8.948
Bearbeitungen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
(so, das soll es jetzt sein) |
||
|
{{Zitat|Unsere Sicherheit wird auch am [[Hindukusch]] verteidigt|Alexander der Große|globale Sicherheitspartnerschaft}}
'''Alexander der Große''' ''(*356 v. Chr. in [[Jugoslawien]]; †323 v. Chr. im [[Irak]])'' war ein
==
Als Alexanders Vater, König Philipp von [[Makedonien]], von der Schwangerschaft seiner Königin erfuhr, reiste er zum [[Hellseherei|Orakel von Delphi]], um es zu befragen. Dies war damals üblich, so ähnlich wie man heute eine Ausbildungsversicherung für den Nachwuchs abschließt oder wenigstens einen Kindergartenplatz organisiert, wollte man auch in der [[Antike]] bereits sicher sein, alles für die Zukunft seines Kindes getan zu haben. Philipp war allerdings ein rauer Geselle und begnügte sich nicht mit einem Tempelbesuch, sondern eroberte bei dieser Gelegenheit gleich ganz Griechenland. Das war vielleicht nicht ganz so üblich, aber auch nicht ungewöhnlich.
Alexander wurde sehr jung geboren. Sein Vater, König Philipp von [[Makedonien]], fragte zuvor das [[Hellseherei|Orakel von Delphi]] etwas über diesen, da er Delphi sowieso zufällig gerade [[Krieg|erobert]] hatte. Jenes weissagte dem König, ihm würde ein Kind geboren. Da das Philipp aber schon wusste und deswegen - verständlicherweise erbost - Delphi niederbrennen und danach in der Absicht wieder aufbauen ließ es erneut nach dem Kind zu fragen, wurden die [[Antike|antiken Seher]] vorsichtiger. Besonders nachdem Philipp explizit androhte, dass er, falls das Orakel ihm nichts Neues über sein Kind offenbaren würde, Delphi solange niederbrennen und wiederaufbauen würde, bis ihm die Lust, die Zeit oder das Holz ausgehe - so wie es damals wie heute noch makedonische Sitte ist. Trotz vergeblicher Versuche der geschäftstüchtigen thebanischen Steinmetze und Baumeister die Priester von Delphi daran zu hindern, erklärte dass Orakel nun nicht nur, es würde Philipp ein [[Kind]] geboren [[Drama-Else|- nein! -]] es würde ihm ein Alexander geboren.▼
▲
Zufrieden mit dieser Kunde zog Philipp wieder in sein nördliches Wildland zurück.
▲Über Alexanders Geburt liegen keine gesicherten medizinischen Erkenntnisse vor, doch trotzdem sahen sich zahllose [[Historiker]] zu Kommentaren und Mutmaßungen veranlasst, wie es denn wohl abgelaufen sei. So meint [[Theodor Mommsen|J. G. Droysen]] in seinem Buch ''Monumentale Biographien'' anmerken zu dürfen: "''Von hier und heute geht eine neue Geschichte der Weltepoche aus.''" Er bezog sich hierbei auf die Moderne.
[[Datei:Alexander-Mosaik.jpg|right|thumb|300px|Noch so ein grob gepixeltes Foto von Alexander, dem hier gerade während einer Kampfübung der Verdacht kommt, sein Deo könnte versagt haben.]]▼
== Jugend ==
Alexander wuchs mit seinen Freunden [[Klitoris|Kleitos]], Philotas und Hephaistion auf. Gemeinsam spielten sie wilde [[Fußball|Spiele der Barbaren]]. Als sie eines Tages eine von Philipps Zweitfrauen vergewaltigten, wurde es dem König zu viel. In seinem Zorn berief er den [[Verfassungskreislauf|gefürchteten]] und [[Übertreibungsnorm|latent größenwahnsinnigen]] Schulmeister [[Aristoplates|Aristoteles]], bei dem die Knaben künftig [[Latein]] studieren mussten, welche Aristoteles für die Sprache der [[Zukunft]] hielt. Bei Aristoteles erfuhr Alexander auch viele interessante Dinge über die Mondberge und außerdem wurde er geschult in der körperlichen Liebe zu seinem Lehrer. Dieses [[Pädophilie|pädagogische Konzept]] ist heute umstritten, wird aber von klassisch geschulten Philologen immer noch gern angewandt.
Vater Philipp war insgeheim schwer beeindruckt von seinem Söhnchen, konnte es aber nicht zeigen. Immer wenn ihm ein Lob für Alexander auf den Lippen lag, schluckte er es hinunter und ging stattdessen saufen oder noch eine Nebenfrau heiraten. Er hatte Angst, dass ihn der begabte Jüngling eines Tages überflügeln könnte. Vor seinen Freunden prahlte Philipp während seiner regelmäßigen Gelage, dass er nun bald gegen die verhassten [[Katze|Perser]] ziehen und ganz [[Asien]] unterwerfen werde. Aber wenn er von Alexander darauf angesprochen wurde, wann es denn nun endlich mit dem Feldzug losgehen sollte, brauste er auf, schrie ''Geh doch nach [[DDR|drüben]], wenn es dir hier nicht passt!'', und ging eine Nebenfrau schwängern, was wiederum Alexander aus dynastischen Gründen ins Grübeln brachte.
▲[[Datei:Alexander-Mosaik.jpg|right|thumb|300px|Noch so ein grob gepixeltes Foto von Alexander, dem hier gerade während einer Kampfübung der Verdacht kommt, sein Deo könnte versagt haben.]]
== Regierungsübernahme ==
Auch Alexanders Mutter Olympias war von ihrem schürzenjagenden Ehemann schwer genervt, vor allem von seiner Angewohnheit, jede seiner Liebschaften gleich heiraten zu müssen. Der Königspalast war voller Nebenfrauen, an die sich Philipp zum Teil gar nicht mehr erinnern konnte, die aber alle ein eigenes Ankleidezimmer beanspruchten und regelmäßig zum Shoppen nach [[Athen]] oder [[Phönizien]] jetteten. Um diese Situation in den Griff zu bekommen, heuerte Olympias einen [[Ehekrach|Eheberater]] namens Pausanias an. Nach eingehender Analyse kam Pausanias zu dem Schluss, dass die Ehe nicht mehr zu
Dieser Machtwechsel wurde in ganz Griechenland mit Verunsicherung zur Kenntnis genommen. Einige Jahrhunderte zuvor hatten die Griechen die [[Demokratie]] erfunden; diese war zwar inzwischen ein bisschen aus der Mode gekommen, aber in der aktuellen Situation begannen viele Griechen wieder, freie [[Wahl]]en zu fordern. Alexander, der gebildet und fortschrittlich war, schickte daraufhin jedem griechischen Stadtstaat einen Wahlzettel mit zwei Ankreuzmöglichkeiten, nämlich: '''a)''' wir erkennen die Oberherrschaft Alexanders mit Freuden an, oder '''b)''' wir erkennen Alexanders Oberherrschaft nicht an und möchten lieber, dass unsere Stadt niedergebrannt und dem Erdboden gleichgemacht wird. Nach einem kurzen, leidenschaftlichen Wahlkampf stimmten fast alle Stadtstaaten für a), außer [[Theben]], das lieber niedergebrannt werden wollte. Alexander nahm die Wahl an.
[[Datei:Alexander-Luxor.jpg|right|thumb|300px|Alexander der Große lässt sich die Doppelkrone Ägyptens anpassen (offizielles Pressefoto). Mit der merkwürdigen Angewohnheit der Ägypter, für das richtige Profilfoto wilde Verrenkungen mit Füßen und Schulter anzustellen, hatte Alexander anfangs seine Probleme. Aber eine Gottheit bewältigt auch dies.]]▼
== Der Asienfeldzug ==
Natürlich war Alexander nicht von Natur aus freundlich, sondern hatte einfach eine Nase für [[Public Relations]]. Kurz nach der genannten Episode nahm er einen seiner PR-Berater zur Seite und bat ihn darum, sich einen knackigen Werbespruch für die nächste Feldzugsaison auszudenken. Der Berater schlug nach reiflicher Überlegung den Slogan ''[[ebay|Drei - zwei - eins - meins!]]'' vor. Aber Alexander war mit diesem Text noch nicht zufrieden. ''„Welches Jahr haben wir heute?“'' fragte er den Berater, und dieser antwortete: ''„333 vor Christus, mein Fürst.“'' - ''„Und wie heißt die Stadt, die ich gerade erobert habe?“'' - ''„Issos, mein Fürst.“'' - ''„Ach du Scheiße, da reimt sich ja gar nichts. Na gut, wir nehmen deinen blöden Spruch.“''
▲[[Datei:Alexander-Luxor.jpg|right|thumb|300px|Alexander der Große lässt sich die Doppelkrone Ägyptens anpassen (offizielles Pressefoto). Mit der merkwürdigen Angewohnheit der Ägypter, für das richtige Profilfoto wilde Verrenkungen mit Füßen und Schulter anzustellen, hatte Alexander anfangs seine Probleme. Aber eine Gottheit bewältigt auch dies.]]
=== Eroberung der Perserreichs ===
Wenn Alexander an eine Stelle kam, an der gerade keine Stadt zum Erobern stand, dann gründete er kurzerhand selber eine. Und weil er ein schlechtes Gedächtnis hatte, benannte er jede dieser Neugründungen nach sich selbst, Alexandria. Der Name wurde ihm niemals langweilig. Das Ganze hatte aber auch praktische Vorteile, so konnten zum Beispiel die erforderlichen Ortsschilder in größerer Auflage und damit billiger produziert werden.
[[Datei:Perser-Persepolis.jpg|right|thumb|300px|So sahen sie aus, die Perser. Morgens nach dem Aufstehen traf man sie noch mit Lockenwicklern in Bart und Haartracht an, was besonders idiotisch aussah. Der Clash der Kulturen war vorprogrammiert.]]▼
Nach der Eroberung [[Palästina]]s ging das weitere Erobern fast von allein - die persischen Provinzfürsten standen geradezu Schlange danach, von Alexander erobert zu werden. Der Satrap von [[Ägypten]] besuchte Alexander und pries das Land am Nil als besonders gastfreundlich und eroberungswürdig an, so dass der Makedone die Einladung gar nicht ausschlagen konnte. Dazu verfügte Ägypten unter anderem über ein berühmtes [[Orakel]], das in der Oase Siwa ansässig war und Alexander die Auskunft erteilte, er sei ein [[Gott]]. Das hatte er sich zwar schon gedacht, aber er hörte es natürlich trotzdem gerne.
Der Afghanistanfeldzug war insgesamt ein sinnloses, kostspieliges und verlustreiches Unternehmen. Leider wird er in den Geschichtsbüchern dennoch als einigermaßen erfolgreich beschrieben. Hätte die Wahrheit darin gestanden, wäre vielleicht so mancher [[England|britische]], [[Russland|russische]] oder [[USA|amerikanische]] Politiker später nicht auf den glorreichen Gedanken gekommen, Afghanistan besetzen zu wollen. Zumindest falls Politiker Geschichtsbücher lesen, was nicht sicher ist.
▲[[Datei:Perser-Persepolis.jpg|right|thumb|300px|So sahen sie aus, die Perser. Morgens nach dem Aufstehen traf man sie noch mit Lockenwicklern in Bart und Haartracht an, was besonders idiotisch aussah. Der Clash der Kulturen war vorprogrammiert.]]
=== Alexander in [[Pakistan]] ===
Alexander suchte hier vergeblich nach Städten, die er erobern konnte. Es gab zwar Städte, diese waren im Dschungel jedoch gut versteckt und innerhalb von zwei Tagen überwuchert, wenn man den Heckenschnitt vernachlässigte. Nachdem sie einige Wochen bei Dauerregen durch den Dschungel geirrt waren, erreichten die Griechen den Fluss Indus. Dort erklärten ihm seine Mannen, Gott hin oder her, sie hätten die Schnauze gestrichen voll und würden jetzt erstmal an den Strand fahren. Sie bauten sich ein paar Boote, fuhren damit an den Indischen Ozean und spannten ein paar Tage aus. Alexander blieb noch am Fluss. Er konnte es nicht fassen, dass sein ruhmreicher Feldzug nun zu Ende sein sollte. Schließlich nahm er ein Sprachrohr und rief zur anderen Flussseite hinüber ''„Ergebt euch!“''. Natürlich bekam er keine Antwort. Er interpretierte dies als Unterwerfung und ließ seine Geschichtsschreiber vermerken, dass er auch Indien erobert habe.
Anschließend suchte er seine Leute am Strand zusammen und scheuchte sie hoch, um heimwärts zu ziehen.
== Zurück in Persien ==
Im Jahr 324 v. Chr. kehrte Alexander mit seinem Heer nach Persien zurück und ließ sich dort vorerst nieder. Aber ein Leben ohne Eroberungen füllte ihn nicht aus. Er wurde immer komischer. Er stellte seinen Leuten merkwürdige Fragen wie ''„warum zählen wir die Jahre eigentlich rückwärts?“'' und wer keine originelle Antwort wusste, wurde gekreuzigt oder nach Kreta versetzt. Er nahm die schlechten Gewohnheiten seines Vaters an, soff und heiratete wild herum. Und er führte sich selber immer mehr wie ein Perser auf, verlangte von seinen Leuten, sich auch Lockenwickler in den Bart zu drehen, und plante, seine Soldaten digital zu vervielfältigen, wie es die Perser taten.
Er machte eine Menge neue Pläne. Mit einem gemischten persisch-griechischen Heer wollte er möglichst bald weitererobern, zum Beispiel [[Afrika]] und [[Europa]], aber mit Asien hatte er natürlich auch noch ein Hühnchen zu rupfen. Danach wären alle übrigen Kontinente drangekommen, die man vorher noch hätte entdecken müssen, und wenn er das hinbekommen hätte, hieße Amerika heute wahrscheinlich auch Alexandria.
Aber dazu kam es nicht. Er war von Kleingeistern umgeben, die überhaupt keinen Sinn mehr darin sahen, ihre Knochen für ihn noch einmal durch die halbe Welt zu tragen, und die jetzt wirklich zum gemütlichen Teil übergehen wollten. Seine Unterführer hatten sich schon untereinander abgesprochen, wer welches Stück vom Kuchen bekommen sollte, wenn Alexander eines Tages abtreten würde. Allerdings war er erst Anfang Dreißig und mit einem natürlichen Ableben kaum so bald zu rechnen. So war es kein Wunder, dass der eine oder andere auf die Idee kam, Alexander etwas in einen seiner Drinks zu mischen. Alexander vertrug eine Menge, aber irgendeine der Spezialmischungen seiner guten Freunde gab ihm dann doch den Rest. Oder Alexander zog bei einem Unwohlsein einen Arzt hinzu, was in der Antike immer ein Fehler war.
Jedenfalls wurde eines Tages im Jahre 323 v. Chr. sein Tod bekanntgegeben, und im Grunde waren alle Beteiligten darüber erleichtert. Niemand hatte Interesse, die Todesumstände näher aufzuklären, und den Geschichtsschreibern wurde mitgeteilt, sie könnten darüber schreiben was sie wollen, Malaria etwa oder schwerer Hörsturz oder Sportunfall. Alexander war ohnehin ein Gott und konnte auch tot weiterverehrt werden, nur dass er jetzt eben nicht mehr mit irgendwelchen hochfliegenden Plänen Unruhe stiften konnte. Seine Freunde teilten sein Reich unter sich auf und gerieten sich darüber in die Haare, wie bei Erbschleichern üblich.
== Nachwirkung ==
Alexander der Große wurde zum Vorbild für viele große Persönlichkeiten. [[Julius Caesar]] und [[Jesus]] lernten von ihm, dass es immer gut ankommt, sich mit göttlichen Vorfahren zu schmücken. [[Attila]] und [[Dschingis Khan]] hatten wie er Spaß daran, spontan ins Ungewisse aufzubrechen und die Welt zu erobern. Und auch die großen oder gernegroßen Politiker von heute eifern ihm nach, indem sie glauben machen, gerade die absurdesten und idiotischsten Behauptungen und Pläne machten einen wirklich großen Anführer aus. Leider werden diese Politiker meist deutlich älter als Alexander und können daher auch mehr Schaden anrichten.
Tatsächlich ist von Alexanderreich heute nur noch ein kleiner Rest übrig, nämlich [[Der Staat auf dem Balkan oder so, der mit M beginnt]]. Aus unerfindlichen Gründen ärgern sich die Griechen über diesen Rest. Dabei sollten sie sich echt andere Sorgen machen.
[[cs:Alexandr Veliký]]
[[en:Alexander the Great]]
[[es:Alejandro Magno]]
[[fa:اسکندر مقدونی]]
[[fi:Aleksanteri Suuri]]
[[fr:Alexandre le Grand]]
[[he:אלכסנדר הגדול]]
[[it:Alessandro Magno]]
[[ja:アレクサンドロス3世]]
[[mk:Александар III Македонски]]
[[pt:Alexandre, o Grande]]
[[ru:Македонский, Александр Филиппович]]
[[sv:Alexander den Store]]
[[Kategorie:Antike]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Griechenland]]
| |||