Coronakrise

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Coronakrise 2019/20/21/22[edit]

Das Coronavirus verwirrte von Dezember 2019 bis ins Jahr 2022 pandemieartig die Menschen weit mehr als der Rinderwahn-Erreger: In der Coronakrise verfolgte z.B. die Polizei nicht mehr Killer, sondern Chiller, insbösondere solche, die nicht mit genügend Abstand voneinander chillten, anstatt dass das Sicherheitsorgan öfter mal den Abstand von Autos auf der Autobahn kontrollierte, weshalb die Krise auch mehr Auffahrunfälle auf den Fernstraßen mit sich brachte. Außerdem kontrollierte die Polizei nicht mehr, ob die Menschen das Vermummungsverbot einhielten, sondern ob sie schön brav vermummt rumliefen. Die Coronakrise wurde so zum definitiven Synonym für Verkehrte Welt.

Höhepunkt der Coronakrise: Die Satirekrise im April[edit]

Im April 2021 erwuchs als Krönung der Coronakrise aus der Krise eine Krise der krisenüberlebensnotwendigen Prise Humor. Da gab es 53 Top-Schauspieler*innen und artverwandte Künstler*innen, die vor die Kamera gebeten wurden, um sich in Satire zu üben zur verdrehten Situation im Lande der (politischen) Schlichter und Schlenker, zwecks Belustigung des Publikummes an den Internet-Bildschirmen. Weil aber irgendwer das nicht lustig fand, hagelte es zeitgemäß, wie zu Online-Präsentationen üblich, nicht gewöhnliche Kritik, sondern einen gewaltigen Shitstorm. Selbst Jan Böhmermann, für den eigens der Straftatbestand Majestätsbeleidigung abgeschafft wurde als nachträgliche Rechtfertigung gewisser satirischer Fickereien, bewies, dass ihm Humor abgeht und er, sich auf die Seite der Pharisäer schlagend, die beteiligten Künstler per oberlehrerhaftem Hinweis auf eine Coronakrisendoku eiskalt abkanzelte. Tja, so schnell ändert sich Charakter, gestern noch als Kämpfer für das Tucholsky'sche Satiregrundgesetz demonstriert und prozessiert, heute "no mo' dat fool". Man kann zwar sagen, dass die Protagonisten der 53 Satire-Videos nicht im Hauptfach Satiriker sind und kleine Schwächen ihrer Beiträge sich teils selbst vom schwächsten Korinthenkacker identifizieren lassen, aber im Großen und Ganzen waren diese inhaltlich eher ehrenwerte künstlerische Beiträge, um Wogen zu glätten durch Humor. Der Ansatz, satirisch sanft Kritik zu formulieren mit einem freundlichen Lächeln ist schon ein gewaltiger Unterschied zu sogenannten "Querdenkern", welche als Kritik nur Beleidigung und Hetze kennen, als wollten sie Böhmermanns Majestätsfickereien möglichst schlecht nachahmen.

Wer sich zwischen Stühle setzt, mussten die Protagonist*inn*en nun erleben, wird u.U. bald seinen Platz in der Gesellschaft verlieren, weil die das gutgemeinte Spiel als das personifizierte Böse zu identifizieren gelernt zu haben glaubt. Die Schizophrenie der Medien, die einerseits rechtslastige Fatalisten wie Houellebecq verfilmt im öffentlichrechtlichen Fernsehen zur besten Sendezeit bringen und somit hofieren, versteht es nicht, mit harmlosen ironischen Einlassungen in den gesellschaftlichen Diskurs klarzukommen, wie sie diese Videos eigentlich darstellen.