Reise nach Berlin

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Herkunft[edit | edit source]

Das Spiel Reise nach Berlin wurde Ende des letzten Jahrhunderts in Kreisen der FDP aus dem bereits früher bekannten Spiel Reise nach Jerusalem abgeleitet, hat sich aber schnell auch bei anderen Parteien als faires und effektives Mittel der Personalrekrutierung durchgesetzt.

Der Sinn des Spiels ist, die meist langweiligen Bundestagsdebatten etwas abzukürzen.

Daneben sichert es noch die Verteilung der Pfründe, sowohl des Einzelnen als auch der Parteien selbst.

Spielvorbereitung[edit | edit source]

Für das Spiel werden mindestens zwei Mitspieler und eine Sitzgelegenheit benötigt. Je mehr Mitspieler teilnehmen, umso lauter und unterhaltsamer wird das Spiel, vor allem für Außenstehende.

Die Sitzgelegenheit sollte möglichst einfach gehalten sein, in der Regel wird ein Stuhl benutzt, dieser wird in der Mitte des Raumes aufgestellt.

Die Mitspieler tragen geeignete und ordnungsgemäße Bekleidung.

Spielverlauf[edit | edit source]

Die Mitspieler bewegen sich frei im Raume und machen dazu das sogenannte Getöse, anfangs in großer Lautstärke, dann immer leiser werdend.

Die Runde geht zu Ende, wenn der letzte Mitspieler verstummt ist. Dann versucht jeder Mitspieler, auf der freien Sitzgelegenheit Platz zu nehmen, allerdings ohne Einsatz der Extremitäten - zumindest in der deutschen Variante ist Gewalt und körperliche Aggression verpönt.

Gewinner der Runde ist derjenige, der sich zuunterst mit beiden Hinterbacken fest auf der Sitzgelegenheit befindet. Er darf sich bis zum Ende der Folgerunde Parteivorsitzender nennen,

Strafen[edit | edit source]

Fehler eines Spielers, auch des Parteivorsitzenden, werden abgestraft, der betreffende Spieler setzt für ein oder mehrere Runden aus.

Die Anzahl der auszusetzenden Runden wird in geheimen Absprachen der anderen Spieler, dem sogenannten Mauscheln festgelegt.

Spielende[edit | edit source]

Das Spiel endet nie, ein Spieler kann es aber jederzeit durch Ausscheiden oder vorherigen Tod verlassen.

Neue Spieler werden in der Regel aus der Parteihierarchie in einem Ochsentour genannten Verfahren ausgewählt.

Siehe auch[edit | edit source]