UnNews:Werder-Chef Allofs: Wiesenhof ist gar nicht doof

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Bremen (Deutschland), 14.08.12: Die offizielle Präsentation von Werder Bremens neuem Trikotsponsor Wiesenhof, einem umstrittenen Geflügelfabrikanten, verlief zwangsläufig etwas außergewöhnlich. Seitdem bekannt ist, dass der Fußball-Bundesligist in der kommenden Saison eine "Hühnerbrust" hat, protestieren Tierschützer und Werder-Fans vehement gegen den Vertragsabschluss. So bildete sich beispielsweise allein auf der Online-Plattform Facebook eine Gruppe mit mehreren Tausend Gegnern. Geschäftsführer Klaus Allofs ficht das alles allerdings nicht an und betonte in einem UnNews-Interview: "Ich bin froh, und das möchte ich wirklich betonen, dass wir diese Partnerschaft eingegangen sind."

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UnNews: Herr Allofs, die Nachricht, dass die Firma Wiesenhof künftig als Trikotsponsor bei Werder Bremen auftritt, sorgt derzeit für ziemlich hohe Wellen an der Weser.

Klaus Allofs: Ja, das öffentliche Echo auf diese Marketing-Maßnahme ist wirklich außergewöhnlich.

UnNews: Nachdem die Fans bei den bisherigen Werbepartnern KIK und Targobank noch bereit waren, ein Auge zuzudrücken, mehren sich nun die Proteste beinahe stündlich. Haben Sie denn keine Bedenken, dass das Negativimage des Geflügelfabrikanten auch auf Ihren Verein abfärben könnte?

Klaus Allofs: Nein, überhaupt nicht. Mit geeigneten Maßnahmen werden wir unseren Kritikern recht schnell den Wind aus den Segeln nehmen.

UnNews: Woran denken Sie?

Klaus Allofs: Sie kennen doch bestimmt den Ziegenbock "Hennes", der dem 1. FC Köln als Maskottchen schon viele Erfolge beschert hat. Das hat uns inspiriert und wir haben nun seit neuestem ein von Wiesenhof gestiftetes Perlhuhn "Henrietta", das uns in der kommenden Saison ganz bestimmt zur Deutschen Meisterschaft führen wird.

UnNews: Sie wollen aber plötzlich ganz schön hoch hinaus. Zunächst müssen Sie doch mal den Weggang von Elfmeterkiller Tim Wiese verkraften, der dem Vernehmen nach aufgrund einer gewissen Namensähnlichkeit mit ihren neuen Sponsor nicht in eine für ihn negative Verbindung gebracht werden wollte.

Klaus Allofs: Na, ja, das ist nun ihre eigene Interpretation.

UnNews: Auch ihr Kapitän Clemens Fritz scheint mit der Sponsorenwahl nicht ganz einverstanden zu sein. Zu einem Reporter soll er gesagt haben: "Wiesenhof - das find ich doof"

Klaus Allofs: Eine spontane, unbedachte Äußerung, die er inzwischen korrigiert hat.

UnNews: Tatsächlich?

Klaus Allofs: Um ihn von der hervorragenden Qualität der Wiesenhof-Produkte zu überzeugen, gab's für ihn im Anschluß an diese Äußerung eine Woche lang einen speziellen Ernährungsplan der ausschließlich aus Wiesenhof-Erzeugnissen bestand.

UnNews: Ganz schön hart. Hat er das denn überhaupt überlebt?

Klaus Allofs: Bestens. Er hat nun unsere neue Philosophie 100%-ig verinnerlicht. Wenn er jetzt ein Tor schießt, gackert er genau so, als ob er dem gegnerischen Torwart ein Ei ins Nest -pardon- Netz gelegt hätte.

UnNews: Das würden wir wirklich gerne einmal hören.

Klaus Allofs: Aber gerne. Beim Duschen nach dem Training werden jetzt nicht mehr irgendwelche bescheuerten Charts-Lieder gesungen, sondern der neue Mannschaftssong:

Ich wollt' ich wär ein Huhn,

ich hätt' nicht viel zu tun...

UnNews: ...Legt' jeden Tag ein Ei...

Klaus Allofs: ...und sonntags hätt' ich frei!

Ist das nicht herrlich?

UnNews: Oh, Mann, wenn das solch extreme Auswirkungen hat, müßte man eigentlich auf jeder Wiesenhof-Packung einen Warnhinweis anbringen.

Klaus Allofs: Ach was. Wir haben alle sehr viel Spaß dabei. Aber alles was gut ist, kann natürlich noch besser werden.

UnNews: So?

Klaus Allofs: Wir haben unserem Partner Ingo Stryck von Wiesenhof spontan das Angebot gemacht, seinen Junghühnern in der spielfreien Zeit in unserem Weserstadion freien Auslauf zu gewähren.

UnNews: Worauf ihr Stadiongärtner, als er das Federvieh im sorgsam gehegten Rasen scharren sah, verzweifelt Reißaus genommen hat.

Klaus Allofs: Halb so wild. Wissen Sie denn, wer sich daraufhin für den Posten beworben hat?

UnNews: Bis jetzt nicht.

Klaus Allofs: Lothar Matthäus, ja, DER Lothar Matthäus! Er hat den Trainerjob endgültig satt und will nun die Gelegenheit nutzen, um endlich Uli Hoeneß von seinen Qualitäten als Greenkeeper zu überzeugen.

UnNews: Das könnte sogar funktionieren. Den Rasen wässern sollte er irgendwie hinbekommen.

Klaus Allofs: Mähen müsste er eigentlich auch können.

UnNews: ...und wie man mit jungen Hühnern, die einem unverhofft über den Weg laufen, umzugehen hat, das dürfte kein anderer besser wissen als er.

Allofs Handy klingelt.

Klaus Allofs: SV Werder Bremen, Allofs hier. ... ... Bonjour monsieur... Ich verstehe, kein Problem. Schicken Sie einfach eine Bewerbung. ... Genau, mit Lebenslauf, Paßbild usw. ... Oui, très bon... Sie bekommen Nachricht... Au revoir, monsieur.

Allofs legt auf.

Klaus Allofs: Das mit den jungen Hühnern scheint sich in Windeseile herumgesprochen zu haben. Dreimal dürfen Sie raten, wer gerade angerufen hat.

UnNews: Das kann nur einer gewesen sein: Franck Ribéry!!