Schönheitsideal

Aus Uncyclopedia
(Weitergeleitet von Schönheit)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Beautyqueen.jpg

Das Schönheitsideal ist die in den verschiedenen Kulturkreisen dieser Welt marginal unterschiedlich ausfallende Definition von Schönheit und Anmut und das Erreichen einer Kongruenz mit diesem Ideal ist für die meisten Menschen sehr erstrebenswert und sinnstiftend. Das Ideal definiert sich sowohl durch äußerliche körperliche Merkmale wie Körperproportionen und Physiognomie, als auch durch Gestik, Mimik und Körpersprache und verändert sich mit dem Lauf der Zeit. Menschen, die nicht dem hiesigen Schönheitsideal entsprechen bzw. besonders davon abweichen, haben es schwer im Leben, sind weniger erfolgreich, anfälliger für Minderwertigkeitskomplexe und tun sich schwer im Knüpfen partnerschaftlicher Beziehungen sowie bei der Fortpflanzung.

Globalisiertes Ideal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Plakatwänden blickt das globale Schönheitsideal auf die Menschheit herab.

Obwohl die zivilisierte westliche Welt nur etwa ein Sechstel der gegenwärtigen Weltbevölkerung stellt, hat sich das von ihr propagierte Schönheitsideal globalisiert, was dazu führt, dass Menschen aller Kulturkreise auf Dauer versuchen, so auszusehen, wie es ihnen von der westlich dominierten Mode-, Fernseh-, Film- und Werbeindustrie nahegelegt wird. Global verkaufte Mode- und Kosmetikzeitschriften wie Elle, Vogue, Madame und Marie Claire treiben weltweit besonders die Frauen der Schöpfung an, sich einander in ihrer äußeren Erscheinung immer mehr anzugleichen, was z.B. dazu führt, dass sich asiatische Frauen ihre engen Sehschlitze zu ”beautiful eyes” westlicher Prägung umoperieren lassen. Einige Kulturkreise und Urvölker, die noch nicht so stark von der globalisierten Medienwelt erfasst sind, bewahren sich bis heute ihr eigenes Schönheitsideal, wie z.B. die tibetanischen Nomaden im Hochgebirge des Himalayas, die Volksstämme in der afrikanischen Steppe oder die Urvölker im Dschungel des Amazonas.

Miss World[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Wahl der Miss World wird von einer überregionalen Schönheitskommission (sozusagen die Stiftung Schönheitstest) einmal im Jahr das aktuelle weibliche Schönheitsideal durch die Auswahl einer mehr oder weniger schönen Frau festgelegt. Zu dieser Wahl werden die Gewinnerinnen der kontinentalen Miss-Wahlen nominiert und Miss India tritt gegen Miss Asia, Miss Afrika, Miss USA usw. an. Letztendlich gewinnt immer eine dem westlichen Schönheitsideal entsprechende Dame diesen Schönheitswettbewerb, wobei sich in jüngster Zeit die strengen Kriterien bzgl. der Hautfarbe etwas gelockert haben, sodass gelegentlich auch eine dunkelhäutige Frau zur Miss World gekürt wird (siehe auch Quotenneger). Die Wahl einer ”Miss Innere Werte” wurde leider bis heute abgelehnt.

Globalisiertes Schönheitsideal für Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Gesicht kommt dem Schönheitsideal schon ziemlich nahe, auch wenn ein paar Augenfältchen die drohende Altershässlichkeit schon ankündigen.

Die Maße 90-60-90 (Umfänge in cm für Brust-Taille-Hüfte) bei einer Körperlänge von 1,68 - 1,80, einem Gewicht von 50-65 kg und einem BMI von 13-22 gelten als sogenannte Eichwerte der globalisierten weiblichen Schönheit. Eine Tendenz zum leichten Untergewicht, die in den letzten Jahren beobachtet werden konnte und von den ausgemergelten Top Models auf den Laufstegen der Haute Couture propagiert wurde, weicht in jüngerer Zeit einem etwas weiblicheren Ideal mit dezenten Kurven, dem Mut zur Körbchengröße +70 C, aber nicht zu viel Körperfettanteil. Volle Lippen, die in leicht nach oben strebenden Mundwinkeln münden in Kombination mit einer schmalen, ebenförmigen, nicht zu sehr geschwungenen Nase, hochsitzenden Wangenknochen und von langen Wimpern umsäumten, klaren blauen oder smaragdgrünen Augen werden als schön empfunden. Der Teint ist leicht gebräunt und die Haut ist makellos glatt und ausreichend feucht. Die Tendenz zum sonnenbankverbrannten, möhrenfarbenenen Teint ist in letzter Zeit wieder dem etwas blasseren Ideal gewichen, in einigen Bevölkerungsschichten ist der an ein geröstetes Hühnchen erinnernde Sun-Point-Teint jedoch immer noch sehr populär. Gesichtsfalten und Krähenfüße sind - ebenso wie Schlupflider - sehr unpopulär und werden immer häufiger mithilfe des Nervengifts Botox lahmgelegt und beiseite gespritzt, den Schlupflidern ist allerdings nur mit einer kostenintensiven Schönheits-OP zu begegnen.
Der Horror jeder schönheitsbewussten Frau ist die durch Gewebeschwäche und zu hohen Körperfettanteil ausgelöste Zellulite. Um dieser beizukommen werden weltweit Milliarden Eurodollaryenpfundrubel in Straffungscremes und Fettabsaugungen investiert. Viele Damen versuchen auch, ihren schlabberigen Fettschichten durch den regelmäßigen Besuch von Fitnessstudios beizukommen.

Behaarung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die burschikose Kurzhaarfrisur für die androgyne Frau konnte sich nicht durchsetzen.

Die Kopfbehaarung wird heute gerne wieder lang getragen und mittels künstlicher Haarextensions zu Löwenmähnen und Rapunzelfrisuren gestylt, nach der längeren Phase, in der viele Frauen freche Kurzhaarfrisuren bevorzugten, um der Männerwelt zu beweisen, dass die moderne, emanzipierte Frau keinen Wert mehr auf weibliche Attribute legte. Blonde Haare gelten nach wie vor als besonders attraktiv und sexy, weshalb viele nicht naturblonde Damen zu chemischen Haarfärbemitteln greifen und so den Blondinentraum künstlich herbeiführen. Warum besonders ältere Frauen und Bewohnerinnen von Altersheimen dazu neigen, ihre Haare lila zu färben, ist der Schönheitskommision allerdings bis heute ein Rätsel, wurde dieses Kriterium doch nie offiziell in den Katalog der Schönheitsattribute aufgenommen. Achselbehaarung ist bei den Frauen sehr verpönt, auch der Schambereich sollte rasiert sein, ein kleines - den weiblichen Bär schmückendes - Hitlerbärtchen liegt dagegen voll im Trend. Die Augenbrauen werden zu zart geschwungenen Haarstrichen zurecht gezupft, können aber auch ganz entfernt und durch gemalte bzw. eintätowierte Verzierungen ersetzt werden. Die hormonell bedingte Ausbildung eines Frauenschnurrbarts ist das Schlimmmste, was einer Frau passieren kann; hier hilft nur das rigorose, lasergestütze Ausmerzen der Haarwurzeln und die Applikation von starkdeckendem Gesichtsspachtel (siehe unten).

Zähne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zähne einer schönen Frau müssen in amerikanischem, fast durchsichtigem Weiß erstrahlen, gerade gewachsen sowie frei von Karies bzw. Paradontose sein und dürfen keine Lücken aufweisen. Zahnschiefstände und durch den Konsum von Nikotin, Teein, und Koffein verursachte Zahnverfärbungen werden von der Kommission nicht geduldet und sind durch regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und den Gebrauch von aufhellender Zahnpasta zu beseitigen, damit die Gesamterscheinung der schönen Frau nicht von kleinen Makeln im Mundbereich getrübt wird. Besonders amerikanische Jugendliche tragen für die Hälfte ihrer Pubertätszeit abenteuerlich aussehende Zahnregulierungsgestelle und monströse Zahnspangen, um in ihrem späteren Leben das Ideal der schönen Zähne erfüllen zu können.

Künstliche Hilfsmittel und Plastische Chirurgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimpernextensions verhelfen dem weiblichen Auge zu mehr Strahlkraft und Ausdruck.
Die Schönheitschirugie ist ein aufstrebender Wirtschaftszweig und viele hässliche Frauen und Männer legen sich freiwillig unters Messer.

Ein spezielles Thema sind künstliche Fingernägel- und Wimpernextensions, mit deren Hilfe das Schönheitsideal in den letzten Jahren noch einmal extrem aufgepimpt wurde. Sie sind zum festen Bestandteil desselbigen geworden und müssen von schönheitsidealisierten Frauen unbedingt getragen werden, auch wenn man über die ästhetische Wirkung krallenartiger, grell bemalter Plastikfingernägel durchaus geteilter Meinung sein kann. Die Anpassung des Brustumfangs und ihrer Form auf die von der Schönheitskommission festgelegten Idealmaße mithilfe von Silikonimplantaten ist bei Frauen sehr populär, sollte das Geld dazu fehlen, tun es zur Not auch Brustpolster. Die schönheitsgeeichte Brust muss fest sitzen und die Brustwarzen leicht nach oben zeigen. Birnenförmige Hängebrüste sind sehr unpopulär und solten dringend in die richtige Form gebracht werden, um dem Schönheitsideal zu entsprechen. Auch überdimensionale Brüste stellen ein Problem dar und werden von der Schönheitskommission als Makel eingestuft. Frauen, die von solchen Kurven enstellt sind (außer Pornodarstellerinnen), wird empfohlen, sich einer Brustverkleinerung zu unterziehen, um die Norm der als schön empfundenen Brustgröße zu erfüllen.
Ein weiteres Feld für künstliche Eingriffe sind die Lippen einer Frau, die mit Collagen, Eigenfett und Silikon aufgespritzt werden können um die von der Kommission geforderte Volllippigkeit herzustellen. Bei der Dosierung der Aufspritzung ist jedoch Vorsicht geboten, denn pirellireifendicke Wulstlippen wirken abstoßend, vulgär und entsprechen nicht dem globalen Schönheitsideal.

Schminke sorgt für frische Farbe und Abwechslung im schönheitsideali-
sierten Gesicht.

Die richtige Dosierung der Gesichtsschminke ist ein essentieller Bestandteil des Schönheitsideals. Mit Lippenstift, Mascara, Lidschatten und Abdeckpaste betont die schönheitsbewusste Frau ihre Lippen, Augen und kaschiert Hautunreinheiten sowie unebene Gesichtspartien. Viele Frauen trauen sich ohne Schminke nicht vor die Tür und fühlen sich ohne den zentimeterdick aufgetragenen Gesichtsspachtel nackt, durschaubar und hässlich. Diese Form der übermäßigen Maskierung entspricht jedoch nicht dem gängigen Schönheitsideal, denn bei der Applikation von Gesichtsschminke kommt es sehr auf das richtige Augenmaß an.

Kleidung und Schmuck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen, die es sich von der Figur her leisten können und dem Schönheitsideal entsprechen wollen, tragen heutzutage bauchfreie Tops, um ihre gepiercten Bauchnäbel den gierigen Blicken der männlichen Bevölkerung auszusetzen und betonen ansonsten ihre Idealmaße durch enggeschnittene Hüfthosen, luftige Kostüme und knappbemessene Miniröcke. Überhaupt sind Piercings - ansonsten eher Schönheitsattribute archaischer Volksstämme - in den letzten Jahren sehr en vogue bei westlichen Frauen, sollten aber eher als dezente Blickfänger dienen und die Trägerin nicht entstellen. Nach wie vor sehr im Trend liegen nicht zu auffällige Brilliantringe, Goldkettchen die das Dekolleté oder die zarten Fuß- und Handgelenke betonen und Ohrringe, die allerdings nicht - wie besonders bei Schlampen beliebt -die Größe einer Affenschaukel haben sollten. Das Tragen hochhackiger Pumps gilt nach wie vor als schick, die so beschuhte Dame sollte aber auch den anmutigen Gang in diesen Schuhen geübt haben, da sonst ihr allgemeines Erscheinungsbild durch das hochhackige Rumgestolpere getrübt wird (siehe unten).

Globalisiertes Schönheitsideal für Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch dem Mann wird täglich klar gemacht, wodurch sich das männliche Schönheitsideal definiert: Knackarsch und Latissimus.

Auch die Männer laufen heutzutage dem Schönheitsideal auf Laufbändern und Cross-Trainern hinterher und verwenden viel Zeit und Geld darauf, diesem nahe zu kommen. Die Zeitung ”Men´s Health” druckt allmonatlich das aktuelle Schönheitsideal im Hochglanzformat ab und verhilft dem modernen Mann dazu, sich an den klaren Vorgaben zu orientieren. Früher galt der Wohlstandsbauch als Zeichen von Wohlstand und Zugehörigkeit zum Bildungsbürgertum und ein Mann war stattlich (schön) wenn er über seinem von einer Weste zusammengehaltenen Bauch einen gepflegten Rauschebart trug und seine Augen unter buschigen Augenbrauen hervorlugten. Doch die Zeiten und damit auch das Schönheitsideal haben sich geändert, Wohlstandsbäuche und Bärte sind beim westlich orientierten Mann out (beim Islamisten dafür total in) und Waschbrettbäuche und glattgepflegte Gesichter inklusive epilierter Nasenhaare sind in, wobei ein dezenter 3-Tage-Bart oder ein kunstvoll ausgefräster Bartschmuck die Schönheit des Mannes auch betonen kann. Körperbehaarung im Allgemeinen gilt als ungepflegt und viele Männer rasieren sich den Brust- Rücken- und Schambereich.

Trieb es in seinem Schönheitswahn zu weit: Michael Jackson

Auch die Mani- und Pediküre ist inzwischen beim Mann angekommen, abgekaute Fingernägel und ungepflegte Nagelbetten sind tabu und wer etwas auf sich hält, besucht gelegentlich sogar mal Uschis Nagel- und Fußstudio, um sich die überflüssigen Hornschichten fachgerecht entfernen zu lassen. Die Annäherung an das globalisierte Schönheitsideal mittels plastischer Chirurgie wird auch von Männern gelegentlich betrieben, prominentestes Beispiel hierfür ist wohl der King of Pop Michael Jackson, der es aber in seinem Schönheitswahn zu weit trieb und heute als die verstörendste Gesichtsbaracke der Welt einzuschätzen ist.

Männerschmuck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit galt das Tragen von Ohrringen als Attribut der Homosexualität und war von heterosexuellen Männern verpönt doch auch in diesem Punkt hat die Schönheitskommission das Schönheitsideal den veränderten Bedingungen angepasst. So können heute auch Heten unbeschwert einen Brilli im Ohr tragen, ohne gleich als schwul tituliert zu werden und auch das Tragen von Ringen und Armbändern steigert die Attraktivität des modernen Mannes. Schwere, besonders von Rappern bevorzugte Goldketten gelten jedoch als proletarisch, angeberisch und sollten vom schönheitsbewussten Mann nicht getragen werden. Die Piercingwelle der letzten Jahre hat auch die Männerwelt erfasst, gepierct werden Augenbraue, Zunge, Eichel und Ohrläppchen, der von Frauen bevorzugte Bauchnabel bleibt beim Mann meistens verschont, da Männer in der Regel keine bauchfreien Tops tragen und die Aufmerksamkeit des Betrachters lieber auf andere Zonen wie sein markantes Gesicht oder seinen Knackarsch lenkt.

Eichwerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eindeutig zuviel des Guten und nicht konform mit dem globalen Schönheitsideal: Der Muskelpanzer.

Die von der Stiftung Schönheitstest ausgegebenen Eichwerte für das männliche Schönheitsideal westlicher Prägung liegen zur Zeit bei einer Körpergröße von 1,80 - 1,95 , einem Gewicht von 75-95 kg und einem BMI, der 25 als Grenze zur Dickleibigkeit auf keinen Fall überschreiten sollte. Die Körpermuskulatur sollte dezent definiert sein, zu starke Oberarme und Rettungsringe um die Hüften sind out, dafür sind breite Schultern und eine knackige Gesäßmuskulatur total in. Der Feind des schönen Mannes ist das Doppelkinn, bevorzugt wird ein markantes Kinn mit einem leichten Grübchen, auch die Wangen- und Kieferknochen sollten dezent definiert sein, um so dem Männergesicht einen prägnanten Ausdruck zu verleihen.

Das Gemächt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht umsonst quellen weltweit die Postfächer der E-Mail-Accounts mit - die Penisvergrößerung anpreisenden - Spam-Mails über, denn die richtige Größe und Form des männlichen Gemächts ist ein wichtiger Bestandteil des maskulinen Schönheitsideals. Der westlich genormte Penis sollte 13-22 cm lang sein, einen Umfang von 6-10 cm haben und möglichst gerade, gepflegt und frei von Pigmentstörungen sein. Viele asiatische Männer unterschreiten diese Richtwerte bei weitem und haben es dadurch schwer, bei westlich orientierten Frauen Eindruck zu schinden. Die Penisvergrößerung ist also ein probates Mittel, um die von der Kommission festgelegten Eich(el)werte zu manifestieren und ein unbeschwertes, selbstbewusstes Sexualleben zu führen.

Problem Kopfbehaarung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da viele moderne Männer durch die evolutionäre Anpassung an die veränderten Umwelteinflüsse bzw. Lebensumstände schon mit Mitte 20 an Haarausfall leiden und mit 30 eine Vollglatze bekommen, hat die Schönheitskommission das Ideal den veränderten genetischen Voraussetzungen angepasst und das Tragen einer Glatze als akzeptabel deklariert. Das erspart den Männern das Tragen eines Toupets, welches bei jeder Gelegenheit vom Kopf des Trägers geweht wird und ihn der totalen Lächerlichkeit preisgibt. Viele Homosexuelle haben das Tragen einer polierten Glatze sogar als besonderes Schönheitsmerkmal für sich entdeckt, unter Neonazis galt diese Frisur schon immer als schön.

Die Diskrepanz zwischen äußerer und innerer Schönheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichts ist schockierender als das Erlebnis, einen äußerlich perfekten Menschen, der in allen Details dem Schönheitsideal entspricht in einer primitiven, vulgären Sprache - die einen Wortschatz von 120 Wörtern umfasst und von grammatikalischem Terrorismus geprägt ist - reden zu hören. Durch diese Diskrepanz wird die äußere Schönheit zu einer Fassade bzw. leeren Hülle degradiert und entlarvt ihre Aufgesetztheit und Irrelevanz. Deshalb ist es schönen Menschen sehr zu empfehlen, ihre äußeren Werte durch ein gewisses intellektuelles Niveau und eine angemessene Sprache zu unterfüttern, erst dann ist der Erfolg durch Schönheit garantiert und durch nichts mehr aufzuhalten. Die gleichen Kriterien gelten übrigens auch für Körpersprache und Manieren. So wirkt z.B. der durch die jahrhundertealte Tradition des ”Kimonotippelns” hervorgerufene schlurfende Gang vieler japanischer Frauen mit nach innen gekehrten Füßen auf den Betrachter als ungelenk und trübt das Erscheinungsbild dieser - auch nach westlichem Standard - oft bildhübschen Damen. Erst ein anmutiger, aufrechter Gang macht aus dem gutaussehenden Menschen ein schönes, dem Ideal entsprechendes Wesen.

Schönheitsideale nichtwestlicher Prägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unterlippenschmuck einer afrikanischen Schönheit.

In Dritte- und Vierte-Welt -Ländern herrscht ein anderes Schönheitsideal vor, dass eher dem wohlbeleibten, europäischen Ideal der Barock-Zeit ähnelt. Ausladende Gesäße und beachtliche Hüftringe sind bei afrikanischen und indischen Frauen sehr populär, gelten sie doch in diesen von Armut geprägten Ländern als Zeichen für Wohlstand und Fruchtbarkeit. Einige Volksstämme, die im Auge des westlichen Menschen als barbarisch gelten, piercen sich ihre Ohrläppchen und Unterlippen mit Blechdosen und Dosendeckeln, rammen sich allerlei Metall durch Nase und Mundpartie und malen ihre unbekleideten, muskulösen Körper mit roter Asche an. Große, birnenförmige Hängebrüste gelten bei vielen afrikanischen Stämmen nicht als hässlich, sondern werden als erotisch und attraktiv empfunden. Je zivilisierter diese Länder jedoch werden, destso weiter entfernen sie sich von ihrem ursprünglichen Schönheitsideal und adaptieren zunehmend die von der globalen Schönheitskommission festgelegten Richtwerte für Schönheit und Attraktivität.

Schönheit im Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese islamischen Frauen müssen sich nicht großartig schminken oder liften lassen, da man ihre weiblichen Schönheitsattribute hinter den Fertighausfassaden eh nicht erkennen kann.

Strenggläubige Musliminnen müssen sich an das Verhüllungsgebot halten und aus religiösen Gründen ihre weiblichen Schönheitsattribute vor den Männern verbergen. So verstecken - auch nach westlichem Standard - hochattraktive arabische Schönheiten ihre Idealfiguren hinter tragbaren Fertighäusern (Burkas) und verhüllen ihre wallende Kopfbehaarung mit Schleiern und Kopftüchern. Es gibt eine eigene islamische Modebranche, die darauf spezialisiert ist, Kleidung zu entwickeln, welche die Schönheit ihrer Trägerinnen unsichtbar macht und nicht etwa betont, was der globalen Modeindustrie ein ökonomischer Dorn im Auge ist, da ihr die Absatzmärkte in Ländern mit überwiegend islamischer Bevölkerung weitgehend verschlossen bleiben. Nur im Gesicht darf sich die Muslimin ein bisschen herumpinseln und kann so wenigstens ein paar der bereits erwähnten Details des globalen Schönheitsideals sichtbar machen, für Burkaträgerinnen bleibt selbst diese kleine Freude unerreichbar.

Das Schönheitsideal des Öko-Freaks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ökologisch orientierte Menschen entziehen sich den von der Schönheitskommission festgelegten Normen und haben in den letzten Jahrzehnten ihr eigenes Schönheitsideal entwickelt. Die Verwendung von Gesichtsschminke ist für Ökofrauen ein Tabu und pickelige, fahle Gesichter in Kombination mit ungewaschenen Haaren und einer insgesamt ungepflegten Erscheinung sind das Maß der schönen Dinge. Die Körperbehaarung wird so belassen, wie von der Natur vorgesehen und außer Wasser und Kernseife berührt keine chemische Substanz die Haut dieser im Einklang mit der Natur lebenden Menschen. Der ökologisch bewusste Mann trägt gerne einen filzbelausten Vollbart oder, sollten seine Hormone das nicht hergeben, zumindest einen zauseligen Ziegenbart am pickeligen Kinn. Die Kleidung dieser Menschen ist in keinster Weise im Einklang mit den Kreationen der globalen Modeindustrie, Schafswollpullis, weite Batikröcke und Gesundheitslatschen sind immer noch der letzte Schrei und für Frauen gilt das Tragen von hochhackigen Pumps als dekadent, unemanzipiert und entwürdigend.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schönheitsindustrie ist ein gigantischer Wachstumsmarkt, der durch die ständig neue Erfindung und Definition von Schönheitsattributen und modischen Strömungen befeuert wird und das globalisierte Schönheitsideal führt heute bei immer mehr Menschen dazu, einen Großteil ihrer Lebenszeit auf die Gestaltung ihrer äußeren Form - bei gleichzeitiger Vernachlässigung der inneren Werte - zu verwenden. Viele junge Frauen, aber auch Männer, werden durch den Druck, diesem Ideal gerecht zu werden in die Magersucht getrieben und entwickeln regelrechte Psychosen bei ihrem selbstzerstörerischem Streben nach äußerer Perfektion. Die evolutionäre Entwicklung der Menschheit hin zu verschiedenen Rassen unterschiedlichster Ausprägung nivelliert sich durch das globalisierte Ideal zunehmends und in absehbarer Zeit wird die genetische Forschung die Menschheit dazu befähigen, perfekte Menschen im Reagenzglas zu erzeugen und der heute immer noch weitverbreiteten Hässlichkeit ein Ende zu setzen.

Begriffserklärungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BMI - Body Mass Index - Definiert das Verhältnis von Gewicht zu Größe und ergibt sich aus der Formel: Gewicht (in kg) geteilt durch die Größe zum Quadrat. Werte zwischen 13 (Grenze zur Anorexia nervosa) und 25 (Grenze zur Dickleibigkeit) gelten als ideal.
  • Körperfettanteil - Bestimmt den prozentualen Fettanteil eines Körpers. Werte von 17-22% (Frauen) und 12-19% (Männer) gelten als ideal, Werte höher als 30 bzw. 25% sind nicht mehr tolerabel und sollten den verfetteten Menschen nachdenklich machen.
  • Schlupflider - Das Oberlid des Auges vergrößert sich altersbedingt, bildet einen kleinen Hautsack aus und drückt das darunterliegende Auge nach unten. Schlupflider werden besonders von alternden, im Anti-Aging-Wahn befindlichen Upper-Class-Damen als großer Makel empfunden und gnadenlos wegoperiert.
  • Krähenfüße - Kleine, altersbedingte Fältchen in Form von Krähenfüßen rund um die Augenpartien, die durch das Blinzeln des Auges und übermäßiges Lachen entstehen.
  • Zellulite - auch Orangenhaut genannt ist eine hässliche Gewebeschwäche, die besonders bei Frauen an Oberschenkeln und Unterarmen auftritt.
  • Penisverlängerung - Kann entweder durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem körpereigene Hautschichten in das Glied eingearbeitet oder durch die längerfristige Verwendung einer Penispumpe erreicht werden, die das Glied wie Gummi auseinander zieht und Verlängerungen bis zu 3 cm ermöglicht.

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allein in Deutschland werden jährlich 700.000 Eingriffe der plastischen Chirurgie vorgenommen, 175.000 davon dienen ausschließlich der Verschönerung des Operierten und haben keinerlei medizinische Indikation.
  • Der Jahresumsatz der Kosmetik- und Körperpflegebranche in Deutschland belief sich im Jahr 2004 auf 11 Milliarden Euro.
  • 52% der deutschen Bevölkerung gelten als übergewichtig und entsprechen somit nicht dem globalisierten Schönheitsideal. Es gibt also viel zu tun, packen Sie´s an!
  • Ein schöner Rücken kann bekanntlich auch entzücken. Ein schöner Bauch aber auch. Somit reduziert sich das ästhetische Bevölkerungsdefizit aus 52% Übergewichtigen durch die 25% Schönbäuchigen darunter auf 27%. Die Idealbauchkurve ist faltenfrei. A(bdo)men.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehr gut Stiftung Satiretest, Ergebnis: Sehr gut

Stiftung Satiretest.svg

03.2007
Sehr gut