Egomanie: Unterschied zwischen den Versionen

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1 Byte hinzugefügt ,  25. Juni 2007
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Der Egomane erwartet meist, dass er in einen Raum eintritt, und alle anderen machen den Kotau vor ihm. Wenn er dann mit dem letzten Glied seines kleinen Fingers zuckt, müssen die Anwesenden ihm seine Wünsche von den Augen ablesen. Spätestens aber, wenn er seine berechtigten Wünsche in jedermann leicht verständlicher Sprache vorträgt, hat dem jeder unverzüglich Folge zu leisten.
 
Da diese Erwartungshaltung normalerweise nicht erfüllt wird, gerät der Egomane sehr leicht in Rage und beglückt seine Mitmenschen mit Verwünschungen. Er versucht dann, an ihr anerzogenes [[Scham]]gefühl zu appelierenappellieren, denn sie sind ja nur unwürdige Kreaturen ohne jegliches Mitgefühl, welche durch ihr ehrabschneidendes Verhalten zu seiner, des Hochwohlgeborenen Gram ihren schandhaften Beitrag geleistet haben. Die Grundhaltung des Egomanen ist die [[Empörung]].
 
Da dem Egomanen es völlig unerklärlich erscheint, warum seine plumpen Manipulationsversuche nicht in angemessener Weise gewürdigt werden, warum insbesondere viele verschiedene Menschen sich ihm gegenüber ungünstig erweisen, muss er zwangsläufig zu Verschwörungstheorien Zuflucht nehmen. Es kann keinen anderen Grund für derart hartnäckige Resistenz und Renitenz geben, als dass sich einige bösartige Individuen der Macht des verborgenen Wortes bedient haben, um sein hohes Ansehen in den Schmutz zu ziehen, ihn seiner Habseligkeiten zu berauben, ihn beim [[Innenminister]] anzuzeigen oder womöglich am Ende noch ein Mordkomplott gegen ihn zu schmieden.
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