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Dieser Machtwechsel wurde in ganz Griechenland mit Verunsicherung zur Kenntnis genommen. Einige Jahrhunderte zuvor hatten die Griechen die [[Demokratie]] erfunden; diese war zwar inzwischen ein bisschen aus der Mode gekommen, aber in der aktuellen Situation begannen viele Griechen wieder, freie [[Wahl]]en zu fordern. Alexander, der gebildet und fortschrittlich war, schickte daraufhin jedem griechischen Stadtstaat einen Wahlzettel mit zwei Ankreuzmöglichkeiten, nämlich: '''a)''' wir erkennen die Oberherrschaft Alexanders mit Freuden an, oder '''b)''' wir erkennen Alexanders Oberherrschaft nicht an und möchten lieber, dass unsere Stadt niedergebrannt und dem Erdboden gleichgemacht wird. Nach einem kurzen, leidenschaftlichen Wahlkampf stimmten fast alle Stadtstaaten für a), außer [[Theben]], das lieber niedergebrannt werden wollte. Alexander nahm die Wahl an.
== Der Asienfeldzug ==
Nachdem das geklärt war, kam Alexander auf den alten Plan zurück, die Perser anzugreifen und Asien zu erobern. Der Begriff ''Asien'' war damals allerdings recht schwammig, die meisten Griechen verstanden darunter nicht viel mehr als die türkische Riviera mit etwas Hinterland. Hätte Alexander gewusst, was alles zu Asien dazugehört, Hochgebirge und Wüsten und Elefanten und Ölquellen und japanische Kleinwagen, dann hätte er sich wohl etwas Leichteres vorgenommen, etwa [[Amerika]] entdecken oder zum [[Mond]] fliegen.
Doch das wusste er nicht. Das einzige was er sicher wusste, war, dass der Perserkönig [[Dareios]] sich Zöpfe in den Bart flocht und irgendwo riesige Vorräte an [[Massenvernichtungswaffe]]n versteckt hatte, die man unbedingt finden und unschädlich machen musste. Mit diesem Hinweis überzeugte er die heimische Presse von der Notwendigkeit eines entschlossenen Vorgehens, stellte ein Heer aus seinen griechischen Wählern zusammen und setzte es in Marsch.
=== Militärische Situation ===
Auf den ersten Blick erscheint ein Angriff Griechenlands auf Persien zum damaligen Zeitpunkt extrem waghalsig. Die Perser hatten damals etwa fünf Milliarden Mann unter Waffen, weil sie bereits die Technik beherrschten, ihre Kämpfer mit Hilfe von [[Photoshop]] und Special Effects digital zu vervielfältigen. Das hatte den Griechen einst bei den [[Perserkriege|Thermopylen]] schon schwer zu schaffen gemacht. Alexander hingegen hatte nur etwa dreißigtausend Mann, die er noch dazu regelmäßig bezahlen und verköstigen musste.
Auf der anderen Seite hatte Alexander den Vorteil, dass sein Heer unbesiegbar war. Das machte die Kriegführung natürlich deutlich einfacher.
=== Eroberung Kleinasiens ===
Im Jahre 334 v. Chr. eroberte Alexander mit seinem unbesiegbaren Heer Kleinasien, was ein guter Anfang war und die spätere Eroberung Großasiens sehr erleichterte. Alexander achtete stets darauf, ein liebenswürdiger Eroberer zu sein, zumindest wenn die Eroberten sich zuvor widerstandslos ergeben hatten. Zum Beispiel spendete er leere Weinfässer als Wohnsitze an arbeitslose [[Philosoph]]en. In der unblutig eroberten Stadt Gordion, so wird erzählt, begegnete Alexander einem Mann, der den Knoten seines [[Sweatshirt]]s nicht mehr aufbekam. Alexander erklärte, hier in der Türkei müsse es doch irgendwo eine Änderungsschneiderei geben, und sorgte dafür, dass der Mann ordentliche [[Reißverschluss|Reißverschlüsse]] für seine Klamotten bekam. Diese leutselige Art des Feldherrn ging in viele Legenden ein.
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