Verallgemeinerung

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„Männer sind Schweine“

~ Die Ärzte über Männer


„Menschen mit Vorurteilen sind doch alle gleich!“

~ Arno Nimmes über Verallgemeinerungen


Die Verallgemeinerung ist ein probates Mittel, die Welt auch in Zeiten zunehmender Ausdifferenzierungen verstehen zu können. Mit ihrer Hilfe wird die Meinungsbildung erheblich vereinfacht, und Randgruppen können durch sie effektiv unterdrückt werden.

Ausprägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Gesellschaft und jede globalisierte Welt braucht schwarze Schafe, die in einfach verständlichen Kategorien sortiert werden müssen, um sie angemessen diffamieren und verspotten zu können. Hier ein Blick in die derzeitige Weltrangliste der verallgemeinerten Schmach und Schande:

Sitzen also drei ehemalige Mittelständler beim Alkohol zusammen, um sich ihren Frust über das Leben im Allgemeinen von der Leber zu reden, werden sie sich an dem verallgemeinerten Elend abarbeiten und immer wieder die Schlagwörter „Die Griechen“, „Die Politiker“ usw. aufzählen, um daraufhin die zu diffamierende Volksgruppe grob vereinfacht herunterzumachen. Das macht Spaß und erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl, wie man es sonst nirgendwo erleben kann.

Mediale Verallgemeinerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medien haben die Kunst der Verallgemeinerung perfektioniert und wetteifern auf internationaler Ebene um die markigsten Sprüche. Titelt ein deutsches Boulevardblatt: „Lügen-Griechen sind bankrott“, kontert ein griechisches mit „Finanz-Nazitum bedroht Europa“. So werden klar verständliche Feindbilder in die Welt gesetzt, die auch von der desinteressierten, verwahrlosten Jugend unser heutigen Zeit einfach verstanden, und in revolutionäres Potential transformiert werden können.

Ethnisch-religiöse Verallgemeinerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese drei schwulen schmucken Priester haben sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, trotzdem werden sie ausgegrenzt und weggemobbt.

Auf Berliner Schulhöfen mit über 100% arabischer Durchrassung wird man oft den Spruch zu hören bekommen: „Die Juden sind alle Opfer“, arabische Jugendliche finden es einfach schick, solch verallgemeinerten Schwachsinn in die Welt zu posaunen. Dabei missachten sie die Tatsache, dass nur etwa 6 Millionen Juden tatsächlich Opfer waren und es in der jüngeren Zeit durchaus auch einige erfolgreiche Täter in dieser Volksgruppe zu finden gibt.

Nach der Restrukturierung der New Yorker Innenstadt durch islamische Flugschüler im Jahr 2001 hatten in den USA lebende Muslime längere Zeit wenig Spaß an ihrem Dasein. Man warf sie mit den erfolgreichen Attentätern in einen Topf und pauschal wurden alle religiös motivierten Bartträger als potentielle Terroristen angesehen. Viele von ihnen landeten schuldlos im Freizeitpark Guantanamo, wo man sie verallgemeinernd in orange Overalls steckte und wie Hunde behandelte.

Auch Katholiken haben seit der Bekanntwerdung zahlreicher Übergriffe pädophiler Priester auf ihre Schutzbefohlenen mit einer verallgemeinerten Beurteilung ihrer unmoralischen Integrität zu kämpfen. Dabei haben nur ca. 98% der Priester ihre zölibatäre Not an jungen Knaben und Mädchen gelindert, die restlichen 2% sind vollkommen integer und frönen aus Überzeugung der Onanie.

Politische Verallgemeinerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer parlamentarischen Demokratie hat der Parlamentarier ein nur bedingtes Recht auf eine persönliche Meinung, da er in der Regel dem Fraktionszwang unterliegt, außer bei unwichtigen Themen wie Abtreibung, Rauchverboten oder der Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Das führt zu einer praktischen, weil eindeutigen Verallgemeinerung in der Bewertung des gegnerischen politischen Lagers. „Die Sozis wollen mehr Regulierung, als unser Land verträgt“ ist rhetorisch wahlkampftauglicher, als „Ein größerer Teil der Sozialdemokraten ist für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte.“ Auch die Meinung, alle christdemokratischen Politiker seien schwulenfeindliche Anachronisten, ist nur bedingt real, gibt es doch inzwischen ein paar CDU-Abgeordnete, die sich öffentlich zur ihrer Aids-affinen Schwulenfreundlichkeit bekennen und sogar eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der heiligen Ehe einfordern.

In jüngerer Zeit hat in Deutschland die anarchistisch unterwanderte Piratenpartei mit der verallgemeinerten Meinung der bisher herrschenden politischen Klasse zu kämpfen. Die um ihre Pfründe besorgten Berufspolitiker behaupten standhaft, die Piraten hätten kein politisches Programm und wollten außer dem Grundeinkommen für Alle und einer kostenlosen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Alle keine politische Agenda. Durch die gebetsmühlenartige Wiederholung dieser öffentlichen Meinung fällt es den internetsüchtigen, dauerbekifften Piratenspinnern schwer, die von ihnen angestrebte Transformation der Gesellschaft durchzusetzen.

Geschlechtsspezifische Verallgemeinerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer finden, dass Frauen zu viel reden und Frauen finden, dass Männer zu wenig reden. Beide Geschlechter finden, dass Transvestiten gar nicht erst nicht reden sollten. So ist das Urteil über das jeweils andere Geschlecht schon vor der Geburt gefällt und wird während des Lebens nur noch selten geändert. All die zu viel redenden Frauenversteher werden dabei nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie all die depressiven Hausfrauen, die vor lauter Selbstmitleid das Reden verlernt haben.

Ähnlich verhält es sich beim Sex. Frauen finden, dass Männer zu schnellen Sex wollen, und Männer finden, dass Frauen sich zu viel Zeit lassen, bis sie endlich, wenn überhaupt, befriedigt den Beischlaf beenden wollen. Auch hier werden die viagraverblödeten Mannsbilder nicht berücksichtigt, die erst nach 18 Stunden ihre Dauererektion weggerammelt haben, ebenso wenig wie die nymphomanischen Dominas, die nie genug schnellen Sex in jeder Lebenslage bekommen können.

Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verallgemeinerung zugetane Menschen behaupten gerne, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, Regeln, die sie selbst aufgestellt, und über Generationen weitergegeben haben. Dieser Zustand erschwert eine Änderung bestehender Zustände, macht die Menschheit letztendlich träge und verschlossen gegenüber Neuem. Dieses pseudophilosophische Gutmenschen-Fazit ist unerträglich und deshalb auch gänzlich irrelevant.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thilo Sarrazin: Türken sind doof. Abbruch-Verlag, ISBN 5-8925-0006-5
  • Mustafa Kemal Atatürk: Thilo Sarrazin ist doof. Mohhamed-Verlag, ISBN 9-2760-6419-9