Zahnstein

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Zahnstein ist ein wertvoller Rohstoff, der aus den Mundhöhlen von Menschen gewonnen wird.

Abbaumethoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahaufnahme einer Zahnsteinmine.

Um an Zahnsteine zu gelangen, muss der Zahnsteinminenbetreiber möglichst viele mineralhaltige Menschen dazu bewegen, sich alle sechs Monate einer für Kassenpatienten kostenpflichtigen Zahnsteinbehandlung zu unterziehen. Dabei wird dem mineralhaltigen Menschen durch großangelegte Desinformationskampagnen suggeriert, die Zahnsteine in seinem Mund wären schädlich, würden zu Parandontose führen oder sogar sein Sozialkassenverträgliches Frühableben befördern.

Derart verunsichert erklären sich viele Menschen zu einer Zahnsteinbehandlung bereit und überlassen dem als Zahnarzt verkleideten Minenbetreiber ihre Zahnsteine gänzlich ohne Entgelt.

Juristische Beurteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Methoden der Zahnsteinminenbetreiber erfüllen in Prinzip die Tatbestandsmerkmale eines Betrugs. Erstaunlicherweise ist, soweit bekannt, trotz der immer besseren Verfügbarkeit einschlägiger Informationen (etwa in diesem Artikel) noch nie ein geschädigter Zahnsteininhaber gerichtlich gegen einen Minenbetreiber vorgegangen. Einige Juristen vertreten die Ansicht, dass deshalb der Zahnsteinbetrug Chancen darauf habe, auf längere Sicht in den Rang von Gewohnheitsrecht aufzurücken.

Einige Bildungsexperten werten dies als einen der am schwersten wiegenden Hinweise auf ein stagnierendes oder sogar sinkendes Bildungsniveau in der Bevölkerung.


Behandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist ein mineralhaltiger Mensch einmal in die Fänge eines Minenbetreibers geraten, rückt dieser dem an einen Stuhl gefesselten - nun als „Patient“ bezeichneten - Rohstoffträger mit Scaler, Küretten und Ultraschallwerkzeugen zu Leibe, bis alle verwendbaren Zahsteine im Mundinnenraum des Goldesels abgetragen sind. Diese werden dabei von den Zahnhälsen geschabt und aus Zahntaschen geborgen und mit Absaugpumpen in den Auffangbehälter befördert. Nach der ersten Behandlungsphase setzt der Zahnarzt einen Hochdruckstrahler ein, mit dem er ein Quarzsand-Wasser-Gemisch in das Abbaugebiet sprüht, um auch jeden noch so kleinen Zahnstein von den Zahnhälsen zu lösen. Zwischendurch muss der Patient immer wieder Mundspülungen vornehmen, die er in ein bereitgestelltes Bassin spuckt. Die ablaufende Flüssigkeit wird daraufhin von emsigen Zahnarzthelferinnen durchsiebt, wobei noch so mancher Zahnsteinnugget zum Vorschein kommt. Zum Abschluss müssen die geborgenen Zahnsteine nur noch von Bakterien gereinigt und portioniert werden, nun ist der Weg frei für ihren Verkauf an den Zahnsteinbörsen dieser Welt bzw. einer Zwischenlagerung im Magazin des Minenbetreibers.

Michelangelos David gilt als eines der grandiosesten Zahnsteinskulpturen weltweit.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahnsteinbildhauer fertigen aus Zahnsteinen wunderbare Skulturen und Reliefs, die auf dem internationalen Kunstmarkt zu horrenden Preisen gehandelt werden. Schon zu Zeiten der Hochrenaissance fertigte der italienische Meister Michelangelo (1475-1564) kunstvolle Deckenfresken aus frisch gehauenem Zahnstein. Der schweizerische Bildhauer Alberto Giacometti (1901-1966) tat sich mit mehreren hervorragenden Rauminstallationen aus Zahnstein hervor und galt zeitlebens als einer der talentiertesten Zahnsteinkünstler seiner Zunft.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahnstein hat einen hohen Brennwert und gilt als ein wertvoller fossiler Brennstoff, der aufgrund seiner dauerhaften Verfügbarkeit letztendlich andere Brennstoffe wie Erdöl, Holz und Erdgas vollständig ersetzen könnte. Der derzeitige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (Stand Oktober 2007) versucht seit geraumer Zeit, Lobbyarbeit für die Stärkung des Zahnsteinabbaus zu leisten und wird dabei tatkräftig von der Zahnsteinbeauftragten Ulla Schmidt unterstützt.

Preisbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser geschliffene Zahnstein aus einer südafrikanischen Mine erzielte jüngst bei einer Auktion den Spitzenpreis von 120.000 US Dollar.

Viele Krankenkassen unterstützen die regelmäßige, als „Zahnsteinprophylaxe“ angepriesene Entfernung der Zahnsteinbrüche in den Mündern ihrer Mitglieder, um den Minenbetreibern konstante Umsätze zu gewährleisten, an denen sie als Gegenleistung prozentual beteiligt werden. Um die Kurse für Zahnstein konstant hoch zu halten, führen die Minenbetreiber eine künstliche Verknappung herbei, indem sie schon geborgenen Zahnstein entweder in ihren Zahnsteinlagern auf Halde legen oder bis zur nächsten Behandlung in den Mundinnenräumen ihrer Patienten belassen. Die ungeheuren Zahnsteinressourcen, welche in den Mündern von in der dritten und vierten Welt lebenden Menschen - die sich noch nie einer Zahnsteinbehandlung unterzogen haben - schlummert, macht den Zahnsteinmarkt zu einem Markt der Zukunft. Im Jahre 2006 wurden weltweit ca. 25.000 Tonnen Zahnstein abgebaut, davon gelangte etwa die Hälfte auf den freien Markt.

Aktuelle Kurse (Stand Herbst 2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kurs für eine Unze Zahnstein an den Zahnsteinbörsen dieser Welt wird seit Jahrzehnten durch die künstliche Verknappung konstant hoch gehalten. Preise zwischen 1200 und 1400 Euro sind die Regel, doch die Schwemme billiger Zahnsteinimporte aus Fernost lässt den Zahnsteinmarkt derzeit stagnieren und eine Preisverfall scheint unmittelbar bevor zu stehen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


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Dieser Artikel ist Artikel der Woche 42/2007
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