Klamotte
Die Klamotte ist ein fettes Insekt, das regelmäßig "unter den Hammer kommt". Dafür braucht es keine Auktionen. Ihr Lebensraum ist nämlich das Klavier. Darinnen gibt es zahlreiche Hämmer. Und wenn der/die Klavierspieler/in gerade eine Klaviertaste drückt, aber keinen Klavierton dafür zurück bekommt, ist wahrscheinlich wieder eine Klamotte oder ihr Nachwuchs, also eine Klamottenraupe, unter den Hammer dieser Klaviertaste geraten, so dass diese den Anschlag des Hammers auf die Klaviersaite verhindert. Anschläge verhindern ist der Lebenssinn der Klamotten. Als Antiterroreinheiten, auch Antiphonterroreinheiten genannt, halten Klamottenschwärme jedes lang genug abgestandene Klavier tonerzeugungsfrei, und viele von ihnen opfern dafür heldenhaft ihr Leben. Nur Ameisen, Termiten und Bienen sind bislang durch solch arbeitsame Zusammenrottungen als auch nur annähernd so fleißige Bevölkerer eigenartiger Insektenbaue aufgefallen. Die Klamotten sind unter den Insektenvolkbildenden Tierarten die einzige, deren Baue kunstvoll von Menschen hergestellt werden.
Naturschutzmaßnahme ist die Lackierung von Klavieren, damit nicht Termiten die Arbeitsplätze der Klamotten wegfuttern.
Es gibt spezialisierte Klamottenvölker, die nur Klaviere bestimmter Marken besiedeln, darunter die Bechsteinklamotten, die Steinwayklamotten, die Yamahaklamotten, die Pleyelklamotten und die Bösendorfer Klamotten. Sie bilden die Gruppe der Markenklamotten. Eine andere Gruppe ist die der Billigklamotten, die billige Klaviere befallen, dort aber qualvollere Heldentode erleiden, da die Billigklaviertastenanschlagshämmer nicht so stark anschlagen können, manche angeschlagenen Klamotten darin also einen Tod auf Raten erleiden. Tierschützer raten deshalb zur Anschaffung eines Markenklaviers.