Alexander der Große: Unterschied zwischen den Versionen

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3.352 Bytes hinzugefügt ,  26. Mai 2011
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Nachdem Persien komplett erobert war, dachten sich seine Mannen, nun sei ein guter Zeitpunkt, die erbeuteten Reichtümer zu verteilen und sich zur Ruhe zu setzen. Alexander dachte anders. Er war Berufseroberer und hatte den Spaß noch lange nicht verloren. Allerdings rätseln [[Historiker]] bis heute über die Frage, was ihn geritten haben könnte, ausgerechnet Afghanistan als nächstes Ziel anzupeilen.
 
Welcher Grund es auch wirklich gewesen sein mag, gegenüber seinen Leuten behauptete er jedenfalls, Afghanistan sei ein schlimmes Nest von [[Taliban]] und [[Drogen]]banden, das man unbedingt ausräuchern müsse. Beim Thema Drogen horchten seine Mannen auf, denn sie waren keine Kostverächter und zogen gern mal einen durch, und von dem am Hindukusch gewachsenen Kraut hatten sie schon viel Gutes gehört. So ließen sie sich also bequatschen, und Alexander konnte Afghanistan besetzen.
 
Allerdings verlief dieser Feldzug nicht so glatt wie die vorherigen. Das Spielchen, jede Stadt einzeln zu erobern, indem man sie vor die Wahl zwischen Auslöschung und Unterwerfung stellte, funktionierte zwar auf den ersten Blick auch hier. Aber die Afghanen hatten bereits eine Menge Erfahrung im Erobertwerden. Sie warfen sich dem Feldherrn bereitwillig zu Füßen, wenn er mit seinem Heerzug anrückte. Zog er aber weiter, so dauerte es nicht lange, bis sie seine zurückgelassenen Statthalter geteert und gefedert aus der Stadt warfen, um sich danach erstmal in Ruhe ein Pfeifchen zu stopfen. Alexander musste einige Städte dreimal oder öfter erobern, und im Grunde änderte sich nichts. Er wollte mancher Stadt schon androhen, sie zur Strafe dem Erdboden gleichzumachen. Dann aber besann er sich, betrachtete die Stadt und die umgebende Felswüste und musste feststellen, dass sie dem Erdboden schon ziemlich ähnlich ''war''.
 
Der Afghanistanfeldzug war insgesamt ein sinnloses, kostspieliges und verlustreiches Unternehmen. Leider wird er in den Geschichtsbüchern dennoch als einigermaßen erfolgreich beschrieben. Hätte die Wahrheit darin gestanden, wäre vielleicht so mancher [[England|britische]], [[Russland|russische]] oder [[USA|amerikanische]] Politiker später nicht auf den glorreichen Gedanken gekommen, Afghanistan besetzen zu wollen. Zumindest falls Politiker Geschichtsbücher lesen, was nicht sicher ist.
 
=== Alexander in [[Pakistan]] ===
 
Natürlich ließ Alexander sich von der Sinnlosigkeit dieses Feldzuges nicht davon abhalten, gleich einen neuen anzufangen. Seine Männer waren noch ein bisschen benebelt von den Genüssen Afghanistans, als er ihnen erklärte, nun werde er [[Indien]] erobern. Dort gebe es [[Elefant]]en und [[Tiger]] und Kobras und Blutegel und noch viele andere Herrlichkeiten, für die man im [[Zoo]] teuren Eintritt bezahlen müsste. Als die Griechen aber allmählich aus ihrem Drogenrausch erwachten, mussten sie feststellen, dass sie stattdessen in Pakistan gelandet waren, wo es außer ein paar gut organisierten [[Terrorcamp]]s nichts Interessantes zu sehen gab.
 
Alexander suchte hier vergeblich nach Städten, die er erobern konnte. Es gab zwar Städte, diese waren im Dschungel jedoch gut versteckt und innerhalb von zwei Tagen überwuchert, wenn man den Heckenschnitt vernachlässigte. Nachdem sie einige Wochen bei Dauerregen durch den Dschungel geirrt waren, erreichten die Griechen den Fluss Indus. Dort erklärten ihm seine Mannen, Gott hin oder her, sie hätten die Schnauze gestrichen voll und würden jetzt erstmal an den Strand fahren. Sie bauten sich ein paar Boote, fuhren damit an den Indischen Ozean und spannten ein paar Tage aus. Alexander blieb noch am Fluss. Er konnte es nicht fassen, dass sein ruhmreicher Feldzug nun zu Ende sein sollte. Schließlich nahm er ein Sprachrohr und rief zur anderen Flussseite hinüber ''„Ergebt euch!“''. Natürlich bekam er keine Antwort. Er interpretierte dies als Unterwerfung und ließ seine Geschichtsschreiber vermerken, dass er auch Indien erobert habe.
 
== Siehe auch ==

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