UnNews:Xaver bleibt weitgehend harmlos -Menschen erleichtert - Reporter entsetzt

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Hamburg (Deutschland), 6.12.2014:

Hamburg Während die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung das Nachlassen des Sturms „Xaver“ mit Erleichterung zur Kenntnis nimmt, herrscht in vielen Redaktionen Weltuntergangsstimmung. Der Orkan der große und kleine Schicksale und ein tagelanges Zittern um leicht verständliche Pegelstände versprach, bleibt weit hinter den Erwartungen und lässt die Journalisten ratlos zurück. Drei Mitglieder der schreibenden Zunft haben in Folge der nachlassenden Windstärke bereits ihr Leben gelassen.

Der Freitod der jungen Praktikantin Claudia Pittenhötter (alle Namen geändert) stößt in der Branche auf völliges Unverständnis. Sie hatte in einer Semesterarbeit über den Orkan die letzte Hoffnung gesehen, ihr Studium vor dem 25. Semester zu beenden und so eine Verlängerung ihres Praktikumsvertrages zu erreichen. Nachdem sich diese Hoffnung zerschlagen hatte, nahm sie sich mit Tabletten das Leben. Ihr Redakteur Winfried Meyer kann diesen Akt nicht verstehen: „So etwas passiert jeden Tag. Das können wir nicht brauchen. Sie hätte sich vom Reichstag stürzen können oder zu mindestens einen rührigen Abschiedsbrief verfassen können. Ein solcher Abgang in völliger Stille ist einfach sinnlos.“

Mehr Akzeptanz findet das Ende des Sensationsreporters und angehenden Anchormans Klaus Widowsky, der sich beim Versuch den Deich vor der Welpenschule „Hundiglück“ bei Husum mit einer selbstgebauten Rohrbombe zu sabotieren, in die Luft gesprengt hat. Der nach den Folgen befragte Besitzer der Schule musste die Journalisten zwar mit der Nachricht enttäuschen, dass der Deich keinen Kratzer abbekommen habe – Zitat: „wenn der Typ Ahnung von Technik gehabt hätte, hätte er wohl nicht Germanistik studieren müssen“ - aber das auffällige Verhalten des kleinen Schäferhundes „Poldi“, der eine Hand des Toten gefunden und apportiert hatte gab dann doch Anlass zu Schlagzeile „Poldi traumatisiert“, die auch unabhängig von möglichen Missverständnissen die deutsche Volksseele zutiefst berühren konnte.

Das dritte Opfer wurde im Bürogebäude einer großen Hamburger Zeitung das Opfer eines Ritualmords. Peter Schrader, ein angesehener Experte für lokale Sportereignisse, wurde am Abend mit einem kurzen Strohhalm in der Hand und von 32 Messerstichen tödlich getroffen im Foyer der Zeitung von fünf Fotographen zeitgleich entdeckt. Sein Kollege Hans Malte, der zuvor mit einunddreißig anderen Kollegen ein Meeting in einem andren, wirklich weit entfernten, Teil der Stadt hatte, zeigte sich tief betroffen: „Das war nicht nötig. Wäre die Nachricht über den traumatisierten Fußballspieler schon um 16:45 auf DPA gewesen, hätten wir das einfach abgeschrieben und ein par Archivfotos dazugetan. So muss irgendjemandem der schon fast fertige Artikelentwurf über Ritualmorde in Bürogebäuden in die Hand gefallen sein und hat diesen Perversen inspiriert, diesen Plan Wort für Wort in die Tat umzusetzen.“ Die anderen Redaktionsmitglieder schworen den Täter zu finden und die Bevölkerung bezüglich der Jagd über ihre Blogs live zu informieren.

Quelle Bildersturm Xaver