Dienstreise

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022007
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Eine Dienstreise ist eine für ein Unternehmen essentielles Instrument. Mittels ihrer werden höher positionierte Mitarbeiter zu anderen Teilen des Unternehmens zu Kontrollzwecken geschickt oder auch zu anderen Unternehmen, um dort Verträge abzuschließen oder neue Produkte vorzustellen.

Eine Dienstreise erfordert sorgfältige Planung, damit Geld nicht unnötig verschwendet wird. Zur Demonstration wird ein solcher Plan hier vorgestellt:

Diensreiseplan im Optimalfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10:00h: Ankunft und Begrüßung auf dem Flughafen Berlin-Tegel.
  • 11:00h: Einquartieren im Hotel Adlon.
  • 13:00h: Begrüßungsmittagessen, gegeben vom Chef der berliner Dependance.
  • 17:00h: Stadtbesichtigung mit Dienstwagen und ortskundigem Privatchauffeur.
  • 20:00h: Begrüßungsabendessen, gegeben vom Chef der berliner Dependance.

2. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 09:00h: Begrüßungsfrühstück gegeben vom Chef der berliner Dependance.
  • 11:00h: Visite im Chefbüro mit anschließendem kleinen Snack, gegeben vom Chef der berliner Dependance.
  • 13:00h: Abschiedsmittagessen vor der Fahrt nach Bremen, gegeben vom Chef der berliner Dependance.
  • 15:00h: Aufbruch nach Bremen mit dem Dienstwagen.
  • 17:00h: Begrüßend-verabschiedendes Vorabendessen in Hamburg.
  • 21:00h: Begrüßungsabendessen, gegeben vom Chef der bremer Dependance.

3. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 09:00h: Begrüßungsfrühstück, gegeben vom Chef der bremer Dependance.
  • 10:00h: Stadtbesichtigung mit Dienstwagen und ortskundigem Privatchauffeur.
  • 14:00h: Abschiedsmittagessen, gegeben vom Chef der bremer Dependance.
  • 16:00h: Aufbruch nach Hamburg mit dem Dienstwagen.
  • 20:00h: Begrüßungsabendessen, gegeben vom Chef der hamburger Dependance.

4. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 09:00h: Begrüßungsfrühstück, gegeben vom Chef der hamburger Dependance.
  • 10:00h: Aufbruch nach Hannover mit dem Dienstwagen.
  • 13:00h: Begrüßungsmittagessen, gegeben vom Chef der hannoveranischen Dependance.
  • 15:00h: Ausflug nach Dortmund mit dem Dienstwagen.
  • 16:00h: Begrüßungs-Vorabendessen, gegeben vom Chef der dortmunder Dependance.
  • 18:00h: Rückkehr nach Hannover.
  • 20:00h: Abschiedabendessen, gegeben vom Chef der hannoveranischen Dependance.

5. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 08:00h: Abschiedsfrühstück, gegeben vom Chef der hannoveranischen Dependance.
  • 09:00h: Aufbruch nach Bonn mit dem Dienstwagen.
  • 11:00h: Begrüßend-verabschiedender Brunch, gegeben vom Chef der düsseldorfer Dependance.
  • 14:00h: Begrüßend-verabschiedendes Mittagessen, gegeben vom Chef der kölner Dependance.
  • 17:00h: Ankunft in Bonn.
  • 19:00h: Besuch der Oper.
  • 21:00h: Begrüßungsabendessen, gegeben vom Chef der bonner Dependance.

6. Tag der Diensreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 09:00h: Begrüßungsfrühstück, gegeben vom Chef der bonner Dependance.
  • 10:00h: Visite im Chefbüro mit anschließendem Verabschiedungssnack, gegeben vom Chef der bonner Dependance.
  • 11:00h: Vier Stunden Zeit zum Ausspannen.
  • 15:00h: Abschiedsmittagessen, gegeben vom Chef der bonner Dependance.
  • 19:00h: Besuch der Operette.
  • 21:00h: Abschiedsabendessen, gegeben vom Chef der bonner Dependance.

7. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 08:00h: Abschiedsfrühstück, gegeben vom Chef der bonner Dependance.
  • 12:00h: Abflug vom Flughafen Köln-Bonn.

Dienstreiseplan in der Realität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß das Flugzeug wegen Nebel vorerst nicht starten kann.
  • 13:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß das Flugzeug in einer Stunde starten wird, da der Nebel sich offensichtlich abregnet.
  • 16:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß der Nebel sich doch nicht abgeregnet hat, aber es nicht auszuschließen ist, daß er sich noch abregnen wird.
  • 18:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß der Nebel sich mit Sicherheit ausgeregnet hat und das Flugzeug deswegen gleich starten wird.
  • 19:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß der Nebel sich tatsächlich ausgeregnet hat, aber das Flugzeug wegen technischer Probleme *vorerst noch nicht starten kann.
  • 21:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß die technischen Probleme behoben sind, aber das Flugzeug wegen erneut aufgezogenem starken Nebel nicht starten kann.
  • 22:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß der Nebel sich vorraussichtlich heute nicht mehr abregenen wird, weswegen das Flugzeug nicht mehr starten wird, er dankt für die Aufmerksamkeit und wünscht eine gute Nacht.

2. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 08:00h: Der Flugzeugkapitän meldet, daß das Flugzeug bereits gestartet ist und in einer Stunde in Berlin-Tegel landen wird.
  • 09:00h: Das Flugzeug landet in Berlin-Tegel.
  • 09:15h: Der Chef der berliner Dependance stellt fest, daß der Dienstreisende nicht angekommen ist.
  • 10:30h: Der Chef der berliner Dependance führt ein Ferngespräch.
  • 13:30h: Das Ferngespräch zeigt Wirkung. Der Chef der berliner Dependance erfährt, daß der Dienstreisende mit dem Zug unterwegs ist.
  • 13:35h: Die Sekräterin des Chefs der berliner Dependance erkundigt sich nach den Zugfahrplänen.
  • 13:40h: Der Chef der berliner Dependance, verstoßend gegen viele Regeln der Straßenverkehrsordnung, fährt mit dem Dienstwagen zum Bahnhof und erwartet auf dem Bahnsteig den jeden Moment eintreffenden Dienstreisenden.
  • 14:55h: Der Chef der berliner Dependance stellt fest, daß der Dienstreisende nicht angekommen ist.

3. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 03:04h: Der Chef der berliner Dependance wird durch sein Telefon geweckt. Es ruft irgendein Bahnmitarbeiter an, der meldet, daß der Dienstreisende vor einer Weile mit einem anderen, verspätetem Zug gekommen ist und auf dem Bahnhof wartet.
  • 03:30h: Der Chef der berliner Dependance rennt aus dem Haus und läuft durch die Stadt auf der Suche nach einem Taxi, welches ihn zum Bahnhof brächte.
  • 03:35h: Der Chef der berliner Dependance findet ein Taxi, aber der Fahrer verweigert die Fahrt, weil er müde ist und außerdem gerade auf dem Weg nach Hause.
  • 03:40h: Der Chef der berliner Dependance fängt einen privaten Autofahrer ab, der auf dem Weg zum Bahnhof wehgklagt, daß er auf diese Weise dazuverdienen muß, weil er anders die Instandhaltungskosten für das Auto nicht aufbringen kann.
  • 03:50h: Der Chef der berliner Dependance begrüßt den Dienstreisenden und beide fahren in ein Hotel.
  • 04:05h: Das Hotel hat keine freien Zimmer. Die gebuchte Reservierung ist bereits gestern verfallen. Der Chef der berliner Dependance fährt den Dienstreisenden zu sich nach Hause und tritt ihm den eigenen Teppich ab. Die Frau des Chefs der berliner Dependance breitet dem Dienstreisenden, während er sich wäscht, ein Ommelette, da er hungrig ist.
  • 10:00h: Der Chef der berliner Dependance beschließt noch heute mit dem Dienstreisenden nach Hamburg und Bremen zu fahren, um die verlorene Zeit aufzuholen.
  • 12:00h: Aufbruch nach Hamburg und Bremen.
  • 14:00h: Auf der Autobahnraststätte Garbsen-Ost stellt sich im Laufe eines Gesprächs, welches mit einem, wie sich herausstellt, Übersetzer einer nicht bekannten Sprache geführt wird, heraus, daß ein Fehler vorliegt, da der Dienstreisende, was zunächst richtig schien, zum Zwecke des Informationsaustausches, jedoch mit einem anderen Chef der berliner Dependance wollte.
  • 16:15h: Auf dem Weg zurück nach Berlin, noch ein Stück vor Potsdam, verweigert der Motor jede weitere Kooperation. Der Fahrer versichert, daß die Reparatur des Motors maximal eine Stunde dauern werde.
  • 17:15h: Der Fahrer verspricht eine Weiterfahrt in 10 Minuten.
  • 18:15h: Der Fahrer verspricht nun nichts mehr, weswegen der Chef der berliner Dependance sich um ein anderes Transportmittel bemüht.
  • 21:00h: Der Dienstreisende fährt zusammen mit der Chef der berliner Dependance in einem Taxi nach Berlin, welches durch einen neben der Autobahn fahrenden, aufgeschnappten Radfahrer aus Potsdam gerufen wurde.
  • 23:00h: Zuhause findet der Chef der berliner Dependance auf dem zuvor dem Dienstreisenden abgetretenen Teppich einen Mann vor, der bereits schläft. Die Frau des Chefs der berliner Dependance erklärt, daß es sich hierbei um einen Dienstreisenden, welcher heute zum Zwecke des Informationsaustausches um 13:40h angekommen ist. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde bietet die Frau des Chefs der berliner Dependance dem Dienstreisenden, der zu einem anderen Chef der berliner Dependance wollte, die Betthälfte ihres Mannes an um sich auszuruhen.

4. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 13:00h: Dem Chef der berliner Dependance ist es gelungen den für den ersten Dienstreisenden richtigen Chef der berliner Dependance zu finden, wobei sich herausstellt, daß es sich um den Chef der neuköllner Dependance handelt. Infolgedessen kann er sich nun den Anliegen des zweiten Dienstreisenden mit voller Aufmerksamkeit widmen.
  • 15:00h: Der glückliche Chef der berliner Dependance lädt, da er polnisze Wurzeln hat, den Dienstreisenden auf einen Wodka ein um das Mißverständnis zu bereinigen. Allerdings zieht sich dieser eine Wodka bis in die sehr späten Abendstunden hin.

5. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 13:00h: Der Chef der berliner Dependance und der Dienstreisende essen gemeinsam ein von der Frau des Chefs der berliner Dependance gemachtes Frühstück.
  • 18:00h: Der Chef der berliner Dependance quartiert den Gastreisenden in dem wieder reservierten Zimmer des Hotels ein.
  • 19:00h: Dem Plan entsprechend Besuch der Oper. Da der Dienstreisende bereits nach dem ersten Akt, da der Chef der berliner Dependance bereits eingeschlafen ist, von alleine den Gedanken fasst, daß Romeo und Julia aus irgendeinem dramaturgischem Grunde am Ende doch nicht heiraten werden, unterbreitet er den Vorschlag sich lieber das erste Mal seit Tagen ausschlafen zu wollen, woraufhin beide die Oper verlassen.

6. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 09:00h: Begrüßungsfrühstück, gegeben vom Chef der bonner Dependance, welches auch so im Plan vorgesehen ist, kann nicht in die Realität umgesetzt werden, da der Dienstreisende gestern noch aufgefordert wurde, in seinem Zimmer auf einen wichtigen Anruf aus seiner Dependance zu warten.
  • 10:00h: Die Visite im Büro des Chefs der bonner Dependance mit anschließendem Verabschiedungssnack kann nicht in die Realität umgesetzt werden, da der Dienstreisende das Gespräch erst um 12:00h führen kann. Die Nachfrage, ob es dem Dienstreisenden gut gehe wird bejaht und die Zeit bis zum nächsten Termin soll genutzt werden, um Geschenke für die Frau des Chefs der Dependance des Dienstreisenden zu kaufen.
  • 15:00h: Das Verabschiedungsmittagessen, gegeben vom Chef der bonner Dependance kann nicht in die Realität umgesetzt werden, da in der gesamten berliner Innenstadt kein Pullover in der Farbe Apricot zu finden ist, der aber für die Frau des Chefs der Dependance des Dienstreisenden obligatorisch ist.
  • 19:10h: Der Besuch der Operette "Der Zigeunerbaron" wird vom Dienstreisenden dankend abgelehnt mit der Begründung, er habe es im laufenden Jahr bereits drei mal genießen dürfen, als er andere Dependancen besucht hat. Stattdessen fährt der Dienstreisende mit einem Mietwagen ohne Navigationssystem nach Bonn um das Abschiedsabendessen, gegeben vom Chef der bonner Dependance annehmen zu können.

7. Tag der Dienstreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 05:40h: Ankunft in Bonn. Das Hotel hat von 23:00 bis 7:00h geschlossen, weswegen der Dienstreisende im Auto übernachtet.
  • 08:00h: Das Abschiedsfrühstück, gegeben vom Chef der bonner Dependance wird wie geplant ausgeführt.
  • 12:00h: Da im Hotel die Reservierung wegen Nichtannahme gestern abgelaufen ist, entschließen sich der Chef der bonner Dependance und der Dienstreisende nach der Meldung des Flugzeugkapitäns, den Flug wegen Nebels und technischer Störungen vorerst nicht durchführen zu können, auf dem Flughafen bis zum Stattfinden des Fluges zu warten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]