Sonntagsspaziergang: Unterschied zwischen den Versionen

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Wie schon erwähnt, bildet der Besuch dieser Gaststätte für viele Teilnehmer den Höhepunkt der sonntäglichen Veranstaltung. Nach spätestens 45 Minuten des Spaziergangs sind die prophylaktischen Inhalte der Kühltaschen geleert und der knurrende Magen bzw. trockene Hals fordert Nachschub in Form von Apfelkuchen, Obst- und Sahnetorten, Leberkäse, [[Jägerschnitzel]], Kaffee, Weizenbier und süßen Limonaden für die Kleinen. All diese Bedürfnisse können in dem Ausflugslokal zu überhöhten Preisen befriedigt werden und an den im Freien bereit gestellten Tischen und Bänken sieht man die Ausflügler mit zufriedenem Gesichtsausdruck schlemmen und trinken. Die Menge der aufgenommenen Nahrungs- und Genussmittel steht dabei in direktem Zusammenhang mit der bewältigten Wegstrecke und so mancher Spaziergänger absolviert einen zusätzlichen Kilometer, um den Konsum eines zusätzlichen Weizenbiers oder eines weiteren Stücks Schwarzwäder Kirschtorte vor sich und dem Lebenspartner zu rechtfertigen.
[[Bild:Selbstbedienung.jpg|thumb|220px|left|Vor den Ausgabestellen der Selbstbedienungssektionen bilden sich lange Schlangen mit hungrigen Sonntagsspaziergängern.]]
Diese Gaststätten werden sowohl von überforderten, nur für diesen Tag eingestellten Aushilfskräften bekellnert, verfügen aber meistens auch über einen Selbstbedienungsbereich, an denendem sich lange Schlangen von ungeduldigen, weil hungrigen und durstigen Spaziergängern bilden. Für die Ehemänner und Lebenspartner mit Restalkohol bietet der nachmittägliche Konsum von Alkohol die Chance, den Kater einzudämmen und die Entzugserscheinungen abzumildern. Unter dem Deckmantel der körperlichen Ertüchtigung bietet der Sonntagsspaziergang somit auch die Möglichkeit zur gesellschaftlich legitimierten Suchtpflege.
 
==Gesellschaftliche Bedeutung==

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