Diskussion:Quartäre Radiation

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Noch lange nicht fertig[edit]

Liebe Leser und Mitstreiter, der Artikel ist derzeit nicht mehr als eine (unvollständige) Rohfassung. Satire zu schreiben kostet mehr Zeit, als etwas Vernünftiges zu verfassen. Ich bitte deswegen um etwas Geduld und werde hier vermerken, wenn ich meine, fertig zu sein. Gar zu köstlich, diese Weizsäckers.--Irrigator 17:32, 1. Okt. 2009 (UTC)

Da sehe ich kein Problem. Der Artikel ist jetzt schon ein Monumentalwerk. Arbeite in aller Ruhe weiter dran!--Wombi™ (Beschwerdeformular) 19:16, 1. Okt. 2009 (UTC)

"Löschung" der Seite[edit]

@Wombi: Danke für die wiederhergestellte Seite. Das wird keine weichgespülte Satire. Eher polemisch (Einseitigkeit, Parteilichkeit, Agitation bis hin zur Aggression) bzw. kritisch, vielleicht ein wenig didaktisch, wenn ich Glück habe sogar unterhaltend, aber jedenfalls keine reine Komik bzw. Parodie. Ich vermute mal, das wird selbst auf Uncyclopedia nicht der letzte "Übergriff" gewesen sein. Ich nehme das mal als ein Zeichen, dass das Werk gelingt. Ich bastele mal einen Warn-Baustein ;-) Gruss.--Irrigator 18:59, 13. Okt. 2009 (UTC)

Nichts zu danken, dafür werde ich ja bezahlt bin ich ja Administrator. Wir hatten es da mit einem Großangriff auf mehrere Artikel zu tun... Bin schon gespannt, wann der Artikel fertig ist :)--Wombi™ (Beschwerdeformular) 19:30, 13. Okt. 2009 (UTC)

Herzlichen Glückwunsch[edit]

Herzlichen Glückwunsch, Irrigator. Seit heute ist dies der längste Artikel der Uncyclopedia (Archivseiten außen vor). -- Zyniker 10:09, 17. Okt. 2009 (UTC)

Eigentlich wollte ich die Initiative "Klasse statt Masse" gründen. Trotzdem besten Dank. Das sind noch einige Tage Arbeit, bis die - jetzt überschaubaren - Lücken gefüllt sind und der Artikel insgesamt wie aus einem Guss wirkt. --Irrigator 06:29, 20. Okt. 2009 (UTC)
Ich habe mir auch fest vorgenommen, den Artikel erst zu lesen, wenn er offiziell als "fertig" deklariert wurde :) --Wombi™ (Beschwerdeformular) 06:43, 20. Okt. 2009 (UTC)

Total daneben![edit]

Das soll Satire sein? Das ist eklig, pubertär und nicht einmal dort treffend, wo es zwischendrinn versucht ein paar Fakten aus Büchern wie dem von Martin Wein abzuschreiben. Wer sich für die Fakten interessiert, könnte gleich das entsprechende Buch lesen und wer Satire lesen möchte, wird bei Zeitschriften wie Titanic eher fündig als bei solchen Machwerken von Leuten, die sich dabei nur selbst als unheimlich schlau und witzig präsentieren wollen. Das ging wirklich ziemlich daneben.... Sorry, ist aber meine ehrliche Meinung! Andreas

P.S.: Fragt mal einen Juden, wie witzig er hier den Umgang mit dem systematischen Völkermord findet! Oder fragt einmal Historiker, die sich um echte Aufklärung der Euthanasie gegen alle Widerstände bemühen, wie witzig sie es finden, wenn sich ein paar Spaßvögel da einfach so ihr Halbwissen darauf zusammenschreiben und mit schlechten Scherzen vermischen!

Nein, sorry, wir fragen niemanden, wie witzig er Witze über sich selber findet. Dann könnte man relativ schnell gar keine Witze mehr machen. Wenn du politisch korrekte Texte suchst, musst du woanders suchen, aber dafür kannst du dich bei uns darauf verlassen, dass jeder sein Fett abkriegt. Und Halbwissen gehört hier zum Leseangebot, für Vollwissen fühlen sich genug andere zuständig. Dass manche Satiriker besser sind als wir, geben wir in schwachen Momenten schon mal zu, aber unser Preis-Leistungs-Verhältnis schlägt keiner. NaturalBornKieler 21:13, 23. Mai 2011 (UTC)

Nein, das finde ich eben auch wieder nicht.... Bei einem gut gemachten Witz könnte ich auch über mich selber lachen. Da müsste niemandem ein Zacken aus der Krone brechen. Aber über schlecht gemachte Witze kann ich nicht mal lachen, wenn sie andere betreffen. Und über Judenmord und Euthanasie kann man nicht lachen – ohne sich der Bagatellisierung dessen schuldig zu machen. Das ist definitiv nicht witzig. Das kann man ignorieren, aber nicht ändern.

Und das Argument: Unsere Witze sind zwar mies, aber umsonst – und dazu stehen wir, steigert die Lesefreude ebenfalls eher mäßig. Das ist gefährlich dicht an genau der arroganten, pseudo-bescheidenen Selbstherrlichkeit, die ihr dieser Familie vorwerft. Die gegenseitige Lobhudelei, wie toll und kenntnisreich dieser Artikel angeblich sein soll, praktiziert genau die bildungsbürgerliche Selbstbeweihräucherung, gegen die ihr nur ganz scheinheilig angeht. Begriffe wie "Monumentalwerk" sind da bezeichnend. Das finde ich alles eher lächerlich als zum Lachen. Überhaupt gibt es gerade umgekehrt viel zu viel schlechte Witze als gute Infos und Satire. Auch da bewegt ihr euch eher im angepassten Mainstream als in kritisch-fröhlicher Distanz dazu. Ich hoffe, ihr nehmt’s mir nicht übel und opfert diese Zeilen der Zensur, sondern könnt Kritik vertragen. Nehmt’s doch einfach fröhlich-sportlich. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, Andreas

Selbstverständlich können wir Kritik vertragen. Aber ich lese aus deiner Kritik eigentlich diverse verschiedene Kritikpunkte, von denen ich nur einen gelten lassen würde, nämlich schlechte Witze. Die wollen wir natürlich nicht. Aber der Artikel hier ist seinerzeit von den Besuchern der Uncyclopedia zum Artikel des Monats gewählt worden, das deutet darauf hin, dass viele ihn tatsächlich witzig gefunden haben. Im übrigen ist das hier ein Wiki mit keiner festen Redaktion, so dass die Qualität der Beiträge schwanken kann. Der zweite Kritikpunkt Halbwissen bzw. fehlerhafte oder verdrehte Fakten zählt hier nicht, da die Uncyclopedia nicht den Anspruch hat, zutreffende oder vollständige Fakten darzustellen. Der dritte Punkt, Scheinheiligkeit, ist irrelevant - der Satiriker darf scheinheilig sein. Er darf selber die gleichen Fehler haben, die er anderen vorwirft. Rudi Carrell und Heinz Erhardt waren meines Wissens spießige Choleriker im Privatleben, aber sie hatten es drauf, lustiges Programm zu machen. - Und der letzte Punkt, dass man über bestimmte Dinge nicht lachen könne bzw. dürfe, etwa über Judenmord und Euthanasie, dem würde ich ganz entschieden widersprechen. Sicher ist es nicht einfach, über den Holocaust einen guten Witz zu machen, aber erlaubt ist es auf jeden Fall, und es gibt auch brauchbare Beispiele, wie etwa Charlie Chaplins Großer Diktator oder das Nazometer von Harald Schmidt. Wenn du der Meinung bist, dass dem Satiriker etwas heilig sein müsse, dann bist du hier falsch. Satire lebt auch vom Tabubruch. Bagatellisierung ist gerade der Zweck des Humors. Lachen erleichtert.
Eine Bitte noch, unterschreibe deine Diskussionsbeiträge bitte mit vier Tilden (~~~~), wie in der Wikipedia auch üblich. NaturalBornKieler 11:25, 24. Mai 2011 (UTC)


Erfreulich, dass ihr euch der Kritik stellt. Aber überzeugend sind die Argumente dennoch nicht:

Wenn Euch die Fakten eh egal sind, was soll dann der eingerahmte Kasten oben drüber, der etwas ganz anderes suggeriert – ohne es so ganz ernsthaft zu behaupten.

Nur ein paar Zeilen weiter oben hat Irrigator verkündet, er habe die Initiative „Klasse statt Masse“ gründen wollen. Für die Qualität seiner Witze soll dann aber doch wieder die Masse der Beleg sein? Da ist mir die Minderheit allemal sympathischer.

Man kann natürlich alle Qualitätskriterien einfach für unerheblich erklären. Dann fragt sich aber, woran überhaupt entscheidbar sein soll, ob ein Witz „gut“ ist oder nicht – also doch wieder an den Lachern der Masse statt der Klasse?

Rudi Carrell und Heinz Erhardt finde ich auch eher mäßig witzig. Das war ebenfalls eher der belanglose Klamauk für die breite Masse. Und was Charlie Chaplin angeht, muss ich ganz entschieden widersprechen. Der hat sich nicht über den Umgang mit den Opfern, sondern über die Täter lustig gemacht. Er hat Hitler parodiert – und zugleich Wesentliches an ihm offen gelegt. Das war wirklich gute Satire – witzig und ernst zugleich. Das ist etwas ganz anderes als Witze über Euthanasie und Judenmord. Harald Schmidt ist für mich auf der Grenze. Natürlich wäre es albern, den Leuten alle Begriffe zu verbieten, bei denen man im Entferntesten an Nazis denken könnte. Das kann man mit einem Nazometer durchaus witzig veralbern. Klasse finde ich sogar die Stelle mit den „geilen Uniformen“, bei der das Nazometer nicht reagiert. Das macht deutlich, wie albern so etwas wäre, weil man mit so einem formalen Sprach-Purismus und typisch deutschem Kontrollzwang nicht einmal die echte faschistische Gesinnung bekämpfen könnte. Aber die Stelle mit dem Gasherd finde ich wieder problematisch.

Das hat auch nichts damit zu tun, was einem „heilig“ ist. Es geht schlichtweg um ein bisschen Respekt gegenüber den unzähligen Toten und ihrem Leid. Wer sich darüber meint lustig machen zu dürfen, soll es tun. Ich würde das niemandem verbieten wollen. Aber ich find’s trotzdem übel und klatsche dazu bestimmt nicht Beifall im Gleichschritt mit der Masse, die über alles auf Kosten anderer lacht.

Eine persönliche Anmerkung: Ich habe selbst einen Sohn mit einer Behinderung. Der wäre nicht mehr am Leben, wenn alle Euthanasie witzig fänden. Und als Vater findet man einfach solche Fotos, wie das auf Eurer Seite –zumal mit dem extrem verunglimpfenden Untertitel einer „Mongoloiden Idiotie“- alles andere als witzig. Darüber hinaus bezweifele ich, ob das nur eine Frage der persönlichen Überempfindlichkeit ist. Das „ist doch alles wurscht und erlaubt“-Argument könnten nämlich auch die Nazis mit einem entsprechenden Foto (samt Untertitel und entsprechender ideologischer Ausschlachtung) in Anspruch nehmen!

Zum Schluss noch eine Empfehlung nach meinem Geschmack: Volker Pispers! Der ist wirklich bissig und bestimmt nicht nach dem Geschmack des gesetzten Liberal-Intellektuellen. Aber er ist witzig (und seine Fakten stimmen....).

Eine Frage noch: Was bedeuten vier Tilden? Andreas60 13:22, 24. Mai 2011 (UTC)AndreasAndreas60 13:22, 24. Mai 2011 (UTC)

Wenn du den Artikel genau liest (was aufgrund seiner Länge und Komplexität sicher ein hartes Stück Arbeit ist), dann müsstest du eigentlich erkennen, dass auch dieser Artikel sich im Wesentlichen mit den Tätern (im konkreten Fall z. B. mit Viktor von Weizsäcker, der an Euthanasieopfern forschte) auseinandersetzt. Und in diesem Punkt mischt der Artikel durchaus gekonnt Fakten mit parodistischen Übertreibungen (das unterschobene Zitat „Um Lebendes zu erforschen, muß man sich am Leben vergreifen.“ lautete tatsächlich „Um Lebendes zu erforschen, muss man sich am Leben beteiligen.“ - das ist doch eine schöne Parodie auf jemanden, der sich als Humanist aufspielt, aber gleichzeitig an Euthanasie beteiligt.) Die Verwendung von Täter-Jargon bzw. von damals üblicher Sprache (z. B. mongolide Idiotie) muss in diesem Zusammenhang zur Illustration erlaubt sein, ebenso das "Schockfoto" eines behinderten Kindes, das damals eben ein Euthanasie-Opfer hätte werden können. Wenn ich den Eindruck hätte, dass hier Opfer verhöhnt werden, hätte ich möglicherweise auch ein Problem mit dem Artikel, aber es ist nicht so. Der Artikel setzt sich mit unterschiedlichen Mitteln eben mit den damaligen Ereignissen auseinander. Dass dabei auch Gefühle aufgerührt werden, wenn man sich mit einem so schrecklichen Thema beschäftigt, ist unvermeidlich. Das gleiche Problem haben wir hier mit vielen anderen Themen, zum Beispiel religiöse, bei denen auch die Gefühle Betroffener verletzt werden können. Das rechtfertigt aber keine (Selbst-)Zensur. Die einzige Grenze, die ich ziehen würde, ist dieselbe, die auch der Gesetzgeber zieht, ich würde nämlich keine Volksverhetzung und Aufstachelung zum Hass dulden. Davon ist dieser Artikel aber weit entfernt.
Volker Pispers ist mir jederzeit ein Genuss, und er versteht es sicherlich, aus Fakten gute Satire zu machen, doch auch er manipuliert natürlich, zumindest durch Weglassen all dessen, was nicht in sein satirisches Konzept passt. Ist alles erlaubt! Ich würde mir nur wünschen, dass er auch mal in alle Richtungen austeilt und nicht immer nur in die gleiche ... Wenn ich jemanden nennen sollte, den ich für seine Kleinkunst wirklich bewundert habe, dann würde ich übrigens Max Osterritter nennen, das war ein wahrer Kleinkünstler. Er war nur 1 Meter 10 groß und schwer körperbehindert, verstand es aber, trotz und mit seiner Behinderung Kabarett zu machen und sich selbst auf die Schippe zu nehmen, dass es einem kalt den Rücken runterlaufen konnte. Er hat gekonnt mit Tabubrüchen jongliert. Leider ist er früh gestorben.
Die vier Tilden werden beim Speichern in eine Unterschrift mit Zeitstempel umgewandelt, das ist für die Zuordnung von Diskussionsbeiträgen ganz praktisch. NaturalBornKieler 15:02, 24. Mai 2011 (UTC)



Doch, das Foto sowie die Untertitel sind ganz extrem diffamierend. Die Kategorien des Mongolismus sowie der Idiotie sind total veraltete medizinische Kategorien, die selbst Mediziner heute niemals mehr verwenden würden. So was kann man nicht einfach unkommentiert veröffentlichen – und als „Witz“ schon gar nicht. Würde man das in eine öffentliche Zeitung setzen, würde ein Sturm der Entrüstung von Seiten der Betroffenen sowie deren Angehörungen –und das völlig zu Recht- die Folge sein.

Solche Kategorien sowie die damit verbundenen Abwertungen von Menschen mit Behinderung entstammen einer naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin, die man folgender Maßen beschreiben und kritisieren könnte:

„Da Macht, Geld und Wissenschaft aber in einem Konnex stehen wie die drei Seiten eines Dreiecks, so kann niemand eine der drei Seiten zerschlagen, ohne die beiden anderen zu zerschlagen. Die naturwissenschaftliche Medizin ist also ganz präzise diejenige, welche mit der Machtordnung der bürgerlichen Gesellschaft und mit der Geldordnung, die Marx den Kapitalismus nannte, steht und fällt.“

So, und nun rate mal, von wem dieser Satz stammt?

Genau, von Viktor vom Weizsäcker! Ich kenne nicht nur den ersten Satz des Gestaltkreis sondern das ganze Buch. Es wurde übrigens von dem Sozialphilosophen Michel Foucault ins Französische (Wahnsinn und Gesellschaft, Überwachen und Strafen, Geburt der Klinik sind drei seiner weiteren Bücher) übersetzt. Ich habe Kopien der Krankenakten mancher Kinder, die in Lubliniec umgebracht und in Weizsäckers Institut untersucht worden sind –aber eben nicht von ihm selbst, sondern dem Neuropathologen des Instituts, Dr. Scherer. Es ist unwahrscheinlich, dass Weizsäcker ein einziges dieser Präparate selbst in Händen hatte. Seine eigene Forschung ging völlig andere Wege. Die Art und Weise, wie diese Kinder umgebracht wurden, sowie der Weg der Präparate bis zu Scherer, der über die Ergebnisse auch selbst publiziert hat, ist mittlerweile ziemlich genau nachvollziehbar. Das wollen nur viele nicht wahrhaben, weil sie es als Enttäuschung empfinden würden, damit nicht einen berühmten Mann zur Sau machen zu können. Um die Kinder und dem, was ihnen angetan wurde, geht es diesen kritischen Kritikern gar nicht. Da kümmern sich andere, ganz im Stillen drum. Aber ich finde diesen Narzismus, sich ganz toll zu erleben beim Anpinkeln einer Berühmtheit und die Enttäuschung, wenn man zugeben müsste, dass der Bösewicht vielleicht gar nicht so böse war, wie man es sich ganz dringlich gewünscht hatte, echt zum Kotzen. Da wird die Aufdeckung des Unrechts an diesen Kindern gleich noch einmal missbraucht für Eigendarstellung.

Weizsäcker hat nach dem Krieg seinen Schüler, den späteren Sozialmediziner und Psychosomatiker Alexander Mitscherlich damit beauftragt, nach Nürnberg zu den Ärzte-Prozessen zu gehen und diese zu dokumentieren. Weizsäcker war alles mögliche, aber ganz sicher kein als Humanist getarnter Nazi, der an Euthanasie-Kindern herumexperimentiert hätte. Wer das noch glaubt oder behauptet, ist schlechtweg nicht auf dem Stand der medizinhistorischen Forschung.

So, und das ist eben wirklich ärgerlich, wenn man sich um die historische Recherche solcher Dinge wirklich mühsam kümmert und dann kommen ein paar Spaßvögel und behaupten mal so eben mit der Vermengung von etwas Halbwissen irgend einen Unsinn. Ihr urteilt von einem ziemlich hohen Ross herab über Dinge, von denen ihr echt absolut null Ahnung habt. Da müsstet ihr dann schon ein paar mehr Artikelchen, als den da oben lesen. So hart wäre die Arbeit gar nicht, aber man muss sich zu ihr halt entschließen können – das ist das Problem. Ihr treibt nämlich nicht nur schlechte Scherze, sondern ihr urteilt und verurteilt auch ganz massiv –und das in der Öffentlichkeit, also mit nicht unerheblicher Wirkung. Dafür tragt ihr Verantwortung –egal ob ihr sie reflektiert oder nicht.

Trotzalledem: Vielen Dank für den Hinweis auf Max Osterritter! Den kenne ich nicht. Das interessiert mich aber. Da suche ich jedenfalls Infos dazu. Andreas Andreas60 16:51, 24. Mai 2011 (UTC)

Nochmal zur Klarstellung, ich habe diesen Artikel nicht geschrieben, insofern bin ich eigentlich nicht dafür zuständig, ihn inhaltlich zu vertreten (insbesondere habe ich die Quellen nicht studiert). Ich bin hier nur Admin und verteidige das Recht, diesen Artikel so stehen zu lassen wie er ist. Viktor von Weizsäcker ist auf jeden Fall angreifbar, das kann man sogar der entsprechenden ausführlichen Seite der Viktor-von-Weizsäcker-Gesellschaft entnehmen ([1]). So wie im Grunde jeder Mensch angreifbar ist, weil der Mensch nun mal voller Widersprüche und Schwächen ist. Diese sind die Angriffspunkte für den Satiriker. Und wenn ein solcher angreifbarer Mensch auf einem Sockel steht, dann ist es Ehrensache für den Satiriker, ihn hinunterzuschubsen. Zu diesem Zweck darf man alle gebotenen Mittel einsetzen, auch und gerade Übertreibungen und Tatsachenverdrehungen. Wir glauben ja auch nicht wirklich, dass David Hasselhoff die deutsche Einheit verschuldet hat, aber wir schreiben es trotzdem.
Zu Max Osterritter findet man leider nicht viel, da das Internet zu seinen Lebzeiten erst in den Kinderschuhen steckte. Seinen Bühnenpartner, den inzwischen ebenfalls verstorbenen Christoph Schunck, kannte ich ganz gut. NaturalBornKieler 08:44, 25. Mai 2011 (UTC)


Der Autor dieses Beitrages hat aber eben selbst auf einem ziemlich hohen Sockel Platz genommen. Und bei den Passagen, in denen er durchaus gezielt suggeriert, er präsentiere Fakten (freilich ohne sich zu trauen, dies explizit kenntlich zu machen, wo und wo nicht),, fordert dies geradezu heraus, ihn mit dem Nachweis der gar nicht satirisch motivierten Tatsachenverdrehungen selbst von seinem arg wackeligen Sockel zu stoßen. Ich finde das auch ein bisschen feige, andere für das, was sie geschrieben und gesagt haben lächerlich zu machen, sich selbst aber durch die undifferenzierte Vermischung von Faktenanspruch und Verdrehung jeglicher Kritik zu entziehen. Dass Hasselhoff nicht die deutsche Einheit verschuldet hat (noch besser fand ich die Titanic-Karikatur mit dem kleinen asiatischen Männchen in der großen Masse und dem Schildchen „Und wird auch manches neu gestylt, Korea ist und bleibt geteilt!“ – auch hart an der Grenze, aber ok), kann jedem sofort klar sein (und ist daher auch ok). Aber in dem Artikel oben werden eben sachliche Fehler mit absichtlichen Verdrehungen zu einem unkenntlichen Brei vermengt. Der nicht sachkundige Leser wird hinters Licht geführt, weil er keine Chance hat das zu erkennen. Das ist also vor allem ihm gegenüber unfair!

Und das mit dem Foto geht nun mal gar nicht. Mit Luminal sind genau diese Kinder in Lubliniec umgebracht worden. Fändet ihr es dann ebenfalls witzig, das Bild eines Juden zu präsentieren mit dem Zusatz „Gas-Behandlung indiziert“? Oder kann man das zwar nicht mit einem Juden, mit einem Menschen mit Behinderung aber schon machen? Diese Menschen können sich nicht selbst dagegen wehren! Hier geht es ja immerhin um das Foto eines ganz konkreten Menschen (und nicht „nur“ irgend einen „x-beliebigen Idioten“, oder?), der da abgebildet ist, sowie seine Persönlichkeitsrechte bei der Verwertung seines Fotos. Woher stammt das Foto überhaupt? Was mögen die Angehörigen empfinden, wenn sie das hier im Internet, in diesem Zusammenhang entdecken? Muss man echt so konkret werden, damit für Euch nachvollziehbar ist, dass da definitiv eine Grenze massiv überschritten ist? Ich bin mir nicht so sicher, ob das nicht sogar juristisch problematisch ist.

Zu Weizsäcker müsste man an der Stelle dann noch ganz vieles sagen. Aber da ist wohl hier nicht der Raum dafür. Ich sage auch nicht, dass ihm kein Vorwurf zu machen wäre. Aber ich wäre schon dafür, ihn präzise statt falsch zu bestimmen. Es ist eben bezeichnend, dass viele Leute an der Geschichte sich nur für Weizsäcker interessieren, nicht oder kaum für Scherer, sowie Hecker und Buchalik (die beiden Ärzte in Lubliniec, welche die Kinder umgebracht haben). Warum? Weil die nicht so berühmt sind und man sich selbst bei der Herausarbeitung deren Mitschuld nicht so viel öffentliche Beachtung erwerben kann? An der Geschichte dieser Kinder und ihrem leidvollen Schicksal ließe sich zeigen, dass die individuelle Schuld und Verstrickung ganz unterschiedliche Formen hatte: Hecker war überzeugt von der Ausmerze; Buchalik ganz und gar nicht, hat sich aber zum Mitmachen massiv drängen lassen; Scherer war ein ideologisches Chamäleon und eigentlich nur an seiner wissenschaftlichen Karriere interessiert und Weizsäcker politisch sicher ein Gegner der Nazis, der sich aber in einer definierbaren Phase terminologisch angepasst hat und der als Leiter der Breslauer Neurologie einfach institutionelle Verantwortung trägt. Gerade deren aller Einbindung hat die Nazis so erfolgreich werden lassen. Das verdeckt man, wenn man sich nur die Berühmtheiten herauspickt und als böse Nazi-Ideologen beschimpft. Und man verdeckt damit die wichtigste Lehre für heute: Dass Unrecht nicht nur von sich hinter humanitären Schalen tarnenden, eigentlich aber ganz bösen Unmenschen ausgeht, sondern wie vielfältig die Formen der Verstrickung ins Unrecht auch heute sind. Das sollte man sich schon überlegen, ob man es –satirisch oder ernsthaft, bewusst oder unbeabsichtigt- als Erkenntnis befördert oder verschleiern hilft.

Ja, ich habe leider nur sehr wenig über Max Osterritter gefunden. Aber das Wenige klingt sehr gut. Genau diese Form von Selbstironie schätze ich sehr. Das ist dann wieder eine sehr souveräne Art mit der eigenen Behinderung umzugehen. Der Betroffene selbst hat ohne Frage die Möglichkeit so etwas satirisch zu nutzen. Der ebenfalls so frühe Tod seines Bühnen-Partners macht zusätzlich betroffen. Die wirklich großen Menschen sind eben oft die ganz kleinen, die in den großen Medien kaum beachtet werden. Für diesen Hinweis danke ich wirklich von ganzem Herzen. Andreas60 06:29, 26. Mai 2011 (UTC)

Kein Gesprächsbeitrag, nur die Rechtschreibkorrekturen von anomymer IP zurückgesetzt: Rechtschreibkorrekturen bei Diskussionen nicht üblich. -- Zyniker 10:48, 27. Mai 2011 (UTC)