Southside

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Das Southside-Festival, oder kurz einfach nur Southside, ist ein Open-Air-Rockfestival in der Nähe der Kleinmetropole Neuhausen ob Eck. Es findet auf einem ehemaligen nicht-schattierten Flugplatz statt.

Camping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie immer: Kaum hat man sein eigenes Zelt aufgeschlagen, pflanzt sich ein Pavillon daneben, der bestimmt von voll netten Leuten bevölkert wird.

Das erste, das man vom Festival mitbekommt, ist natürlich der Campingplatz. Nach der Ankunft und dem obligatorischen Befall durch den Festivalbandwurm versucht jeder Besucher auszuloten, welcher Platz der beste sei, um bekloppten und nervtötenden Nachbarn aus dem Weg zu gehen. Ähnlich wie bei der Suche nach der kürzesten Schlange an der Supermarktkasse geht dies jedoch unter Garantie schief, da es exakt so viele Vollhonks gibt, damit jeder vernünftige Besucher garantiert in einem Radius von 20 Metern solch beliebte Nachbarn hat. Diese wiederum versuchen, sich möglichst gleichmäßig über den Zeltplatz zu verteilen, um eben genanntes Ziel zu erreichen. Wichtig ist hierbei auch eine Bevölkerung der Wegesränder, damit eine möglichst dauerhafte Penetrierung vorbeilaufender Festivalbesucher garantiert werden kann.

Hierbei werden derart hirnlose Spiele gespielt, deren Spielprinzip schon im Kindergarten niemanden vom Hocker riss.

Äußerst beliebt als Plätze vom Aufschlagen des Zeltes sind solche in der Nähe des Dixies. Dann hat man es nämlich nicht weit zum Klo. Und: Der Duft der Chemietoiletten lässt einen den eigenen Körpergeruch vergessen, der doch spätestens am zweiten Tag jeden Schweizer Käse vor Neid erblassen lassen würde.

Sanitäre Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwer zu erkennen aber zu erahnen: Männer urinieren von hinten an die Dixies; alles läuft unter diesen durch nach vorne und sorgt für einige unfreiwillige Ausrutscher.

Der Zustand der sanitären Anlagen kann getrost als beschissen bezeichnet werden. Man hat die Wahl zwischen zahlreichen, aber doch zu wenigen, zugeschissenen Chemiklos sowie noch weniger zahlreichen zugeschissenen wassergepülten Klosetts. Diese verfügen allerdings sogar über eine nicht-funktionstüchtige Neonbeleuchtung sowie die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen. Dieser Luxus lässt jedoch derart lange Schlangen vor den Örtlichkeiten entstehen, dass jeder halbwegs vernünftige Mensch Mann mit einem gesunden Verhältnis zur eigenen Körperhygiene die WCs meidet.

Darüberhinaus gibt es tatsächlich Duschen. Ja, Duschen. Warmes Wasser. Kostenlos. Bei näherer Betrachtung fällt ins Auge, dass sich bereits morgens um 8 Uhr elend lange Schlagen vor den Duschen bilden. Beim noch genaueren Hinsehen fällt weiterhin auf, dass sich diese Schlangen nur vor den Frauenduschen bilden. Welche Rückschlüsse man daraus in Verbindung mit der Tatsache, dass naturgemäß mehr Männer als Frauen auf einem Festival sind, ziehen kann, bleibt dem geneigten Leser überlassen. Die Unterbelegung der Männerduschen führt bei ganz findigen Frauen dazu, sich einfach einen Platz eben dort zu sichern. Zu allem Überfluss sind dies jedoch nicht die Frauen mit scharfen Kurven, sondern eben jene mit viel zu vielen Kurven, die auch gar nicht scharf sind. Sie scheinen sich dieser Tatsache jedoch mehr als bewusst zu sein, denn welche nicht-nymphomanische Frau würde sich schon in die Höhle des Löwen trauen? (Vorsicht, rhetorische Frage! Wer darauf antwortet, bekommt 14 Tage Hausarrest!) Für die Männer bedeutet diese Tatsache, dass man am besten Scheuklappen anlegt - keiner will wirklich mit dem Anblick anderer nackter Männer und freilaufender Walrösser gestraft werden.

Die Überfüllung der Duschen, wenn auch nur einseitig, hat zur Folge, dass das Wasser nicht mehr richtig abfließt. Man hat also die einmalige Möglichkeit, knöcheltief im Duschwasser der zehn vorherigen Benutzer zu stehen. Wenn das nicht das Immunsystem stärkt, was dann.

Partyzelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem richtigen Festival darf das Partyzelt natürlich nicht fehlen. Nach dem Ende der letzten Konzerte benötigt man schließlich eine Möglichkeit, den stark alkoholisierten Besuchern weiterhin 2,50€ für ein köstliches Beck's abzuknöpfen. Bei der Lautstärke der Beschallung des Partyzeltes ist unbedingt zu beachten, dass die Musik auch noch im hintersten Winkel des Zeltplatzes zu hören ist, um auch den letzten vom Schlaf abzuhalten und zu einem Besuch dieses Place-to-be zu bewegen.

Pünktlich um 6 Uhr wird die Musik abgestellt, während die ersten Heimkehrer ihre mitgebrachten Anlagen anschalten und auf volle Lautstärke drehen. Allerdings macht dies gar nicht viel aus, da ab 7 Uhr morgens mangels Bewölkung und Beschattung die Temperatur im Zelt völlig unerträglich wird, so dass man nach der morgendlichen Abhärtung des Immunsystems direkt dafür sorgen kann, dass bloß nicht zuviel Alkohol vom Vortag abgebaut wird.

Trotz der Frühe befolgen einige vernünftige Besucher eine strikte Kein-Bier-vor-10-Uhr-Regel. Diese von anderen Besuchern häufig als Asketen verspotteten Individuen sorgen sich jedoch nur um ihren eigenen Körper. Applaus.

Wetter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heiße Wetter erfreut die Festivalbesucher. Man beachte das der Kühlung dienende Eis.

Einflussreiche Meteorologen sorgen dafür, dass auf dem Southside jedes Jahr das immergleiche Wetter herrscht: Alle Tage brennende Sonne mit einem Tag, an dem eine Unwetterwarnung herausgegeben wird.

Neben der bereits erwähnten hervorgerufenen Schlaflosigkeit durch die unerbitterliche Morgensonne sorgt diese im weitere Verlauf der Tage dafür, dass jeder Besucher eine gesunde Röte erhält. Sonnenmilch wird von den meisten gar nicht erst mitgeführt, da selbst ein dauerhaftes eincremen mit 30er-Sonnenmilch nicht den erwünschten Effekt bringt. Aber einmal im Jahr wird ein Komplettabwurf alter Haut von Dermatologen ohnehin wärmstens empfohlen.

Richtig lustig wird es jedoch erst, wenn die Unwetterwarnung sich bewahrheitet. Mit einem Schlag ziehen Windhosen über den Zeltplatz, die alles, was nicht niet- und nagelfest ist, ja sogar Pavillons, lustig im Kreis umherwirbeln und einem neuen Standort zuführen. Nachdem jeder den neuen Standort seines Zeltes gefunden hat, geht es weiter wie bisher. Wer sein Zelt nicht mehr findet, muss den Rest des Festivals zur Strafe im Auto schlafen.

Line-Up[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die braune Tonne ist übrigens weder eine Müll- noch eine Biotonne. Sie dient zum Sammeln von Bechern, deren Pfand einem sozialen Projekt zugeführt werden soll. Seltsamerweise verstehen das viele Besucher nicht und werfen ihren profanen Müll in diese Tonne. Warum für diese Aktion normal aussehende Mülltonnen als Behältnis gewählt wurden, bleibt ein Geheimnis des Initiators dieser Aktion.
Es gibt sogar Musik auf einem Festival. Einige Bands gehen tierisch ab. Der Gitarrist (oder ist es der Bassist?) von Enter Shikari kann sogar springen.

Das Line-Up sorgt jedes Jahr für ein breites Grinsen im Gesicht eines jeden Besuchers. Man bekommt einen Querschnitt aktueller Rockmusik über langsame, eher balladeske Musik bis hin zu hartem, dreckigen Rock'n'Roll und Punk Rock. Ja sogar vereinzelte Electro-Combos verirren sich auf das Festival und sorgen dafür, dass auch wirklich jede verquerte Musikvorliebe befriedigt wird.

Mal im Ernst: Niemand beschäftigt sich ernsthaft mit dem Line-Up. Wichtig ist, sich bereits auf dem Zeltplatz stark zu alkoholisieren und auf dem Gelände den Pegel mindestens zu halten. Was man sieht, entscheidet immer die entfernt weibliche Bekannte, die sich das Programm daheim ausgedruckt hat und die gesamte Gruppe von Band zu Band schleift. Irgendwie ist man jedoch immer damit zufrieden. Allerdings braucht man pro Veranstaltungstag eine Band, die man total doof findet und über die man dann den ganzen Tag mit sich wiederholenden Phrasen lästern kann.

Konzertatmosphäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konzertatmosphäre ist auf Festivals eine ganz besondere. Bedingt durch die Masse an Konzerten ist man nicht genötigt, sich komplette Konzerte anzuschauen, was sich oft als wahrer Segen entpuppt. Hat man sich erst mal für ein Konzert entschieden, können jedoch viele Dinge passieren.

Die ganz harten Jungs und unwissenden Mädels gehen selbstverständlich in den Innenraum, das heißt in den Raum zwischen Bühne und dem ersten Wellenbrecher. Dort ist es unter Garantie viel zu warm, es sind viel zu viele Leute drin und die blauen Flecken, die man danach hat, verdecken wenigstens etwas die gesunde Röte. Doch Vorsicht: Stagediven ist Verboten! Wer dabei erwischt wird, bekommt von einem Security-Mann einen Klaps auf den Po inkl. einer harschen Ermahnung. Wiederholungstäter werden dann, man mag es kaum aussprechen, gehörig in den Arsch gefickt. Diese Maßnahmen haben zu einer spürbaren Reduktion des Stagedivens geführt. Ansonsten wird hier gepogt, gemosht und ge-circle-pittet, was das Zeug hält - völlig gleich, ob es zur Musik passt. Für Hardcore-Fans einer Band ist es Pflicht, im in den Innenraum zu kommen. Möglichst trägt man auch ein Shirt der Band, damit die Bandmitglieder und andere Besucher sofort erkennen, dass man ein ganz doller Fan ist. Schafft man es wegen Überfüllung nicht in den Innenraum, schließt man sich eine halbe Stunde auf einem Dixie ein und heult sich mal so richtig aus.

Hinter dem ersten Wellenbrecher sammeln sich die Leute, die das Konzert nicht über die Leinwände sehen wollen. Mit etwas Glück wird man jedoch auch in diesem Bereich von rumspringenden Menschen angerempelt, die keinen Platz mehr im Innenraum bekamen. Springt man nicht mit, ist man ein doofer Spielverderber.

Im hintersten Bereich sind die Leute anzutreffen, denen es ausreicht, ein Konzert über Leinwand zu sehen. Sie haben noch nie was von der Existenz von MTV gehört, wo man das ganze in gleicher Qualität sehen könnte, nur ohne die Hitze und die störenden anderen Besucher. Sie sind echte Musikgenießer und wollen sie möglichst wenig von umstehenden Personen stören lassen. Häufig schlafen sie auch einfach ein.

Im allgemeinen lassen sich Festivalgäste gerne zu Lemmingen degradieren. Die immergleichen Fragen und Kommentare der Bands wie "Are you feeling gooooood?" oder "We love you, Germany!" werden mit lautem Johlen quittiert. Wenn man die Ansage des Sängers aufgrund eines starken britischen Akzents oder der mangelhaften Akustik nicht verstanden hat, empfiehlt sich prophylaktisches Johlen. Wird man zum Heben der Hände oder Klatschen aufgefordert, hat man dies gefälligst zu tun. Was eine Band sagt ist Gesetz. Wer nicht mitmacht, muss mit bösen Blicken bedacht werden - Spielverderber!

Wissenschaftler sind sich nicht einig, wie solche Gruppendynamiken entstehen. Es setzt sich jedoch nach und nach die These durch, dass ein kausaler Zusammenhang mit der Intelligenz des zum Mitklatschen aufgeforderten Musikliebhabers besteht.

Verpflegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist das A und O eines jeden Festivalbesuchs. Man unterscheidet hierbei zwischen mitgebrachten Essen, Essensständen sowie Essensersatz.

Mitgebrachtes Essen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tisch ist gedeckt! Schnell, sonst ist die Wassermelone leer!

Mitgebrachtes Essen besteht prinzipiell aus Dosenfutter, Toastbrot und Grillfleisch. Ziel ist es hierbei, den Magen bereits darauf vorzubereiten, dass er wenig Spaß am diesem verlängerten Wochenende haben wird. Die Dosen werden notdürftig auf einem Gaskocher erhitzt und mit verzerrtem Gesicht verspeist.

Das Toastbrot wird gerne belegt. Hierzu eignen sich im Zelt geschmolzene Scheibletten und Wurstaufschnitt (sofern dieser noch nicht von alleine am zweiten Tag aufgrund der im Zelt vorherrschenden Temperaturen weggelaufen ist).

Viele Besucher bringen auch ihre eigenen Grills mit, deren hygienischer Zustand von keinem Gesundheitsamt selbst durch noch so große Schmiergeldzahlungen als unbedenklich eingestuft werden würde. Für das mitgebrachte Grillfleisch gilt im übrigen das selbe wie für den Wurstaufschnitt. Die mangelhaften Grillkenntnisse selbst ernannter Grillmeister sorgen zudem dafür, dass praktisch jedes Steak entweder blutig oder mit einer knusprigen schwarzen Kruste verzehrt wird. Aber der Magen wurde bereits durch Dosenfutter sowie Toastbrot auf das Schlimmste vorbereitet.

Essensstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essensstände bieten wirklich alles was das Herz begehrt:

Die Gastronomen berücksichtigen hierbei vor allem eine hervorragende Qualität. Außerdem müssen die Speisen mindestens das doppelte wie im Fußballstadion kosten und dürfen die Portionsgröße einer Kindermahlzeit nicht überschreiten.

Essensersatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Essensersatz werden Nahrungsmittel bezeichnet, die keiner Zubereitung bedürfen und meist im flüssigen Aggregatszustand konsumiert werden.

Sechs Bier ersetzen eine Mahlzeit? Falsch! Die Menge liegt leider bei 12 Bieren, also genau zwei Sixern oder einer halben Palette. Diese Regel wird glücklicherweise von den meisten Besuchern beherzigt, so dass noch niemand vom Fleisch gefallen ist. Alternativ kann auch eine Substitution des Bieres durch einen halben Liter Schnaps durchgeführt werden. Der Schnaps spielt auch in Verbindung mit Tetra Paks eine gewichtige Rolle.

Essensersatz darf grundsätzlich nicht in Glasbehältnissen auf den Campingplatz eingeführt werden, um die Besucher zu vermehrten Bierkäufen zu animieren und einen zu großen Alkoholabusus zu vermeiden um gefährliche Glasscherben auf dem Campingplatz zu vermeiden. Dies ist so schön, dass viele gerne barfuß herumlaufen und sich total über eine scherbenfreie Zone freuen.

Tetra Paks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um ein Absinken des Alkoholgehaltes im Blut auf unter 1,5 Promille zu verhindern, ist das Mitbringen von Tetra Paks bis zu einem Fassungsvermögen von 1,5 Litern auf das Festivalgelände gestattet. Dies eignet sich dazu, eine leckere longdrinkeske Mischung hineinzufüllen. Damit man nicht zu oft zum Nachtanken zu seinem Zeltplatz zurück muss, hat sich ein Mischungsverhältnis von 50:50 bewährt, also zu gleichen Teilen Schnaps und Saft. Der hohe Grad der Alkoholisierung führt nicht selten zu Impulsivkäufen auf dem Gelände - nicht nur an den Bierständen sondern auch an den Verkaufsständen. Somit kann von einer klassischen Win-win-Situation gesprochen werden.

An den Tetra Paks wird aus Klebeband eine Trageschlaufe befestigt, um ein komfortables Transportieren zu ermöglichen. Einige Besucher haben dieses Vorgehen derart perfektioniert, dass ein Unterschied zu einer herkömmlichen Markenhandtasche auf den ersten Blick kaum möglich ist.

Unerfahrene Rocker achten beim Tetra Pak-Kauf nicht auf die Qualität desselbigen. Dies führt dazu, dass Alkohol und Fruchtsäure dem Bereich um den Verschluss herum so zusetzen, dass sich einzelne Partikel ablösen. Dies kann zur Verwirrung führen, da man plötzlich fruchtfleischartige Fasern im Getränk vorfindet, obwohl man eigentlich extra Saft ohne Fruchtfleisch gekauft hatte.


Ein Besuch auf dem Dixie ist nach jeder Mahlzeit obligatorisch.

Besucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festivalbesucher sind harte Rocksäue. Besonders coole Exemplare haben anstatt einer Kippe einen Zigarillo im Mund, eine geile Kappe auf dem Kopf und lässig den Pullover über die Schulter geworfen.
Ohne Worte.

Beim Anblick vieler Besucher des Southside wird schnell klar: Eigentlich wollte man solchen Leuten niemals im Leben begegnen. Das Spektrum ist breit gefächert:

  • Kleine, minderjährige Kids, deren Eltern jeglicher Maßstab verloren gegangen ist, was man erlauben oder verbieten sollte. Sie sind erkennbar am fehlenden Bartwuchs (selbst nach 4 Tagen ohne Rasur), totaler Alkoholisierung und mit Edding vollgekritzelten Schuhen, Klamotten und Körperstellen.
  • Leidlich erfahrene Festivalbesucher, die vielleicht sogar schon mal bei Rock am Ring waren. Man erkennt diese am hohen Alkoholisierungsgrad und sozialer Abwehrhaltung gegen Unbekannte.
  • Hardcore-Besucher hingegen sind meistens schon älteren Semesters und haben in ihrem Leben schon viel gesehen. Sie sind eigentlich schon viel zu alt für den ganzen Kram, haben sich aber doch nochmal Urlaub genommen, um diesmal wirklich zum allerletzten Mal ein solches Festival zu besuchen. Man erkennt sie am starken Alkoholisierungsgrad sowie langweiligem Herumsitzen. Sie sind eigentlich von allen anderen Besuchern genervt und wären gerne alleine auf dem Festival.
  • Die Mallorca-Fraktion, die mitten der Spaßgesellschaft entspringt, hat verstanden worum es geht: Party! Sie sind ständig stark alkoholisiert, entledigen sich möglichst vieler Kleidungsstücke und machen ständig voll crazy Aktionen, die SO crazy sind, dass hier gar nicht näher drauf eingangen werden kann. Wenn sie sich nicht entkleiden, kann dies nur daran liegen, dass sie ein total lustiges Kostüm tragen. Ein Festival ist ja schließlich fast wie Karneval, beides endet auf val.

Alle Besucher halten sich außerdem für total sexy. Zu erkennen ist dies daran, dass vor allem männliche Besucher oberkörperfrei herumlaufen - in den wenigsten Fällen ist dies jedoch aus objektiv-nüchternen Gründen gerechtfertigt. Wenigstens erhält der Oberkörper dadurch eine durchgehende gesunde Röte. Das Tragen eines T-Shirts würde dies verhindern.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autogrammstunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warum die weiblichen Besucher so auf Autogramme von offensichtlich homosexuellen Bandmitgliedern abfahren, konnte von Wissenschaftlern noch nicht abschließend geklärt werden.

Für die im Kapitel Besucher erstgenannte Art gibt es sogar Autogrammstunden einiger Bands. Diese müssten korrekt allerdings Autogrammhalbstunden heißen, da sie gar nicht so lange gehen. Beliebt als Autogramm-Unterlage sind hierbei vor allem zwei Stellen: Die linke und die rechte Brust. Männliche Autogrammjäger müssen in Ermangelung an Brüsten sich das Autogramm auf einer profanen Karte aushändigen lassen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Schwesterfestival des Southside schimpft sich Hurricane. Alle Bands, die vortags auf dem Hurricane spielten, behaupten, Southside-Besucher wären cooler und schöner. Oh, wie Recht sie haben.
  • Southside heißt auf deutsch übersetzt Südseite. Das ergibt irgendwie keinen tieferen Sinn.
  • Mit dem Geld, das jedes Jahr für einen Besuch des Festivals ausgegeben wird, könnte man der Bevölkerung eines mittelgroßen zentralafrikanischen Landes ein Jahr Essen und Trinken kaufen. Nur will das niemand.

Olfaktorisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nase wird auf dem Southside mit noch nicht gekannten Gerüchen verwöhnt. Neben noch nie gerochenen Nuancen des eigenen Körperduftes sind die schon vielfach erwähnten Dixies immer wieder für eine Überraschung gut. Kenner stehen jedoch extra früh auf, um das morgendliche Ritual des Chemieklo-Absaugwagens nicht zu verpassen.

Abreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nein, es gab keinen Tornado oder Orkan. Dies ist ein Campingplatz am Abreise-Montag (Archivbild von Rock am Ring).

Die Abreise, also Abschied zu nehmen, ist für viele ein trauriger Moment. Viele werden ein bisschen nüchtern und sehen, was sie angerichtet haben. Der Campingplatz sieht auf jeden Fall montags schlimmer aus als eine pazifische Insel nach einem Tsunami. Eigentlich sollte auf die nächsten 10 Jahre hin jegliche Vegetation abgestorben sein - warum sie es dennoch nicht tut, ist bei Botanikern umstritten.

Am Morgen der Abreise verfrachtet jeder etwas herumliegenden Müll in seinen Müllsack, um die 5€ für den Müllpfand zurückerlangen. Beim Anblick der langen Schlange vor der Müllrückgabe, bei der an einem Schalter 20.000 Leute auf einmal abgefertigt werden, wird der Inhalt vieler Müllsäcke jedoch wieder seinem ursprünglichen Platz zugeführt. Spätestens die nächste Windhose macht alles von alleine sauber, auch wenn die Neuhausener darüber wenig erbaut sind.

Dieser Artikel ist Artikel der Woche 27/2008
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