]-Gebühren für deinen empfangstauglichen Mikrowellenherd bezahlen
* Du sollst bei einem Sieg der deutschen Teebeutelweitwurfmannschaft bei der [[Fußball-WM 2006|Teebeutelweitwurfweltmeisterschaft]] '''nicht''' mit einem schwarz-rot-goldenen Teebeutel an der Rundfunkantenne deiner silbernen A-Klasse herumfahren und hupen, als ob es kein Ziel gäbe
 
Da sich diese Ziele als mindestens ebenso nutzlos herausgestellt haben, wie beliebige andere, erreichbare Ziele, hat die Mehrheit der Bevölkerung diese oder andere Ziele begeistert angenommen.
 
== Zen ==
Eine japanische Killersekte, die [[Zen|Zen-Buddhisten]] hat ein verantwortungsloses Modell des Lebens entworfen, bei dem man keinerlei Ziele mehr anstrebt. Man sieht auf den ersten Blick, dass das nicht funktionieren kann, denn jeder verfolgt ein Ziel, auch wenn er kein Ziel verfolgt.
 
Es ist so, als wollte sich Münchhausen selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen, oder [[George W. Bush]] den Irak-Krieg beenden, oder ein [[Radio]]-Moderator aufhören zu sprechen, oder ein [[Politiker]] die Lobbyisten ignorieren, oder eine vom [[Schönheitsideal]] besessene [[Anorexie|Anorektikerin]] es sich mal so richtig schmecken lassen, oder ein [[Drogen|Drogenuser]] bemerken, dass das, was er die ganze Zeit gesucht hat, ''kein Ziel'' ist.
 
{{stumpf}}
2.166

Bearbeitungen

Navigationsmenü